WEltpilgertag

Jakobsmuschel an der Alten Nahebrücke als Wegezeichen für die Pilger


Begrüßt wurden die Gäste von Landrätin Bettina Dickes und Gut-Geschäftsführer Dr. Michael Vesper, der die Grüße der in Urlaub weilenden Oberbügermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer ausrichtete. Die Oberbürgermeisterin ist gemeinsam mit Roland Zick (Präsident der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.) und Karl-Heinz Krummeck (Vorstandssprecher der EuroDriver Group) Patin des Projektes, dessen Ideengeber und Projektleiter Peter Michael Lupp vom Regionalverband Saarbrücken ist.

„In der Gegenwart genießt der europäische Gedanke und seine Wertevermittlung mehr denn je einen hohen Stellenwert. Das europäische Modellprojekt „Sternenweg/Chemin des etoiles“ unterstützt die Vision von einem zukunftsfähigen und friedlichen Europa über die „Brücke“ der Kulturarbeit und eines spirituellen Kulturtourismus. Mit dieser grenzüberschreitenden Kulturarbeit wird gleichfalls das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Großregion im Herzen Europas unterstützt. Einheimische und Gäste sind eingeladen, in Bad Kreuznach und in Bad Münster am Stein besondere mittelalterliche Kulturdenkmäler auf dem „Sternenweg“ zu entdecken und der Friedensbotschaft nachzuspüren. Zug um Zug sollen alle erfassten mittelalterlichen Kulturdenkmäler der Stadt Badkreuznach und Bad Münster am Stein mit einer steinernen Jakobsmuschel geschmückt werden und eine kleine Informationstafel erhalten“, so Dr. Heike Kaster-Meurer.

Dr. Michael Vesper zur Bedeutung des Wegezeichens für die Region: „Mit der Ausweisung des Jakobsweges von Mainz bzw. Bingen bis Metz, der über Bad Kreuznach führt, wird ein weißer Fleck auf der Landkarte der Pilgerwege durch das Engagement der Jakobusgesellschaft geschlossen und die wichtige kulturhistorische Verbindung zwischen dem Rheingebiet und Lothringen betont. Ich bin sicher, dass diese landschaftlich sehr reizvolle Wegeführung viele Pilger, die sich hier auf den Weg machen, begeistern wird. Das Konzept des Sternenweges – auch auf besondere sakrale Denkmäler an der Pilgerstrecke aufmerksam zu machen – stellt eine zusätzliche Bereicherung dar. Bad Kreuznach erscheint – insbesondere mit dem Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg -  auf diese Weise auch in den anspruchsvollen Print- und online-Medien, die zum umfassenden Gesamtkonzept gehören. Die Touristinfo ist ab sofort auch Tempelstelle, bei der die Pilger den eigens kreierten Brückenhausstempel erhalten können (Touristinformation im Haus des Gastes, Kurhaustr. 22–24 (Rolf Ebbeke-Platz).

Im Mittelalter orientierten sich die Jakobspilger in Richtung Santiago de Compostela an der feinen Sternenspur der Milchstraße, die am nächtlichen Firmament in Richtung Spanien weist. Das europäische Modellprojekt „Sternenweg/Chemin des étoiles“ nimmt symbolisch Bezug auf diesen kosmischen „Wegweiser“ und versteht sich als großregionaler Beitrag zur behutsamen Inwertsetzung der Wege der Jakobspilger in Teilen des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz sowie Lothringens und des Elsass.

 Der Regionalverband Saarbrücken hat das Projekt 2006 ins Leben gerufen und entwickelt das Modellprojekt und sein Netzwerk auf Basis des europäischen Leitgedankens gemeinsam mit engagierten Menschen sukzessive weiter. Kooperationspartner in Rheinland-Pfalz ist die St. Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. unterstützt von vielen kommunalen, kirchlichen und touristischen Partnern und privatem bürgerschaftlichen Engagement, wie zum Beispiel der Stadt Bad Kreuznach. Auch der Europarat unterstützt das europäische Modellprojekt durch das Institut für Europäische Kulturstraßen in Luxemburg. Zentrale Themen sind das kulturelle Erbe der Jakobspilgerschaft und eine Pilgerschaft der Gegenwart, die sich auf die Wurzeln Europas, vor allem auf die Bildung und Verbreitung europäischer Werte bezieht. Der Leitgedanke des Modellprojektes versteht sich daher als Einladung zu einer Pilgerschaft entlang der Sterne Europas für Weltoffenheit, Humanität, Freiheit, Freundschaft, Demokratie und den Frieden!

Die viertägige Pilgertour wurde in der Klosterruine Disibodenberg gestartet, wo ebenfalls ein Muschelstein eingeweiht wurde. Dort wurde der Heiligen Hildegard (1098-1179) gedacht, die 40 Jahre im Kloster lebte. Landrätin Bettina Dickes verwies darauf, dass sich die Wege der Hildegards- und der Jacobspilger im Landkreis kreuzten. Abschluss der Pilgertour war dann am Sonntag der Weltpilgertag auf dem Binger Rochusberg.

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