Die Beratungsstelle befindet sich in der Hofgartenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft der Grundschule. Sehr förderlich ist die behagliche Atmosphäre, die das einstige Wohnhaus, das eine Erbengemeinschaft der Stadt 1984 geschenkt hat, ausstrahlt und das Vertrauen der Ratsuchenden fördert.
Schulische Probleme, Schwierigkeiten mit Leistungsanforderungen sowie Verhaltens- und Konzentrationsauffälligkeiten sind weitere wesentliche Gründe für den Beratungsbedarf. Bei Verdacht auf eine Teilleistungsstörung, etwa eine Lese-Rechtschreibstörung oder Dyskalkulie, bietet die Beratungsstelle entsprechende Diagnostik.
Hinzukommen noch Entwicklungsauffälligkeiten, emotionale Probleme und Unsicherheiten in Erziehungsfragen. Was kann ich gegen den übermäßigen Handy-Konsum meines Kindes tun, das über mehrere Stunden in der virtuellen Welt von Social Media versinkt? Mit diesen Fragen wenden sich Mütter oder auch Väter häufig an die Beraterinnen. Jugendliche leiden zunehmend unter Einsamkeit, vermissen Geborgenheit. Seit der Corona-Pandemie steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Da bilden die Stadt und der Landkreis keine Ausnahme. Jugendliche und Eltern haben einen Rechtsanspruch auf Beratung. Das Angebot ist zugänglich für jeden, kostenfrei und vertraulich.
Neben den Beratungen in der Erziehungs- und Familienberatungsstelle selbst werden die Mitarbeiterinnen auch außerhalb tätig. In den städtischen Kindertagesstätten in Bad Kreuznach werden regelmäßig Sprechstunden angeboten. Darüber hinaus sind drei Mitarbeiterinnen im Landkreis wöchentlich in den Sozialräumen Kirn und Meisenheim sowie in den dortigen Kindertagesstätten vor Ort. Dieses aufsuchende Angebot schafft insbesondere in einem Flächenlandkreis mit teils weiten Anfahrtswegen einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung.
Ergänzend dazu hält die Beratungsstelle präventive Angebote für Eltern bereit. Dazu zählen Elterninformationsveranstaltungen zu ausgewählten Erziehungsthemen ebenso wie Elterncafés in Kindertagesstätten und Familienzentren.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Beratung pädagogischer Fachkräfte. Mitarbeitende in Kindertagesstätten, Kita-Sozialarbeit und Schulsozialarbeit können sich an die Beratungsstelle wenden, wenn sie Anhaltspunkte für eine mögliche Kindeswohlgefährdung wahrnehmen. Diese Fachberatung erfolgt anonym und unterstützt bei der Einschätzung möglicher Gefährdungen. Dabei wird auch geklärt, ob eine Einbeziehung der Sozialen Dienste des Jugendamtes erforderlich ist.
Das Team der Erziehungs- und Familienberatungsstelle: Andrea Maas, Abteilungsleiterin, Dipl.-Sozialarbeiterin, Petra Maikath-Heinz, Dipl.-Psychologin stellv. Abteilungsleiterin, Susanne Eßling-Kern, Dipl.-Sozialpädagogin, Eugenia Dmitriew, Dipl.-Pädagogin, Hanna Reschke, Dipl.-Sozialarbeiterin, Olga Savva, M. Sc. Psychologie, und Elke Herrmann, Teamassistentin.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EFB.
Foto: Mit Eugenia Dmitriev (links) ist das Team wieder vollständig. Darüber freut sich die Abteilungsleiterin Andrea Maas. Foto: Hansjörg Rehbein
