Marcel Tretschoks, der bisher in den Werkstätten der Lebenshilfe beschäftigt ist, absolvierte einen Hospitationstag beim Bauhof. Er bildete ein „Duo“ mit Bastian Kneib, Mitarbeiter bei der Grünflächenpflege, der sich bereit erklärt hatte, an diesem Tag einen Menschen mit Behinderung zu begleiten. Der Hospitant erhielt verschiedene Einblicke in die Aufgaben der Grünflächenpflege. Auf der Roseninsel half er dabei, die Rosenbeete zu pflegen und die Gehwegflächen um das Milchhäuschen zu reinigen. Die Erfahrung war für beide Seiten positiv und zeigte die praktischen Herausforderungen und die Bedeutung dieser Arbeit für das Stadtbild.
Oberbürgermeister Emanuel Letz unterstreicht die Bedeutung des Aktionstags: „Der DUOday ist eine sinnvolle Initiative, um Inklusion nicht nur zu fordern, sondern auch aktiv zu leben. Die persönlichen Begegnungen und die Einblicke in den Arbeitsalltag unseres Bauhofs sind für alle Beteiligten wertvoll und tragen dazu bei, Barrieren in den Köpfen abzubauen. Mein herzlicher Dank gilt dem Team der Grünflächenpflege sowie Herrn Tretschoks für das Engagement und die Offenheit.“
Der DUOday ist ein europäisches Format, was bereits in mehreren Bundesländern erfolgreich eingesetzt wird. An diesem Tag öffnen Betriebe ihre Türen für Menschen mit geistiger, seelischer oder körperlicher Beeinträchtigung. Das Pilotprojekt in Mainz, Rheinhessen, Bad Kreuznach und Worms wird wissenschaftlich von der Katholischen Hochschule Mainz begleitet und evaluiert, um langfristig mehr Menschen mit Behinderungen den Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Projektkoordination bei der Stadt Bad Kreuznach übernahm die Schwerbehindertenvertretung.
Foto: Bauhof-Mitarbeiter Bastian Kneib (links) pflegte zusammen mit dem Hospitanten ein Rosenbeet auf der Roseninsel. Foto: Tatjana Weber
