Die INGA-Fachkräfte des IBs mit der Koordinatorin Maike Werkle begleiten die Kinder im Unterricht, in Gruppenarbeitsphasen sowie in Pausen- und Übergangszeiten. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Selbstständigkeit zu fördern und ein Lernumfeld zu schaffen, in dem alle Kinder gleichermaßen profitieren.
Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern hat sich in den ersten Wochen sehr positiv entwickelt. In Gesprächen, kurzen Austauschformaten und ersten gemeinsamen Terminen wurde deutlich, wie wertvoll die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Familien, INGA-Fachkräften, Lehrerinnen und Lehrern und der Schulsozialarbeit ist. „Die Kinder und die Eltern nehmen die Hilfe dankbar an“, so Schulleiterin Eva Steitz.
Das INGA-Projekt wurde vom städtischen Jugendamt entwickelt und wird finanziert über die Hilfen zur Erziehung (SGB VIII §27) und über die Eingliederungshilfe für Kinder mit seelischen Beeinträchtigungen. Die Verfahrenslotsin im Jugendamt, Dagmar Roth, steuert das Projekt.
Vor Beginn wurde an den beteiligten Schulen an Betreuungsbedarf für 70 Kinder ermittelt. Dieser ist inzwischen durch das INGA-Team bestätigt und Frau Steitz ist dankbar, dass der Bedarf für mehr Multiprofessionalität an Schulen gesehen wird. Es zeichnet sich bereits ab, dass die geförderten Stellen (vier an den drei Schulen) nicht ausreichen. „Manche Kinder benötigen eigentlich eine 1:1 Betreuung.“
Die Betreuung geht über den Unterricht hinaus. Dazu Dagmar Roth: „An einigen Schulen konnten wir das Angebot bereits um Ergotherapie ergänzen und arbeiten mit lokalen Therapeuten zusammen, um die Therapien direkt vor Ort in den Schulen anbieten zu können. Auch hier entlasten wir die Familien und stellen sicher, dass Kinder Zugang zu therapeutischen Angeboten haben. Keine Fahrtzeiten, keine Störung mehr im Unterricht bzw. Tagesablauf, die Therapie fügt sich ganz natürlich in den Schulalltag ein und zeigt somit auch an dieser Stelle „Du bist hier willkommen, so wie du bist.“
Foto: Die Verfahrenslotsin im Amt für Kinder und Jugend, Dagmar Roth (6.v.r.) steuert das Projekte INGA, dem viele Fachkräfte angehören. Text und Foto: Hansjörg Rehbein
