Zeichnung des ehemaligen Stadtwaldes "Gauchsberg" erinnert an einen Gemeinde-Konflikt anno 1874

Im achten Teil: eine Zeichnung des ehemaligen städtischen Waldes „Gauchsberg“, die an einen Konflikt um die Anlage eines Weges anno 1874 erinnert.

Der Gauchsberg war Teil des Kreuznacher Stadtwaldes, bis ihn die Stadt 1913 an den Preußischen Staat verkaufte. 1900 belief sich seine Größe auf 238 Hektar. Er lag in der Gemeinde Sponheim und berührte die Ortsgemeinden Allenfeld, Argenschwang und Braunweiler. Vorliegende Zeichnung entstand 1874 wegen eines Konflikts um die Anlage eines Weges im Gauchsberg direkt an der Grenze zwischen dem Gemeindewald Sponheims und dem Gemeindewald Kreuznachs.

Der Kreuznacher Bürgermeister Heinrich Küppers warf Gemeinde-Oberförster Alois von Metzen vor, die Anlage eines Holzabfuhrweges in Angriff genommen zu haben, ohne vorher die Zustimmung der Kreuznacher Stadtverordneten eingeholt zu haben. Aus diesem Grund werde die Stadt die bisher angefallenen Kosten für die Vermessung auch nicht bezahlen. Da die Gemeinde Sponheim, so Küppers, zudem den alleinigen Vorteil von dieser Anlage habe, erwarteten die Stadtväter zudem eine Entschädigung zu erhalten. Von Metzen verwies auf den von der Regierung genehmigten Kulturplan und nutzte die vorliegende Situationszeichnung dazu, die exakte Wegführung zu erläutern und die Zweckmäßigkeit und Sinnhaftigkeit des Weges damit zu untermauern.

Die Karte wurde im Maßstab 1:10.000 aufgenommen. Neben der rot markierten Wege- und Grenzführung und den Grenzsteinen, sind unter anderem die Namen der Schläge des ehemaligen Kreuznacher Stadtwaldes Gauchsberg verzeichnet.

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