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Crucenia-Therme
Bild: Hochwasserschutz Crucenia-Therme

Das Profil der Nahe ist im Abschnitt der Crucenia-Therme an ihrem östlichen Ufer durch die Bauanlagen des Bades mit den gegenüberliegenden, steil aufragenden Klippen aus Rotliegendem (sandsteinähnliches Sediment des Perm-Zeitalters, also vor ca. 270 Millionen Jahren) und Rhiolith (magmatisches Ergussgestein des Perm) besonders eingeengt. Einen geringen Expansionsraum bietet lediglich die Böschung vom Fuß der Schutzmauer der Therme zur Nahe. 

Die Schutzmauer bildet eine Folge von Kreissegmenten, die die Architektur der Bauwerke des Bades nachzeichnen. Da stromauf eine Fußgängerbrücke den Anschluss an die Therme findet, liegt von hier stromab ein wichtiger Teil der Schutzmauer im Blickfeld, auch wenn sich die Böschung zur Nahe mit Strauchwerk begrünt. Die Mauer wurde mit einer Natursteinverblendung so gegliedert, dass vom Material, dem Fugenbild und der Oberflächenbearbeitung sich möglichst deutlich voneinander absetzende geologisch nachempfundene Schichtenstrukturen mit Verwerfungen, Stauchungen, Einbrüchen usw. erkennen lassen. Mit der Planung ist auch die Vorstellung der längerfristigen, unvermeidlichen und auch gewünschten Besiedelung der Oberflächen mit Flechten und Moosen verbunden. Es wird erwartet, dass die Unterschiede der Materialien und Oberflächen auch dann noch die formale Gliederung erkennen lassen, wenn die ursprünglichen Farben der Gesteine durch die pflanzliche Patina überdeckt werden.

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