(Elektro-)Mobilität

Am Bahnhof Bad Kreuznach entsteht bis 2020 ein Mobil- und Infopunkt. Weiterhin ist es ein Ziel der Stadt Bad Kreuznach, dem Klimawandel durch verstärkten Einsatz von Elektromobilität entgegen zu wirken.

  • Mobil- und Infopunkt Bad Kreuznach

    Am Bahnhof Bad Kreuznach entsteht bis Ende 2019 ein Mobil- und Infopunkt, der für Reisende im Alltags-, Pendler- und Freizeitverkehr verschiedene Verkehrsmittel und Angebote unter einem Dach bündelt und verknüpft. Damit wird zukünftig eine vernetzte, intermodale Mobilität möglich, so dass Reisende komfortabel und nahtlos zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen oder wechseln können.

    Neben einem gesicherten Fahrradparkhaus mit 400 Abstellplätzen und einer Werkstatt für Fahrradreparaturen wird es hier eine Verleihstation mit E-Fahrrädern, E-Lastenrädern und E-Tandems geben, aber auch eine Station mit E-CarSharing-Autos, die unkompliziert und spontan ausgeliehen werden können. In den Geschäftsräumen wird es außerdem ein Dienstleistungscenter geben, das Touristeninformationen und Mobilitätsberatungen zum ÖPNV, Fahrradverkehr und zur Elektromobilität anbietet.

    Mit diesen vielfältigen Angeboten soll die verkehrsmittelübergreifende Mobilitätsstation dazu motivieren, den ÖPNV, das Fahrrad oder ein CarSharing-Fahrzeug für den Alltags-, Pendler-, Freizeit- und Tourismusverkehr zu nutzen. Hierfür bietet der Standort am Bahnhof als zentraler Punkt für Bus und Bahn, für Nah- und Fernverkehr eine gute Ausgangslage.

    So können Reisende am Bahnhof Bad Kreuznach ankommen, zum Mobil- und Infopunkt gehen und spontan entscheiden, ob sie ihre Fahrt mit dem Leihrad, einem elektromobilen Carsharing-Fahrzeug oder mit dem Bus fortsetzen. Auch Pendler können entscheiden, ob sie mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zum Bahnhof fahren, ihr Fahrrad im gesicherten Fahrradparkhaus abstellen und ihre Fahrt bequem mit dem Zug fortsetzen.

    Bewohner ohne Auto, die etwas transportieren möchten, können sich hier ein E-Lastenrad ausleihen. Durch diese diversen Möglichkeiten kann das innerstädtische Straßennetz entlastet und die Lebensqualität in der Stadt deutlich verbessert werden. Ein Beitrag zum Klimaschutz ist inklusive und kommt dem Klima und damit der Stadt und ihren Bewohnern zugute. So sparen nicht nur die Holzbauweise und eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach eine große Menge CO2 ein, auch durch den Umstieg von beispielsweise 400 Pendlern vom Auto auf das Rad und Bahn können jährlich 586 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Basierend auf dem integrierten Verkehrsentwicklungskonzept (IVEK) und seinem Aktionsplan „Nachhaltige Mobilität“ wurde das Projekt 2016 vom Stadtrat beschlossen. An dem Projekt sind diverse Koopertionspartner beteiligt, wie die Stadtwerke GmbH, die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH, die Stadtbusgesellschaft mbH und der lokale Fahrradhandel.

    Die Gesamtmaßnahme „Mobil- und Infopunkt Bad Kreuznach“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert unter dem Förderkennzeichen 03KBR0035 mit einer Laufzeit vom 01.08.2017 bis 31.10.2019. Die Zuwendung beträgt 90% der förderfähigen Kosten

    Fahrradparkhaus - Fahrradwerkstatt und Servicebereich - Lade- und Verleistation

    • 400 Fahrradabstellplätze
    • Schleuse mit Zutrittskontrolle/Drehkreuz
    • 100 Gepäckschließfächer
    • Videoüberwachung
    • Verleihstation für Pedelecs, E-Lastenräder, E-Tandems
    • Kundencenter Stadtbusverkehr
    • Mobilitätsberatung
    • Touristeninformationen
    • Elektroladestation für E-Pkw und E-Fahrräder und E-Car-Sharing-Fahrzeuge
  • Warum E-Mobilität?

    Die Elektromobilität vereint mit ihrer Antriebstechnologie verschiedene Vorteile:

    1. Klimaverträglichkeit: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor emittieren rund 138 Gramm CO2 pro Kilometer, E-Autos nur zirka 64 Gramm (bei Stromerzeugungsmix). Ist der Strom regenerativ erzeugt, sinken die CO2-Emmissionen deutlich gegen Null.
    2. Energieeffizienz: Während ein Verbrennungsmotor nur einen Wirkungsgrad von 20 Prozent hat und der größte Teil der eingesetzten Energie durch Wärme verloren geht, wird die Energie beim Elektromotor fast vollständig (80 Prozent) in den Antrieb umgesetzt.
    3. Geräuscharme Technologie: Starker Verkehrslärm kann das Herzinfarktrisiko um bis zu 20 Prozent steigern. Elektromotoren sind nahezu geräuschlos und können besonders im Stadtverkehr die Lärmbelastung deutlich reduzieren und die gesundheitlichen Folgen durch Lärm minimieren.
    4. Abgasfreie Technologie: Konventionelle Fahrzeuge emittieren mit ihren Abgasen unter anderem Feinstaube, die zu mehr Bluthochdruck-Erkrankungen führen und das Herzinfarkt-Risiko erhöhen.
  • Elektromobilität in Bad Kreuznach

    Erklärtes Ziel der Stadt Bad Kreuznach ist es, dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Kohlendioxid-Emissionen vor Ort zu reduzieren. Deshalb setzt die Stadt verstärkt auf Elektromobilität, denn diese kann wesentlich zum Schutz unseres Klimas beitragen.

    Mit Elektroautos und Elektrofahrrädern im eigenen Fuhrpark ist die Stadtverwaltung Bad Kreuznach schon seit 2012 auf Dienstfahrten unterwegs und geht mit gutem Beispiel voran. Auch mit anderen Angeboten engagiert sich die Stadt als Vorreiter für die Elektromobilität und bietet Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen und Touristen die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge auszuprobieren oder zu nutzen.

    • Die Stadtverwaltung − elektromobil unterwegs

    Der Fachbereich Planen und Bauen verfügt über drei E-Bikes, das Jugendamt über zwei und der Bauhof über ein Elektrofahrrad. Weitere Anschaffungen sind geplant. Auch die Gradierwerker der städtischen Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT) werden beim Materialtransport durch zwei E-Lastenräder unterstützt. Ebenso stehen für Dienstfahrten E-Autos im Fachbereich Planen und Bauen bereit, zwei Peugeot iOn und ein E-Smart ForTwo. Letzterer wurde durch Firmen finanziert, die sich an dem Projekt „Klimaschutz-Terminal“ beteiligt haben. Das Terminal steht in der Zulassungsstelle (Brückes), bietet Informationen zu Klimaschutz und E-Mobilität, aber auch zu Dienstleistungen oder Produkten der beteiligten Firmen und verkürzt damit den Besuchern die Wartezeit. 

    • E-Bike-Verleih

    Touristen, Gäste und alle Interessierte können sich an sieben Tagen in der Woche in der Saison E-Fahrräder bei der Tourist-Information (Haus des Gastes) oder beim Verleiher OK-Motorräder/E-Bikes (Planig) ausleihen. Insgesamt stehen rund 40 E-Bikes in der Stadt zum Vermieten zur Verfügung. 

    Wenn Sie ein E-Bike ausleihen möchten, finden Sie hier alle Infos:

    https://www.bad-kreuznach-tourist.de/aktiv-und-natur/radfahren/fahrradverleih/

    •  E-Lastenrad „KLARA bringt‘s“

    Kunden des Wochenmarktes können zweimal in der Woche den kostenlosen Bring-Service durch das E-Lastenrad „KLARA bringt’s“ nutzen und sich ihre Einkäufe vom Wochenmarkt nach Hause liefern lassen. Sie können KLARA am Wochenende aber auch selbst nutzen.Das Projekt „KLARA bringt‘s“ ist eine ehrenamtlich getragene Initiative von Bürgern für Bürger in Kooperation mit der Stadt Bad Kreuznach.

    Keine KLARA-Fahrer/in am Marktplatz? Dann wählen Sie die 0172 2073346 Abholung auch in Geschäften der Innenstadt!

    Sie möchten KLARA übers Wochenende selbst nutzen? Reservieren unter 0671 800 880 oder klara@bad-kreuznach.de.


    • E-Bike-Ladestationen

    Damit der Akku immer vollgeladen ist, baut die Stadt die Infrastruktur für E-Fahrräder stetig aus. In Kooperation mit OK-E-Bikes gibt es aktuell sechs E-Bike-Ladestationen an folgenden Standorten im Stadtgebiet:

    - vor der Pauluskirche
    - am Bahnhof Südausgang/Bosenheimer Straße
    - vor dem City Parkhaus Mühlenstraße
    - beim Freibad Salinental/Brauwerk
    - vor OK-Motorräder in Planig

    • E-Carsharing − mit dem „Nahemobil“

    Mit drei E-Autos (zwei Renault Zoe und ein BMW i3) bieten die Kreuznacher Stadtwerke allen Privatpersonen und Firmen ein Carsharing-Angebot. Die E-Fahrzeuge stehen im City Parkhaus in der Mühlenstraße und in der Schubertstraße.

    Wenn Sie ein Fahrzeug buchen möchten, finden Sie hier alle Infos: https://www.kreuznacherstadtwerke.de/services/nahemobil/

    • „Strom-Tankstellen“

    Nutzer von E-Autos können ihr Fahrzeug auf öffentlichen Parkplätzen aufladen:
    - Bourger Platz
    - Kilianstraße
    - Wolfsheimer Straße (Parkplatz RWE)

    Weitere Ladesäulen sind im Gewerbegebiet vorhanden:

    - Baustoffcenter Beinbrech, Schwabenheimer Weg (Achtung: nur zu den Öffnungszeiten!)
    - Leonardo-Hotel, Planiger Straße/ Ecke Otto-Meffert-Straße

    • Parken für E-Autos − gebührenfrei

    Das Parken für E-Autos ist auf allen öffentlichen Parkflächen im Stadtgebiet für die Dauer von zwei Stunden gebührenfrei (außer Ringstraße und Roßstraße).


  • Was ist noch geplant?

    Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung engagiert sich die Stadt auch für das wichtige Zukunftsthema „Smart City“. Als Smart City bezeichnet man eine Stadt, die ihren Bewohnern eine hohe Lebensqualität bietet, indem Infrastruktursysteme wie beispielsweise Verkehr, Energie und Kommunikation durch Digitalisierung intelligent miteinander verknüpft werden. So wird eine komfortable Nutzung ermöglicht, die gleichzeitig hilft, Energie einzusparen, den  Ressourcenverbrauch minimal zu halten und von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden.

    • Das „Solar Quartier“ in den Weingärten II der GEWOBAU

      ist ein erstes Projekt auf dem Weg zu einer Smart City: Eine vernetzte Reihenhausbebauung, die über Fotovoltaik-Anlagen aktiv Energie erzeugt, diese speichert und als „Quartiersstrom“ an die Bewohner zurückgibt. Mit dem Überschuss können zum Beispiel die Ladestationen für Elektroautos gespeist werden, die den Bewohnern als Carsharing-Flotte zur Verfügung stehen.


    • Eine weitere Bestrebung der Stadt ist es, durch digitale Vernetzung im Verkehr eine komfortablere Nutzung sämtlicher Mobilitätsangebote in Bad Kreuznach zu erreichen. Geeignete Maßnahmen hierfür sollen in einem Workshop „Smart Mobility“ im Frühjahr 2019 erarbeitet werden.
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