Kunstraum Install...

... im Schlossparkmuseum
Kunstraum Install

Der neue Multifunktionsraum im Museum Schlosspark ist fertig gestellt und dient fortan als Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche für die lokale und regionale Kunstszene und Privatpersonen.

Bisher stellte die Kunstszene der Stadt und der Region im Kunstraum „Install“ im Museum für PuppentheaterKultur aus. Da das PuK den Raum aber als neue Dauerausstellungsfläche für das künstlerische Vermächtnis des berühmten Puppenspielers Prof. Albrecht Roser (1921−2011) benötigt, wurde das Angebot ins Museum Schlosspark verlegt.

Der neu hergestellte, zirka 240 Quadratmeter große Raum im Erdgeschoss des Museums – er liegt unter den Räumen für die Sonderausstellungen und dem Jagdzimmer im Zwischengeschoss – wird jedoch noch weitere Funktionen haben: „Der Multifunktionsraum wird unser Vermietungsangebot für private Veranstaltungen erweitern und uns die Möglichkeit geben, unsere Präsentationsfläche temporär zu vergrößern“, erklärt Museumsleiter Marco van Bel. Bisher wurde darin die vor- und frühgeschichtliche Sammlung des Museums gezeigt, die nur noch wenig Interesse fand.

Der historische Raum im denkmalgeschützten, zweigeschossigen Flügelbau, von Heinrich Puricelli Ende des 19. Jahrhunderts beauftragt, bietet einen herrlichen Blick auf den Teich sowie den Schlosspark unter dem Kauzenberg. Er war jedoch seit 1984/85 nicht mehr modernisiert worden und entsprechend renovierungsbedürftig. Auch der Brandschutz war nicht mehr gegeben und stellte eine Herausforderung dar. Die gesamte Brandmeldeanlage musste überarbeitet, die Elektroversorgung und -installation erneuert sowie ein zweiter Flucht- und Rettungsweg hergestellt werden. Frisch renoviert, erfüllt der Raum nun museale Anforderungen: mit einer flexiblen, dimmbaren Beleuchtung sowie einheitlich gestrichenen Decken, Wänden, Tür- und Fensterrahmen, die sich an der übrigen Farbgebung im Haus orientiert. Das Farb-Konzept lehnt sich dabei an das historische des 19. Jahrhunderts an.

Ergänzt wird der Multifunktionsraum noch durch eine zurückhaltende, minimalistische Küchenzeile mit Spülmaschine und Kühlschrank – gerade für Veranstaltungen ein wichtiges Zusatzangebot. Der barrierefreie Zugang ist sowohl über das Museum als auch durch den Zwinger möglich. Dieser wurde von Bewuchs befreit und gereinigt und so auch wieder in die Architektur des Anbaus miteinbezogen.