Sicherheitsgefühl stärken

Treffen auf öffentlichen Plätzen nehmen wegen Corona zu: Gemeinsame Kontrollen von Vollzug und Polizei


Im Allgemeinen wird die Sicherheitslage von der Polizei in der Stadt als ruhig bewertet. "Die tatsächliche Zahl von Straftaten im öffentlichen Raum ist vergleichsweise niedrig. Im Bereich der Körperverletzungs- und Raubdelikte stellen wir aktuell im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang der Anzeigen fest", bilanziert Christian Kirchner, Leiter der Polizeiinspektion Bad Kreuznach. "Allerdings führen die - auch durch die Einschränkungen der Coronaschutzverordnung bedingten - vermehrten Ansammlungen im öffentlichen Raum, die oft leider mit Ruhestörungen oder Müllablagerungen einhergehen, dazu, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung gestört ist." 

Die "Problemstandorte" werden verstärkt kontrolliert

Polizei und städtisches Ordnungsamt haben daher beschlossen, gemeinsam verstärkt Präsenz zu zeigen und insbesondere die Plätze "ins Auge" zu nehmen, die zu den sogenannten "Problemstandorten" gehören. Dies sind nach wie vor die bekannten Treffpunkte an der Kirschsteinanlage, die historische Neustadt, aber auch neue Sammelorte, wie der Bürgerpark im General Rose-Gelände oder das Neubaugebiet in der Dürerstraße.

"Insgesamt ist für uns als Polizei die Problematik nicht neu, auch in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Brennpunkte an verschiedenen Plätzen, an denen wir  gemeinsam mit dem kommunalen Vollzug  durch verstärkte Präsenz eine Reduzierung der Ordnungsstörungen und Straftaten erreichen konnten. Ein durchaus normaler Effekt ist jetzt aber auch eine Verlagerung auf andere Plätze", so Kirchner weiter.

Sicherheit schaffen und subjektives Sicherheitsgefühl stärken 

Vor Wochen wurden bereits Heranwachsende in der historischen Neustadt vom städtischen Jugendamt angesprochen. Es bleibe eine Daueraufgabe, diese Probleme offen anzusprechen und auch zu agieren, statt nur zu reagieren. Insofern sei die Einbindung der Jugendhilfe der Stadt ein gutes präventives Mittel, welches aber trotzdem auch durch ordnungsrechtliche Maßnahmen unterstütz werden müsse. Die gemeinsame Präsenz von Polizei und Kommunalem Vollzugsdienst der Stadt soll hier bewusst auch aktive Sicherheit schaffen und auch zum subjektiven Sicherheitsgefühl in Bad Kreuznach beitragen.

Bereits am Donnerstagabend waren in einer gemeinsamen Aktion von Polizei und Vollzug an verschiedene Stellen in der Stadt Kontrollen durchgeführt worden. Vielleicht lag es auch an den hohen Temperaturen, aber im Ergebnis wurde lediglich eine Strafanzeige gefertigt, da bei einem 24-Jährigen Betäubungsmittel gefunden wurden. Trotzdem war die Wahrnehmung der Beamten, dass die Präsenz bei der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen wurde. Für die kommenden Wochen sind weitere Kontrollen geplant. 


Foto: Die Kirschsteinanlage zählt zu den bekannten Treffpunkten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bad Kreuznach.

Text: Polizeiinspektion Bad Kreuznach