TU Kaiserslautern erforscht neue Ampelsteuerung – Testphase in Bad Kreuznach


 „In einem ersten Schritt ist eine Bestandsaufnahme geplant, bei der mit neuartigen Messgeräten alle relevanten Verkehrsdaten erhoben werden“, so Nicolas Mellinger, Mitarbeiter bei imove und dort zuständig für Verkehrserhebungen. Anhand dieser Daten werden die Forscher eine Teilsignalisierung planen, die im zweiten Schritt der Untersuchungen dann für eine Woche testweise am Knotenpunkt installiert wird. Die Forscher werden wiederum Messungen durchführen und zusätzlich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer beobachten. Ziel ist die Optimierung des Modells, um auf dessen Basis eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, damit solche Anlagen zukünftig in der Praxis eingesetzt werden können.

Durch  die neue Ampelsteuerung werden Planungs-, Bau- und Betriebskosten ohne Leistungseinbußen eingespart. „Grundsätzlich funktioniert eine Kreuzung nach der Vorfahrtregelung. Wenn sich im Hauptstrom regelmäßig ausreichend große Lücken zwischen zwei Fahrzeugen auftun, kann ein Fahrer aus der Nebenrichtung einbiegen. Je höher jedoch die Verkehrsbelastung im Hauptstrom ist, desto seltener treten ausreichend große Lücken auf“, erläutert Johannes Roos, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei imove die Problematik. Mittels Teilsignalisierung wird versucht, diese Lücken künstlich zu schaffen, indem der Hauptstrom kurzzeitig angehalten wird. Dadurch wird den Nebenstromfahrzeugen ein Einbiegen ermöglicht. Dies hat imove bereits in Computermodellen ausgiebig getestet.

imove bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis, wenn es während der Messungen zu Beeinträchtigungen kommen sollte.

Quelle: Technische Universität Kaiserslautern


Foto: Am Knotenpunkt Schwabenheimer Weg/ Industriestraße wird eine neue Ampelsteuerung getestet.