Bebauungsplan für die Kurhausstraße bis Jahresende


Im Haupthaus ist bereits eine Wohnung renoviert. Hinter der der Zukunft der Nebengebäude steht allerdings ein dickes Fragezeichen. Nach dem Auszug des Friseurgeschäftes im Jahr 2012 wurde so massive, von den vielen Hochwassern verursachte Schäden entdeckt, dass Claudia Jost „geschockt“ war, Die Statik des Hauses ist derart in Mitleidenschaft gezogen, dass Decken und Wände durch Holzbalken geschützt werden müssen.  Zwischen „alles behalten oder verkaufen“ lotet die Eigentümerin derzeit alle möglichen Varianten aus. Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer pflichtet ihr bei, dass es bei einer Sanierung des Hauses auch eine „wirtschaftliche Grenze gibt“.

Sollte es zu einem Verkauf kommen, wird eine Veränderungssperre, die noch bis September 2015 gilt, eine weitere Bausünde in der Kurhausstraße verhindern, da die Verwaltung enge Vorgaben bezüglich der Gestaltung macht. „Das ist leider erst möglich, seit wir im Jahr 2012 den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Kurhausstraße gefasst haben und – damit wir als Stadtverwaltung sofort Einflussmöglichkeiten haben – eine Veränderungssperre auf das Gebiet gelegt haben“, so die OB.

Gemeinsam mit Stadtplaner Bettino Gagliani präsentierte die Oberbürgermeisterin einen Gestaltungsentwurf. Demnach genießen die historischen Gebäude sowohl Denkmalschutz als auch städtebaulichen Schutz durch enge Festlegungen im Bebauungsplan, das gilt zum Beispiel für Fenster und Fassaden, Die maximal festgelegte Firsthöhe soll es allenfalls erlauben, dass unter dem Dach noch eine zusätzliche Wohnung gebaut wird.

Claudia Jost selbst wohnt in der Villa im Garten am Mühlenteich, die sie mit viel Liebe renoviert hat. Ein wahres Kleinod ist der wundervolle Garten (einst ein Klostergarten), der zwischen ihrem Wohnhaus und dem Frontgebäude der Kurhausstraße 17 liegt und von vielen Passanten und Touristen bewundert wird, Prunkstück ist eine 200 Jahre alte und 36 Meter hohe Platane. 


Foto oben: Bei einem Ortstermin präsentierten Obüerbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und Stadtplaner Bettino Gagliani einen Gestaltungsentwurf.

Foto unten: Durch Holzbalken müssen Decken und Wände gestützt werden. 

Eigentümerin Claudia Jost rechts im Bild