Übergangseinrichtung Kita Baumgartenstraße offiziell eingeweiht


Aber was ist eine richtige Kita? Ein großes Gebäude, große Räume, kleine Kindermöbel und viel Spielzeug?

Oder ist eine Kita ein Ort, wo Kinder sich wohlfühlen, gefördert und gefordert werden. Die Eltern sie bringen und abholen, sie Spaß haben, spielen, lachen, experimentieren, neue Erfahrungen machen, Freunde finden und unsere Sprache lernen. Sei es zum Einen, weil sie noch sehr jung sind und gerade erst mit dem Spracherwerb beginnen oder weil in ihrer Familie eine andere Sprache gesprochen wird.

Kita Baumgartenstraße ist etwas Besonderes

Sie ist eine Übergangseinrichtung, in einem normalen Wohnhaus, das so umgebaut wurde, dass man es als Kindertagesstätte nutzen kann. Sie hat nicht die klassischen Kindergartengruppen von 25 Kindern, sondern auf jeder Etage steht den Kindern eine ganze Wohnung zur Verfügung. Sie hat deshalb auch nur eine reduzierte Gruppengröße, so dass sie auf drei Stockwerken maximal 45 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren aufnehmen kann. Die kleineren Gruppen bedeuten aber auch, dass man zu den Kindern und Eltern eine gute Beziehung aufbauen kann. Die Kita will die Kinder auf ihrem Weg zu selbstständige Persönlichkeiten begleiten und ihnen die Möglichkeit geben, mit Gleichberechtigten zu spielen, zu lernen, zu experimentieren, zu verhandeln und lernen Konflikte auszutragen und zu bewältigen.

Die Entwicklung der Einrichtung ist dadurch entstanden, dass im Jahre 2012/2013 sehr viele Eltern gab, die keinen Kindergartenplatz für ihre Kinder bekommen konnten. Insbesondere im Innenstadtbereich ist dies damals wie heute noch aktuell. Insofern war die Stadt froh, als im Februar 2013 die Familie Lunkenheimer auf das Jugendamt zukam und sich bereit erklärte, dieses doch eher ungewöhnliche Projekt, die Einrichtung einer Übergangs-Kita in einem Wohngebäude, zu starten.

Ende April 2013 fiel der Stadtratsbeschluss zur Anmietung des Gebäudes und zum 01. September 2013 startete die Einrichtung. In gerade mal 4 Monaten wurde das Haus einmal von oben bis unten umgekrempelt. Parallel dazu musste die Personalauswahl starten und ein Team zusammengestellt werden und Einrichtung war auch noch keine da.

„Platz ist in der kleinsten Hütte“, so Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. „Nun ist die Kita zwar nicht in einer Hütte untergebracht, aber im Gegensatz zur neu gebauten Einrichtung in der Dürer Straße ist der Raum hier doch deutlich begrenzt. 45 Kinder und 14 Erwachsene teilen sich täglich den Platz in diesem Haus – die räumliche Atmosphäre ist daher sehr familiär. Da liegt es also nahe, das pädagogische Konzept der Kita ebenfalls familiär zu gestalten. Das Team der Baumgartenstraße hat aus der Kindertagesstätte quasi ein „Haus für Kinder“ geschaffen, in dem es in jedem Stockwerk eine „Familie“ gibt.“


Bilder: Isabel Mittler, Allgemeine Zeitung

Bilder: Isabel Mittler, Allgemeine Zeitung

Bilder: Isabel Mittler, Allgemeine Zeitung

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