„Klick, klick“: Armin Maiwald erzählt aus dem Nähkästchen der „Robbi-Tobbi“-Produktion


Geschichten und Hintergründe zur Produktion bietet die Broschüre „40 Jahre Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ in Textbeiträgen von Martin Faller, Ingrid Höfer, Dr. Jürgen Hardeck und Markus Dorner. Die Grafiken stammen aus der Feder von Annette Schneider. Dank der Unterstützung der Sponsoren Sparkasse Rhein-Nahe, RWE, PuK-Förderverein, Thienemann Verlag konnte das Projekt zum Jubiläum von „Robbi, Tobbi“ verwirklicht werden.

Die neue Broschüre „40 Jahre Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ wird im PuK zum Preis von 8,50 € pro Exemplar verkauft.

Martin Faller ist in Deutschland Hauptforscher für „Robbi, Tobbi“. Sein Anliegen ist es, die jüngere Generation für diese Geschichten zu begeistern.

Markus Dorner, Leiter des Museums für PuppentheaterKultur skizzierte in seiner Laudatio die Anfänge des Puppenspiels im WDR mit Armin Maiwald. Dazu gehören der Hohnsteiner Kasper und der Spatz vom Wallraffplatz, die beide auch im PuK zu bewundern sind.

Nach seiner Meinung passt eine Sendung wie „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ - entgegen der Meinung mancher Verantwortlichen des Fernsehens - auch heute noch in die Zeit. „Die Geschichten sind dramaturgisch sauber und in gemessener Zeit erzählt.“

Nach den offiziellen Worten gehörte die Bühne dem Ehrengast des Tages, Armin Maiwald, dem Vater der Maus und Produktionsleiter bei „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“. Er schildert, dass es von der Vorbereitung bis zum Ende der Produktion vier Jahre gedauert hat. So nahm er sich vor, die Haare bis zum Produktionsende nicht mehr schneiden zu lassen - und trug am Ende einen Pferdeschwanz, der dann öffentlich auf dem Wallraffplatz abgeschnitten wurde.  Seine Ehefrau trug zu dieser Zeit übrigens „raspelkurze“ Haare, was in der damaligen Zeit zu einigem Aufsehen führte.

In der Robbi-Tobbi Produktion arbeiteten mehrere Puppenspieler mit unterschiedlichen Puppenarten (Marionetten, Detailpuppen, Handpuppen etc.). Die Adaption an das Fernsehbild machte diesen Aufwand erforderlich.

So mussten vielfach von einer Einstellung zur nächsten die Puppen gewechselt werden, ohne dass es für den Zuschauer wahrnehmbar wurde.

Das Fernsehteam musste sehr oft technisch improvisieren, um den Puppenspielern die Arbeit einfacher zu gestalten. So entwickelte man eine Wendeltreppe, deren Stufen nach oben weggeklappt wurden, damit die Marionetten agieren konnten.

Armin Maiwald erklärte die damals erstmals in einer Kindersendung eingesetzte Stanztechnik. Die Aufnahmen wurden vor blauem Hintergrund gedreht, der später ausgestanzt  und durch ein anderes Bild (Hintergrund) ersetzt wurde.

Das ganze Team bestand aus „Pionieren, die den ersten Nagel in den Baum gekloppt haben, an den die anderen dann ein Bild hängen konnten“.

So erzählte er auch von den abenteuerreichen Dreharbeiten zur dreieckigen Burg „Plumpudding Castle“. Nach dem Original in Schottland wurde sie als Modell im Maßstab 1:3 gefertigt. Dennoch maßen die Türme 10 Meter Höhe. Im Wasser sollte sie stehen; mit einer Verbindung zum Land. Die Dreharbeiten in Deutschland fanden - ganz schottisch - in der Eifel statt. Das THW assistierte, die Burg mit Pontons auf dem Rurtalsee zu installieren. Zunächst musste allerdings erst eine Straße zum See gebaut werden… In der Nacht vor dem Beginn der Dreharbeiten kam ein Sturm auf und trieb die Burg in die Mitte des Sees. Alle aus dem Team mussten helfen, die Burg zu retten. (Diese wunderbare Episode ist als Bonusmaterial auf der DVD „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ enthalten, die man auch im PuK käuflich erwerben kann.)

Nach der Präsentation nahm sich Armin Maiwald, begleitet von der Maus, Zeit, die Autogrammwünsche seiner jungen und junggebliebenen Fans zu befriedigen.

Eingerahmt wurde dieser Tag mit drei ausverkauften Vorstellungen von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ vom Theater con Cuore (Virginia & Stefan P. Maatz).

Foto: Obere Reihe (v.l.n.r.): Dr. Jürgen Hardeck, Markus Dorner; Untere Reihe (v.l.n.r.): Andrea Manz, Annette Schneider, Martin Faller, Armin Maiwald, Maus, Robbi und Tobbi

 

Die Maus, Robbi, Armin Maiwald und Tobbi

Die Maus

Stefan P. Maatz (Theater con Cuore) und Armin Maiwald

Markus Dorner, Stefan P. Maatz (Theater con Cuore) und Armin Maiwald