Haus der Stadtgeschichte

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von links: Dirk Gaul-Roßkopf,  Rosemarie Bungert-Niklas,Helmut Bungert, Franziska Blum-Gabelmann und Professor Dr. Markus Fuchs.

Über die Vermittlung des Stadtarchivs ist eine über 200 Jahre alte Familienbibel bei den Nachfahren des  Auswanderers Valentin Lauermann, einem Landwirt aus Planig, aus den USA zurückgekehrt. Lauermann ging 1843 nach Cincinati (USA). Dort kam Markus Fuchs.  Professor für Geographie,  in seiner Assistentenzeit an der Universität in Cincinnati durch Zufall in den Besitz der Bibel. Auf der Suche nach den Besitzern landete er bei Stadtarchivarin Franzsika-Blum Gabelmann, die den Kontakt zum Planiger Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf herstellte. Gaul-Roßkopf kennt Helmut Bungert und Rosemarie Bungert-Niklas. Valentin Lauermann war der Ur-Ur-Großonkel des Geschwisterpaares aus Planig.

Zum Termin der Übergabe hatten die beiden den Originalbrief mitgebracht, den der Auswanderer Valentin Lauermann im Oktober 1843 seinem Bruder Simon (Ur-Ur-Großvater der Bungerts) nach Planig geschickt hatte.

Eine Frage beschäftigte die Gesprächsrunde ganz besonders. Warum nimmt man eine so schwere und sperrige Familienbibel mit?, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Auswanderer auf die Seereise in die Vereinigten Staaten nur ganz wenig Gepäck mitnehmen durften. „Die Bibel war ein wichtiger Bezug zur alten Heimat und ein moralischer Halt in der Fremde“, so Franziska Blum-Gabelmann