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Wenn ein Virus die Welt verändert: Corona Reporter interviewen Covid-Infizierte


Im Team der AJK wurden digitale Freizeitangebote entwickelt, um die Kinder und Jugendlichen der Stadt weiterhin zu erreichen und sie in dieser so schwierigen Zeit zu unterstützen. Besonders hervorzuheben ist hier das Projekt „Corona Reporter“, 2020 noch als „Jugendreporter“ bekannt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Projektes hatten schon einige journalistische Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten gesammelt und wünschten sich eine digitale Fortführung ihres Projektes.

Aus den Jugendreportern wurden so die Corona Reporter, die von Covid-Infizierte digital interviewten und sie nach ihrem Erleben der Erkrankung, der Quarantäne und ihren Long Covid-Erfahrungen befragten. So entstanden authentische, bewegende und eindrucksvolle Portraits von Betroffenen, die immer wieder davor mahnten, die Erkrankung ernst zu nehmen und die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel zu setzen. Das Besondere an den Interviews sind die Vielfalt der Erkrankungsbilder und das Alter der Betroffenen, das von 20 bis 60 reicht.

Ausstellungen im Impfzentrum und im Haus der Stadtgeschichte

Um möglichst viele Leserinnen und Leser zu erreichen, beschlossen die Jugendlichen, die Projektverantwortliche von der AJK, Seren Evisen, und die Koordinierungsstelle, die Interviews in Form einer Wanderausstellung in der Region bekannt zu machen. So konnten die Besucher des Impfzentrums Bad Sobernheim auf den Bildschirmen vor Ort die Interviews mit Covid-Betroffenen lesen und in den Schaufenstern des Hauses der Stadtgeschichte wurde informiert, wie Erkrankte ihre Quarantäne empfanden und wie befremdlich für sie „Verharmloser“ der Erkrankung sind.

Neben der Reife und Professionalität der jugendlichen Reporter, die mit großem journalistischen Geschick und Empathie die Interviews führten, ist auch die gelungene Kooperation der Akteure vor Ort zu unterstreichen. Die Organisation der Ausstellung in den einzelnen Institutionen lief einwandfrei und erreichte viele Menschen, die sich basierend auf Betroffenenberichten aus der Region ein eigenes Bild von der Erkrankung machen können.

Moderne Jugendsozialarbeit im Digitalzeitalter angekommen

„Das Projekt Corona Reporter ist ein gutes Beispiel dafür, wie flexibel und professionell moderne Jugendsozialarbeit im digitalen Zeitalter angekommen ist und wie gemeinsam mit jungen Erwachsenen und Jugendlichen passende Bildungsformate ausgearbeitet werden können“, sagt Christopher Karras.

Das Projekt „Corona Reporter“ wird im Rahmen des Programms JUGEND STÄRKEN im Quartier durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Mehr Infos und Kontakt: Interessierte an dem Projekt können sich bei seren.evisen@ajk-kulturzentrum.de melden.

Foto: Collage Corona Reporter