Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, sind die aktuell 50 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge für die Hilfesuchenden da. Die Gespräche dauern im Durchschnitt rund 30 Minuten und decken ein breites Spektrum ab: von Einsamkeit und familiären Konflikten über Sinnfragen und Zukunftsängste bis hin zu Suizidgedanken. Auch alltägliche Sorgen finden hier stets ein offenes Ohr. Alle Gespräche sind streng vertraulich; sowohl die Anrufenden als auch die Ehrenamtlichen bleiben anonym.
„Die TelefonSeelsorge ist ein stiller und dennoch sehr wichtiger Dienst. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Verunsicherung, Einsamkeit oder gesellschaftliche Spannungen erleben, ist ein solches niedrigschwelliges Gesprächsangebot wichtiger denn je. Ich bin sehr froh, dass es dieses Angebot und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten in unserer Stadt gibt. Sehr gerne habe ich daher mein Wochenmarktgespräch genutzt, um auf die Arbeit der TelefonSeelsorge aufmerksam zu machen, das Angebot bekannter zu machen und möglichst viele Menschen zu erreichen“, sagt Oberbürgermeister Emanuel Letz.

Um diesen anspruchsvollen Dienst leisten zu können, absolvieren die Ehrenamtlichen eine umfassende, kostenlose Ausbildung. Diese findet an zwölf Samstagen statt und bereitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv auf die Gesprächsführung in emotionalen Belastungssituationen vor. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Voraussetzungen sind Einfühlungsvermögen, Sprachfähigkeit und echtes Interesse am Gegenüber. Auch nach der Ausbildung werden die Aktiven durch regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen unterstützt.
Die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück mit Sitz in Bad Kreuznach ist eine ökumenische Einrichtung in gemeinsamer Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan und des Bistums Trier. Ratsuchende erreichen die TelefonSeelsorge jederzeit kostenfrei unter den bundesweit einheitlichen Telefonnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Wer sich für eine Ausbildung und die ehrenamtliche Mitarbeit interessiert, kann sich per E-Mail an ts.nahe-hunsrueck@ekir.de oder telefonisch unter 0671-35088 melden. Weitere Informationen gibt es unter www.telefonseelsorge-nahe-hunsrueck.de
Foto (v.l.): Vanessa Guhr, Sabine Stierle, Leitrinnen der TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück, OB Emanuel Letz. Foto: Stefanie Otto
