Kulturdezernent Mirko Helmut Kohl eröffnete vor einem interessierten Publikum am ersten Sonntag im Oktober die Ausstellung mit den besonderen Darstellungen von unterschiedlichsten Heiligen. „Die Ikone ist eine bildgewordene Botschaft des Glaubens, die durch die Jahrhunderte geht und immer wieder neu erfahren wird. Insofern ist die Ikone ein wichtiges Kommunikationsmittel – da sie eine Botschaft trägt, muss sie auch leicht verstanden werden.“
Jürgen Gericke führte tiefergehend in die Thematik der Ikonenmalerei ein und erläuterte, dass die Erstellung einer Ikone eine besondere Tradition und Technik verlangt, auch um mit den teuren Materialien wie Blattgold und anderen mineralischen Farben das Göttliche abzubilden. Die Perspektive ist dabei für den Betrachter unerwartet: die abgebildeten Heiligen betrachten uns, nicht wir sie.
Im Rahmen der Ausstellung wird Jürgen Gericke für das Museum eine eigene Ikone der Heiligen Hildegard von Bingen erschaffen. Museumsleiter Marco van Bel freut sich auf diese Erweiterung und das ein drittes Werk eine Verbindung zu dieser bedeutenden Persönlichkeit in der Sammlung des Museums Schlosspark herstellen wird.
Am 17. Oktober gibt es die Gelegenheit dem Künstler beim Erschaffen dieser Hildegard-Ikone im Museum über die Schulter zu schauen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Alle, die sich selbst einmal auf dem Gebiet der Ikonenmalerei ausprobieren wollen, finden in der Ausstellung außerdem Informationen zu einem Ikonenmalkurs.
Foto (v.l.n.r.): Museumsleiter Marco van Bel, Ikonenmaler Jürgen Gericke, Kulturdezernent Mirko Helmut Kohl
Foto: G. Schmidt
