Am 9. und 10. November 1938 kam es auch in Bad Kreuznach zu schweren Gewalttaten, die sich gezielt gegen die jüdische Bevölkerung richteten. Die Synagoge wurde geschändet und geplündert, Wohnungen und Geschäfte jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden verwüstet und zerstört. Weiterhin kam es zu schweren Übergriffen, Demütigungen und Inhaftierungen jüdischer Einwohner.
Das diesjährige Gedenken wird von verschiedenen Akteuren getragen. Ansprachen halten Oberbürgermeister Emanuel Letz sowie der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Valeryan Ryvlin. Aktiv mitgestaltet wird die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern der IGS Sophie Sondhelm sowie der Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Für den musikalischen Rahmen sorgt der Chor der jüdischen Gemeinde unter der Leitung von Tatjana Feigelmann. Das traditionelle jüdische Totengebet „El Male Rachamim“ spricht Alexander Zakharenko.
Die Stadt Bad Kreuznach lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen und für ein friedliches Miteinander zu setzen.
Archivfoto: Der Gedenkstein in der Mühlenstraße. Foto: Isabel Gemperlein
