Was im Sommer 2021 mit einem Gründungskapital von 10 Millionen Euro und einer einzigen Stelle begann, hat sich zu einem leistungsstarken Mobilitätsdienstleister entwickelt. Heute sichert die KRN mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den täglichen Nahverkehr in der Region.
Zahlen und Fakten zum Unternehmen
Die KRN bedient den Busverkehr der Region auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratkilometern zwischen Kirn und Mainz. Das Liniennetz umfasst 87 Buslinien mit insgesamt 1.818 Haltestellen. Jährlich werden rund 14,4 Millionen Fahrplankilometer zurückgelegt, wovon 7,2 Millionen Kilometer durch Subunternehmer erbracht werden. Die Flotte besteht aus 160 Fahrzeugen.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit geht das Unternehmen voran: Im Oktober 2024 ging der erste Elektrobus an den Start. Mittlerweile sind fünf moderne E-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs.
Stabilisierung des Betriebs und positive Umsatzentwicklung
Nach der herausfordernden Betriebsaufnahme ist es der KRN gelungen, den Fahrbetrieb kontinuierlich zu stabilisieren. Die Zahl der Fahrtausfälle konnte in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Die Betriebsstabilität liegt seit Ende 2024 zwischen 98 und 99,9 Prozent.
Wirtschaftlich verzeichnet die KRN ebenfalls eine stabile Entwicklung. Die Einführung des Deutschland-Tickets im Mai 2023 sowie die Umstellung der Schulwegkostenträger auf das D-Ticket im September 2023 haben zu einer positiven Umsatzentwicklung beigetragen und die Einnahmestruktur im Bereich der Zeitkarten nachhaltig verändert.
Ausbildung und neuer Betriebshof
Um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen, setzt die KRN erfolgreich auf die eigene Ausbildung. Seit 2023 wurden kontinuierlich Auszubildende eingestellt. Die KRN ist inzwischen der größte Ausbilder für Fachkräfte im Fahrbetrieb in Rheinland-Pfalz. Erste Auszubildende haben ihre Ausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen und sind dem Unternehmen erhalten geblieben.
Ein zentrales Zukunftsprojekt ist der Neubau des E-Bus-Betriebshofs in Wörrstadt, wo derzeit der erste E-Bus-Betriebshof in Rheinland-Pfalz entsteht. Baubeginn war am 6. Februar 2026, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Baukosten belaufen sich auf 10,5 Millionen Euro. Nach Fertigstellung sollen drei der bisher neun KRN-Standorte aufgrund befristeter Mietverträge nach Wörrstadt umziehen.
Ausblick auf 2027
Für 2027 ist die Übernahme der Stadtbusverkehre in Ingelheim vorgesehen. In diesem Zusammenhang soll auch die Stadt Ingelheim als vierter Gesellschafter in die KRN aufgenommen werden. Zudem wird die Übernahme des Stadtverkehrs Bingen derzeit diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Elektromobilität: Die Zahl der E-Busse soll auf 69 Fahrzeuge steigen. Damit würde die KRN über die größte E-Bus-Flotte in Rheinland-Pfalz verfügen.
Stimmen zum fünfjährigen Bestehen:
Emanuel Letz, Oberbürgermeister der Stadt Bad Kreuznach und KRN-Aufsichtsratsvorsitzender: „Die Gründung der KRN vor fünf Jahren war eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung der beteiligten Kommunen. Wir haben die Mobilität und die Daseinsvorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger wieder in die eigene Hand genommen. Trotz der anfänglichen Hürden beim Betriebsstart zeigt die Bilanz heute ganz deutlich: Die Kommunalisierung war der richtige Weg. Die KRN ist zu einer verlässlichen Säule des täglichen Lebens in unserer Stadt und der gesamten Region geworden.“
Bettina Dickes, Landrätin des Landkreises Bad Kreuznach: „Mit der Gründung der KRN vor fünf Jahren haben wir als Landkreis bewusst die Weichen für einen zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr gestellt – und diese Entscheidung zahlt sich aus. Die KRN gibt uns die Eigenständigkeit, die wir brauchen: bei der Fahrplanmitgestaltung und -anpassung, bei Sonderverkehren und nicht zuletzt bei der schrittweisen Umstellung auf klimafreundliche Busse. Immer mehr Menschen nutzen unser Angebot, Dörfer gewinnen an Lebensqualität und Unternehmen binden ihre Mitarbeiter über das Jobticket an die Region. Dass auch weitere kommunale Aufgabenträger wie die Stadt Ingelheim von unserem Konzept überzeugt sind und sich engagieren möchten, bestätigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg – für die Mobilität der Menschen und für die Attraktivität unseres Landkreises."
Thomas Barth, Landrat des Landkreises Mainz-Bingen: „Die Geschichte der KRN ist eine Geschichte von Mut, Engagement, Wachstum und dem gemeinsamen Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr in unserer Region zukunftsfähig zu gestalten. Mit inzwischen 160 Fahrzeugen – darunter die ersten Elektrobusse – und neun Standorten sorgt die KRN täglich für Mobilität in der Region.“
Steffen Wolf, Kreisbeigeordneter des Landkreises Mainz-Bingen: „Die KRN wächst auch als Arbeitgeber kontinuierlich: Aus einer einzigen Stelle ist bis heute ein Unternehmen mit insgesamt über 349 Vollzeitäquivalenten geworden – besetzt von Fahrerinnen und Fahrern, Mitarbeitenden in Werkstätten und Verwaltung, Auszubildende und Partnerunternehmen. Sie alle haben dazu beigetragen, die KRN in kurzer Zeit zu einem leistungsfähigen und verlässlichen Mobilitätsdienstleister zu entwickeln.“
Uwe Hiltmann, Geschäftsführer der KRN: „Hinter uns liegen fünf Jahre intensiver Arbeit, in denen wir aus dem Nichts ein modernes Verkehrsunternehmen aufgebaut haben. Besonders stolz bin ich auf die Stabilisierung unseres Fahrplans und die enorme Reduzierung der Fahrtausfälle. Mit dem Einstieg in die E-Mobilität und dem Neubau des Betriebshofs in Wörrstadt stellen wir die Weichen für die Zukunft der KRN.“
Foto: Stellen auf der Pressekonferenz die Entwicklung der KRN in den vergangenen fünf Jahren vor (v.l.): Uwe Hiltmann, Bettina Dickes, Steffen Wolf, Emanuel Letz. Foto: Isabel Gemperlein
