In den vergangenen Jahren ist die Zahl der verbalen und körperlichen Übergriffe auf Bedienstete des Kommunalen Vollzugsdienstes auch in Rheinland-Pfalz spürbar gestiegen. Die Bodycams sollen nun dazu beitragen, kritische Situationen bereits im Vorfeld zu entschärfen.
„Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität“, erklärt Dezernent Mirko Helmut Kohl. „Die Erfahrung zeigt, dass allein das sichtbare Tragen einer Kamera eine deeskalierende Wirkung auf potenzielle Aggressoren hat. Wir wollen damit nicht nur unsere Einsatzkräfte besser schützen, sondern auch die Hemmschwelle für Angriffe erhöhen.“
Die Einführung der Bodycams erfolgt unter strenger Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen. Die Kameras werden nicht dauerhaft aufzeichnen. Eine Aufnahme erfolgt nur dann, wenn eine konkrete Gefahr für die Einsatzkräfte oder Dritte besteht oder wenn es zu einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit kommt. Die betroffenen Personen werden – sofern es die Situation zulässt – vor Beginn der Aufzeichnung darauf hingewiesen.
„Wir setzen die Bodycams als präventives Instrument ein“, betont die neue Leiterin des Ordnungsamtes Tina Werner. „Das Ziel ist es, Konflikte zu vermeiden, bevor sie eskalieren. Sollte es dennoch zu einem Vorfall kommen, dienen die Aufnahmen zudem der Beweissicherung, was für die rechtliche Aufarbeitung von Übergriffen von entscheidender Bedeutung ist.“
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KVD, die mit einer Bodycam ausgestattet werden, haben eine intensive Schulung durchlaufen. Diese umfasste nicht nur die technische Bedienung der Geräte, sondern insbesondere auch rechtliche Aspekte sowie taktische Verhaltensweisen zur Deeskalation.
Die Einführung der Bodycams ist ein weiterer Baustein in der Strategie der Stadt Bad Kreuznach die Arbeitsbedingungen für den Kommunalen Vollzugsdienst zu verbessern und die Sicherheit in der Stadt nachhaltig zu stärken.
Der Kommunale Vollzugsdienst ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet zuständig. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Überwachung der Einhaltung städtischer Satzungen, die Gefahrenabwehr sowie die Unterstützung der Polizei bei gemeinsamen Einsätzen.
Foto (v.l.): Beigeordneter Mirko Helmut Kohl, Vollzugsbeamtin Lisa Hellwig, die Amtsleiterin des Ordnungsamtes Tina Werner, Vollzugsbeamter Jonas Wagner, Abteilungsleiter des Kommunalen Vollzugsdienstes Jörg Keil. Foto: Anika Theobald
