Brandeinsätze: Vielfältige Herausforderungen
Die Feuerwehr wurde zu 173 Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen gerufen. 30 ausgelöste private Rauchmelder stellten sich als technische Fehlalarme heraus. Insgesamt 30 Zimmer-, Küchen-, Wohnungs-, Keller- und Gebäudebrände mussten gelöscht werden. Dazu zählten im Januar ein Kellerbrand in der Schlossgartenstraße und ein Küchenbrand in einer Dachgeschosswohnung in der Hofgartenstraße. Im Februar brannte eine Wohnung in der Steingasse. Im Juni griff in der Carl-Schurz-Straße ein Feuer von Großraummülltonnen auf die Fassadendämmung über und zerstörte Badezimmerfenster von drei Wohnungen, wodurch Rauch und Feuer eindringen konnten. Alle Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen.

Im November kam es nach einer Explosion zu einem Gebäudebrand in der Hackenheimer Straße in Bosenheim. Eine Person erlitt schwerste Brandverletzungen. Das Gebäude war nach den Löscharbeiten wegen Einsturzgefahr nicht mehr betretbar, wodurch mehrere Menschen ihre Wohnung verloren. Ebenfalls im November brannte es im Thekenbereich der Gaststätte Holzwurm in der Mannheimer Straße; ein Rauchmelder warnte die Bewohner, die das Gebäude unverletzt verlassen konnten. Ende November wurde ein Küchenbrand Am Hintzenböhl in Planig schnell gelöscht. Im Dezember brannte es in einem Wohnzimmer in der Pfalzstraße. Hausbewohner meldeten Brandgeruch; ein Rauchwarnmelder war nicht zu hören. Der Mieter der betroffenen Wohnung konnte nur noch tot geborgen werden. Ende Dezember brannte es an einer Heizungsanlage im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Viktoriastraße; alle Bewohner blieben unverletzt.
Zusätzlich wurden 22 Brandnachschauen durchgeführt. 14 Flächen-, Hecken- und Waldbrände wurden gelöscht, darunter der größte Einsatz Mitte Juni auf der Gans mit vier gleichzeitigen Brandstellen und einer Brandfläche von knapp 1.500 m² in steiler Hanglage. Hierbei erwiesen sich neu angeschaffte Materialien zur Waldbrandbekämpfung als hilfreich. Im Juli brannte eine Grasfläche von etwa 800 m² An der Lindenmühle. Neun Fahrzeugbrände, fünf Kaminbrände, 46 unklare Rauchentwicklungen und 40 Kleinbrände wurden ebenfalls bekämpft. Die Drehleitern, Tanklöschfahrzeuge und Sonderfahrzeuge der Stadt wurden auch überörtlich eingesetzt, beispielsweise bei Gebäudebränden in Dörrebach und Monzingen.
Hilfeleistungseinsätze: Technische Unterstützung und Rettung

Im Bereich der Hilfeleistung wurden 132 Amtshilfeeinsätze für Polizei und Rettungsdienst durchgeführt, darunter Türöffnungen, Personenrettungen aus unwegsamem Gelände sowie Tragehilfen, teilweise mittels Drehleiter. Zehn Personen wurden aus Aufzügen befreit, acht aus Zwangslagen gerettet, und eine Person drohte zu springen. Die Feuerwehr führte 23 Tierrettungen durch und bewältigte 25 Einsätze wegen Wasserschäden.
Bei 25 Verkehrsunfällen waren die Einsatzkräfte gefordert. Ein Beispiel war ein Unfall auf der B 41, bei dem ein PKW gegen Fahrbahnabteiler fuhr und auf dem Dach liegen blieb, was eine Kettenreaktion mit sechs weiteren Fahrzeugen auslöste. Im Juni erlitt ein Fahrer auf dem Weg nach Bad Münster einen medizinischen Notfall, fuhr gegen einen Baum und musste bewusstlos im Fahrzeug reanimiert und nach Absturzsicherung geborgen werden. Im Juli musste nach einem Zusammenstoß auf der B 428 eine Fahrertür aufgespreizt werden, um einen verletzten Fahrer zu befreien.
Elf Einsätze betrafen gemeldeten Gasgeruch, Gasaustritt oder ausgelöste CO-Melder. Zwei kleinere Gefahrstoffeinsätze und zehn Einsätze zur Aufnahme ausgelaufener Betriebsstoffe wurden abgearbeitet. Drei größere und 50 kleinere technische Hilfeleistungseinsätze, darunter die Beseitigung umgestürzter Bäume und loser Objekte nach Unwettern sowie das Lenzen von Kellern nach Starkregen, wurden durchgeführt. Eine spektakuläre Wasserrettung fand im November am Elisabethenwehr statt, bei der fünf mit einem Ruderboot gekenterte Jugendliche per Rettungshubschrauber aus der Nahe gerettet wurden. Vier Einsätze wegen Öl auf Gewässern wurden ebenfalls bewältigt.
Neben den zahlreichen Einsätzen absolvierten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute diverse Ausbildungsdienste und hielten sich durch das Durchlaufen der Atemschutzübungsstrecke fit.
Neue Mitglieder willkommen: Die Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach freut sich über neue Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, den Kreuznacher Flämmchen sowie in der aktiven Wehr. Auch der Förderverein unterstützt die Arbeit der Wehr, insbesondere im Bereich der Jugendarbeit. Interessierte können sich gerne bei Wehrleiter Michael Seibel unter Telefon 0671/862-0 melden.
Quelle: Alexander Jodeleit, Pressewart Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach; Großes Foto: 700. Einsatz der Feuerwehr Bad Kreuznach im Dezember 2025
