Dabei ging den Zivilkräften gegen 16:30 Uhr auf dem Salinenplatz ein Elektrokleinstfahrzeugführer ins Netz, welcher ohne gültige Versicherungsplakette in der für den Fahrzeugverkehr gesperrten Fußgängerzone unterwegs war.
Nachdem der Fahrer dem Anhaltesignal der Zivilstreife zunächst Folge geleistet hatte, versuchte sich dieser in der anschließenden Identitätsfeststellung fußläufig der Maßnahme zu entziehen. Sein Elektrokleinstfahrzeug, welches bislang zu keinem Zeitpunkt für den Straßenverkehr zugelassen und versichert war, ließ er dabei an der Kontrollörtlichkeit zurück.
Wenige Minuten später klickten jedoch die Handfesseln, als der Flüchtige durch eine für die Fahndung hinzugezogene uniformierte Streife des kommunalen Vollzugsdienstes in der Wormser Straße entdeckt und festgehalten wurde. Die Beamten des Vollzugsdienstes konnten so die Identität des Flüchtigen feststellen und das Elektrokleinstfahrzeug sicherstellen.
Gegen den 20-Jährigen wird nun Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz gestellt. Einen weiteren Fluchtversuch konnten die eingesetzten Kräfte am Abend gegen 19:20 Uhr unterbinden. Anwohner meldeten eine Gruppe augenscheinlich jugendlicher Personen im Kurpark in Bad Münster, welche gemeinsam Cannabis konsumieren würden.
Als sich die Kräfte in Zivil der Personengruppe näherten konnte diese Beobachtung bestätigt werden. Zusammen mit einer weiteren Streife sollte in einer Identitätsfeststellung das Alter der Mitglieder der Gruppe festgestellt werden, um mögliche Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz aufzudecken.
Als die Personengruppe durch die Streife angesprochen wurde, ergriffen zwei Mitglieder der Gruppe fußläufig die Flucht. Einer der beiden Flüchtigen bewarf die Einsatzkräfte mit einer gefüllten Getränkedose und traf einen Beamten am Kopf und verletzte diesen leicht. Der Flüchtige konnte noch im Kurpark gestellt werden.
Bei einer Durchsuchung konnten die eingesetzten Kräfte eine nicht geringe Menge an Cannabis, die einer ersten Messung nach die erlaubte Menge von 25 Gramm weit überstieg, aufgefunden werden. Ersten Anhaltspunkten nach führte die Person knapp 90 Gramm Cannabis mit sich.
Da der Verdacht besteht, dass die tatsächliche mitgeführte Menge die Schwelle in den Straftatbereich überschritten haben könnte, wurde der Sachverhalt der Polizeiinspektion Bad Kreuznach übergeben.
Als die eingesetzten Kräfte daraufhin routinemäßig den Bürgerpark am Amtsgericht in der Dürerstraße kontrollierten, stellte ein weiterer Jugendlicher sein Glück auf die Probe und versuchte sich ebenfalls einer Kontrolle zu entziehen.
Auf seinem technisch veränderten Elektrokleinstfahrzeug raste der 14-Jährige den Bürgerpark mit überhöhter Geschwindigkeit von den uniformierten Kräften davon.
Die Beamten des Kommunalen Vollzugsdienstes waren dem Flüchtigen jedoch einen Schritt voraus. Der Jugendliche fuhr der in der angrenzenden Seitenstraße wartenden Streife direkt in die Arme. Dort leistete der Flüchtige erheblichen Widerstand, so dass zwei weitere Streifen der Verkehrsüberwachung zur Unterstützung herangezogen wurden.
Nachdem der Widerständler überwältigt werden konnte stellten die Beamten bei einer Durchsuchung neben einer nicht verkehrsfähigen Elektrozigarette und einem Springmesser auch das technisch veränderte Elektrokleinstfahrzeug des Flüchtigen sicher. Der Jugendliche hat sich nun ebenfalls wegen mehreren Ordnungswidrigkeitenverfahren und einer Strafanzeige zu verantworten. Ein weiteres Elektrokleinstfahrzeug fiel den eingesetzten Beamten auf, da dieses bei der Verkehrskontrolle auf bis zu 41 km/h beschleunigte.
Auch dieses wurde durch die eingesetzten Kräfte sichergestellt. Im gesamten Verlauf des Dienstes konnten die eingesetzten Kräfte insgesamt 22 Verstöße durch Elektrokleinstfahrzeuge und Radfahrer in der Fußgängerzone und im Bürgerpark ahnden, zwei technisch veränderte Elektrokleinstfahrzeuge, ein Elektrokleinstfahrzeug ohne gültigen Versicherungsschutz sowie mehrere Elektrozigaretten und ein weiteres, als gestohlen gemeldetes, Elektrokleinstfahrzeug sicherstellen.
Ordnungsdezernent Mirko Helmut Kohl hält regelmäßige Kontrollen für notwendig, um den Schutz der Menschen, die sich in der Öffentlichkeit an die Regeln halten, zu gewährleisten. "Dabei stellen wir fest, dass die Herausforderungen an die Ordnungskräfte wachsen, Widerstand durch kontrollierte Personen nimmt zu. Gleichzeitige Kontrollen in Uniform und in Zivil an neuralgischen Punkten führen durchaus zu Erfolgen, wie die gestrige Bilanz zeigt. Den Mitarbeitenden gebührt für die nicht immer ungefährlichen Einsätze unser Dank", so Kohl.
Foto: Stadt Bad Kreuznach
