Ungezählte Patientinnen und Patienten sind ihm sehr dankbar, dass sie als Rheumakranke durch die Radontherapie ihre Schmerzen lindern konnten“, so der OB. Sanitätsrat Dr. Hans Jöckel leistete 2004 mit seinem Rat und Sachwissen Aufbauhilfe bei der Wiederaufstellung des ehemaligen Radonbades Schlema (seit 2005 Bad Schlema /Sachsen), wo seine Leistung bis heute in bester Erinnerung ist. Er engagierte sich bei der internationalen Arbeitsgemeinschaft der europäischen Radonheilbäder, wirkte an internationalen Symposien mit und brachte seine Sachkenntnisin deren medizinischen Beirat ein.
Zwar 1930 in Sobernheim geboren, legte Jöckel aber viel Wert drauf, dass er „ein Kreuznach Bub“ ist, wie er bei seiner Verleihung der Ehrenbürgerschaft im September 2020 im Großen Kursaal betonte. Hans Jöckel studierte Medizin an den Universitäten Mainz und Innsbruck. Nach seinem Studium kam er an die Rheumaklinik in Bad Kreuznach, die unter der Leitung der Uniklinik stand. Hier machte er sich in seiner Funktion als Oberarzt einen Namen als Rheumatologe. Dr. Hans Jöckel arbeitete 50 Jahre lang von 1964 bis 2014 in Bad Kreuznach als Vertragsarzt. In der Gesellschaft engagierte es sich vielfach. Er war Ehrenvorsitzender der Ärztekammer Koblenz, Ehrenamtsrichter am Sozialgericht Mainz und Vorstandsmitglied des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes und saß im Presbyterium der Paulusgemeinde. Als Mitglied des Stiftungsrates Viktoriastift war er maßgeblich daran beteiligt, die Klinik durch einen Übergang an das Landeskrankenhaus zu retten und damit ein wichtiges Standbein des Reha-Standortes Bad Kreuznach zu erhalten.
Für seine Verdienste wurde Dr. Jöckel mehrmals ausgezeichnet: Bundesverdienstkreuz, Johannes-Müller-Medaille der Bezirksärztekammer Koblenz, Ehrenmedaille und Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Kreuznach.
„Unsere Anteilnahme gilt insbesondere dem Sohn und der Tochter sowie den beiden Enkelkindern Hans Jöckels“, spricht der OB der Familie sein Beileid im Namen des Stadtrates und der Bürgerschaft aus.
Sanitätsrat Dr. Hans Jöckel nach der Verleihung der Ehrenbürgerschaft. Archivfoto: Hansjörg Rehbein
