Inklusive ganzheitliche Assistenten an Grundschulen (INGA)

INGA

Mit dem Konzept INGA an Bad Kreuznacher Grundschulen und Kitas soll durch eine systematische Unterstützung der Schulen und Kitas in Kooperation mit den Lehrkräften und Fachkräften der Kitas ein inklusives Unterrichts- bzw. Gruppengeschehen gefördert werden. Hierbei sollen Kinder mit Teilhabeeinschränkungen so unterstützt werden, dass ihre Entwicklungspotentiale frühzeitig erkannt und gefördert werden und ihre Eigenständigkeit gezielt aufgebaut wird. Um dies zu erreichen, wird gemeinsam mit der Einrichtung daran gearbeitet, die Klassen- und Unterrichtssituation bzw. das Gruppensetting so zu gestalten, dass Kinder nicht stigmatisiert sind, sondern sich alle Kinder zugehörig zur Gemeinschaft fühlen.

Das Kohärenzgefühl, also das Gefühl von Zugehörigkeit, kann nachweislich dazu beitragen, die Entwicklung der Kinder zu fördern und so auch die psychische Gesundheit im Sinne der Salutogenese maßgeblich beeinflussen.

Das Konzept beinhaltet infrastrukturelle und einzelfallbezogene Maßnahmen. Es handelt sich sozusagen um ein „Mischkonzept“, welches die Leistungserbringung einerseits aufgrund einer Infrastrukturlösung als auch auf Basis eines individuellen Rechtsanspruchs gewährt.

Nicht das Kind sollte sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. (Maria Montessori)

Somit können Kinder schon sehr frühzeitig von den zur Verfügung stehenden Unterstützungen des Infrastrukturmodells profitieren und innerhalb kurzer Zeit eine Unterstützung erhalten. Aktuell sind die Wege und Prozesse sehr lang und es dauert etwa 1- 1 ½ Jahre bis Kinder Eingliederungshilfe erhalten.

Es sollte jedoch auch immer sichergestellt sein, dass das standardisierte Hilfeplanverfahren bzw. Gesamtplanverfahren durch den Sonderdienst des Jugendamtes durchzuführen ist.

Mit dem Konzept der INGA an Schulen und Kitas handelt es sich um ein innovatives Konzept und es bietet die Möglichkeit durch die Jugendhilfe einen Beitrag zur inklusiven Schulentwicklung zu leisten, was durch die Einzelfallhilfen nur in geringem Ausmaß möglich ist.

Letztendlich wird es von der Qualität und auch Quantität des Angebotes abhängen, ob zu dem Inklusionskonzept in den Einrichtungen weitergehende Anträge auf Integrationshilfen außerhalb des Konzeptes notwendig sind. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn Kinder schwere Beeinträchtigungen haben, die im Rahmen des Infrastrukturmodells nicht abzubilden sind oder zudem körperliche oder geistige Beeinträchtigungen vorliegen.

Dies ist ein Konzept zur Wegbereitung der angestrebten „großen Lösung“ der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe.

Wenn wir uns nicht verändern, wachsen wir nicht. Wenn wir nicht wachsen, leben wir nicht wirklich. (Anatole France)

Hilfe zur Barrierefreiheit

  • Allgemein

    Wir sind bemüht, unsere Webseiten barrierefrei zugänglich zu gestalten. Details hierzu finden Sie in unserer Erklärung zur Barrierefreiheit. Verbesserungsvorschläge können Sie uns über unser Feedback-Formular "Barriere melden" zukommen lassen.

  • Schriftgröße

    Um die Schriftgröße anzupassen, verwenden Sie bitte folgende Tastenkombinationen:

    Größer

    Strg
    +

    Kleiner

    Strg
  • Tastaturnavigation

    Verwenden Sie TAB und SHIFT + TAB, um durch nächste / vorherige Links, Formularelemente und Schaltflächen zu navigieren.

    Verwenden Sie ENTER, um Links zu öffnen und mit Elementen zu interagieren.