„Rheuma ist wie ein Puzzle: Erst aus vielen einzelnen Teilen entsteht ein Gesamtbild“, erklärt PD Dr. Wolfgang Merkt, Chefarzt des Rheumazentrums Rheinland-Pfalz. Denn eine rheumatische Erkrankung lässt sich selten an einem einzelnen Befund erkennen. Erst das Zusammenspiel von Beschwerden und Symptomen, körperlicher Untersuchung, Laborwerten, Bildgebung, Krankheitsverlauf und dem Ansprechen auf die Therapie ermöglicht eine genaue Einordnung.
Rheuma ist dabei weit mehr als „schmerzende Gelenke“. Entzündliche Gelenkbeschwerden stehen zwar häufig im Vordergrund, rheumatische Erkrankungen können aber auch Haut, Lunge, Herz, Nieren oder andere Organe betreffen – manchmal machen sie sich dort sogar zuerst bemerkbar. Auch die Behandlung hat sich stark weiterentwickelt: Heute stehen moderne Medikamente zur Verfügung, die gezielt in fehlgeleitete Immunprozesse eingreifen. Dadurch lassen sich viele rheumatische Erkrankungen wirksamer und gezielter behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern.
Der Rheuma-Summit bringt Betroffene, Angehörige, Selbsthilfegruppen sowie medizinische Expertinnen und Experten zusammen. Vorträge, Informationsstände, Führungen und Mitmachaktionen schaffen Raum für Austausch, Aufklärung und Vernetzung. Ziel ist es, Wissen verständlich zu vermitteln, neue Perspektiven zu eröffnen und die rheumatologische Versorgung in Rheinland-Pfalz sichtbar zu machen.
Alle Angebote sind kostenfrei und öffentlich zugänglich. Zwischen 11 und 16 Uhr informieren Expertinnen und Experten im Haus des Gastes in halbstündigen Vorträgen über moderne Diagnostik und Therapie, Bewegung, Ernährung und den Alltag mit Rheuma. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prävention: Das brandneue Kochbuch des Rheumazentrums gibt praxisnahe Anregungen für eine ausgewogene Ernährung. Wie wichtig Bewegung ist und wie sie sich in den Alltag integrieren lässt, vermitteln unsere Therapeutinnen und Therapeuten an ihren Informationsständen und bei den Mitmachaktionen. Informationsstände von Anbietern aus der Gesundheitswirtschaft und von Selbsthilfegruppen ergänzen das Programm und laden zum persönlichen Austausch ein.
Weitere Stationen mit Informationsangeboten sind die Karl Aschoff Klinik, das Akutzentrum und die Rheumatologische Ambulanz. Wer die verschiedenen Stationen besucht und seine Stempelkarte füllt, kann attraktive Preise gewinnen – darunter einen Besuch in der Kältekammer, das neue Kochbuch des Rheumazentrums und einen Aufenthalt in der Crucenia Therme.
Im Kurpark ergänzen weitere Informationsstände das Programm. Für Kinder ist bei geeignetem Wetter eine Hüpfburg vorgesehen.
Rheuma-Summit – Dialogtag 2026
- Haus des Gastes, Kurhausstraße 22–24
- Akutzentrum, Kaiser-Wilhelm-Straße 9–11
- Karl Aschoff Klinik, Kaiser-Wilhelm-Straße 19a
- Kurpark, Kurhausstraße 28
Text: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH / Rheumazentrum Rheinland-Pfalz
Foto: Karl-Aschoff-Klinik, Foto: Walter P. Lhotzky
