Chronologie Kreuznacher Stadtwerke
1926: Es begann mit der Gründung der Städtischen Betriebs- und Verkehrsgesellschaft Bad Kreuznach GmbH (StBVG) am 23.06.1926 und Übernahme der Stromversorgung (in Personalunion mit Rhein-Nahe-Kraftversorgung GmbH Bad Kreuznach, Tochtergesellschaft RWE). Der erste Unternehmenssitz war das zweistöckige Gebäude Am Kornmarkt 6. Techniker hatten Büros, Werkstätten und Lager am Gaswerk in der Mühlenstraße und im Omnibusbetriebshof in der Alzeyer Straße.
1936: In diesem Jahr wird auch die Gasversorgung an die StBVG übertragen. Zudem wird die StBVG Träger der Wasserversorgung.
1945: Das Gaswerk ist nach Bombenangriffen lieferunfähig. Nach Wiederherstellung des Gaswerks wurde eigenes Gas wieder produziert. Der Bedarf kann dennoch nicht gedeckt werden und es wird zusätzliches von der Saar Ferngas AG bezogen.
1957: Das Wirtschaftswunderjahr - die Stadtwerke benötigen täglich 60 000 kWh Strom. Das Versorgungsgebiet umfasst rund 53 100 Menschen, darunter 36 800 Kreuznacher, 7 000 Amerikaner und 9300 Einwohner in rheinhessischen Orten. Vor dem Krieg gab es 204 elektrische Lampen in städtischen Straßen, jetzt 530 Straßenlaternen. (Heute 2026: über 5 000 Straßenlaternen)
1965: Der Aufsichtsrat beschließt den Neubau des Bürogebäudes in der Kilianstraße 9 und des Hallenbades. Das Gaswerk in der Mühlenstraße wird abgerissen.
1979: Das Gasnetz wird erweitert, damit alle Stadtteile und Ortsgemeinden in der Region mit Erdas versorgt werden können. Erdgas wird nicht mehr aus Holland und Norddeutschland sondern von Russland und aus der Nordsee bezogen.
1983: Antrag des Abrisses des Städtischen Elektrizitätswerkes Alzeyer Straße/Ringstraße.
1987: Bau des Wasserwerks in Frei-Laubersheim.
1989: Das zentrale Wasserwerk Stromberger Straße wird in Betrieb genommen.
1993: Die Erträge werden durch die Bereiche Bus und Bad weitgehend aufgezehrt.
1994: Die Städtische Betriebs- und Verkehrsgesellschaft wird zum heutigen Konzern umstrukturiert. Durch die Aufnahme neuer Gesellschafter, RWE AG und Saar Ferngas AG kann die Verschuldung zurückgeführt werden.
1999/2000: Entkeimung des Trinkwassers mit Chlordioxid wird durch acht UV-Entkeimungs-anlagen ersetzt.
1999: Die Liberalisierung des Strommarktes bringt große wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. Damit enden die Versorgungsmonopole und es entsteht ein Kampf um Marktanteile und es findet ein Verdrängungswettbewerb statt. Kunden können ihren Stromanbieter frei wählen. Als Folge des Energiewirtschafsgesetzes haben die Stadtwerke ab April 1999 Stromhandel und Netzbetrieb getrennt.
2000: Der Erdgas-Markt wird auch liberalisiert. Die Kreuznacher Verkehrsgesellschaft wird verkauft.
2005: Die Photovoltaikanlage Herrenwald auf dem Kuhberg wird in Betrieb genommen.
2012: Inbetriebnahme der neuen Enthärtungsanlage im Wasserwerk Stromberger Straße. Damit wird das Trinkwasser von vorher etwa 19 Grad deutscher Härte auf jetzt 12 Grad deutscher Härte reduziert.
2014: Der Windpark in Fürfeld wird komplett ans Netz angeschlossen.
2021: Alle Privathaushalte werden mit Öko-Strom versorgt. Die naheChangers App startet, zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxid in der Region und es beginnt die jährliche Baumpflanzaktion in der Region. Bis heute wurden 5800 Bäume im Kreuznacher Stadtwald gepflanzt.

2026: 100 Jahre Kreuznacher Stadtwerke (Städtische Betriebs- und Verkehrsgesellschaft)
Die Kreuznacher Stadtwerke starten in das Jubiläumsjahr mit einem neuen Bürgerbeteiligungsprogramm. Alle (volljährigen) Bürgerinnen und Bürger können sich ab dem 2. März 2026 mit einem Mindestbetrag von 1.000 Euro an den Energieprojekten der Kreuznacher Stadtwerke beteiligen. Die maximale Beteiligungssumme beläuft sich auf 25.000 Euro pro Person und die Mindestlaufzeit beträgt fünf volle Kalenderjahre.
Dafür gibt es eine feste Basis-Verzinsung von 3,5% p.a., eine attraktive Geldanlage in Form eines qualifizierten Nachrang-Darlehens. Wer NaheSTROM- und/oder NaheGAS Kunde der Kreuznaher Stadtwerke ist, oder dies mit Zeichnung eines Beteiligungsvertrages wird, erhält eine besonders attraktive Rendite in Höhe von 4% p.a.
Veranstaltungen im Jubiläumsjahr
Sonntag, 22. März: Tag der offenen Tür im Wasserwerk: Von 10 bis 15 Uhr können Groß und Klein bei einem Rundgang durch das Wasserwerk die Trinkwasseraufbereitung bis zum großen Hochbehälter mit seinem gigantischen Wasserreservoir besichtigen. Mit Essen und Getränken werden die Gäste vom Deutschen Roten Kreuz versorgt. Das Maskottchen Eddy ist zu treffen, es gibt Kinderschminken, Wasserexperimente und vieles mehr.
Samstag, 26. September: Jubiläumsfest 100 Jahre Kreuznacher Stadtwerke: Die Kreuznacher Stadtwerke feiern ihr 100-jähriges Jubiläum auf dem Kornmarkt. Dort war 1926 der erste Unternehmenssitz. An diesem Tag werden Mitmachstationen, Spiel und Spaß rund um die Themen Energie und Wasser im Vordergrund stehen.
Im Jubiläumsjahr möchten die Kreuznacher Stadtwerke möglichst viele Stromkästen in der Region verschönern. Interessierte Schulklassen und Initiativen können sich gerne unter kommunikation@stadtwerke-kh.de melden.
Zahlen, Daten, Fakten
Trinkwasser
36 eigene Brunnen und 29 eigene Quellen
Trinkwassernetz rund 500 km im Versorgungsgebiet
2024 Abgabe: 4,54 Mio. Kubikmeter Trinkwasser
Strom
2024 Abgabe: 144 Mio. kWh
Mittelspannungsnetz 210 km und 3,6 km Freileitung
Niederspannungsnetz 575 km und 100 km Freileitung
Erdgas
2024 Abgabe: 338,8 Mio kWh
Mitarbeitende: aktuell 165 Beschäftigte
Text und Fotos: Kreuznacher Stadtwerke; Foto ganz oben: Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke im Jahr 1952 am Kornmarkt 6
