Integriertes Verkehrsentwicklungskonzept (IVEK) Fortschreibung 2026

Im Zuge der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans wird auch das Integrierte Verkehrsentwicklungskonzept (IVEK) aktualisiert. Dafür werden das heutige Verkehrsgeschehen, bestehende Maßnahmen und künftige Entwicklungen erneut in den Blick genommen. So schafft die Stadt eine aktuelle Grundlage, um Mobilität auch künftig alltagstauglich, sicher und zukunftsfähig zu gestalten.
SIE SIND GEFRAGT !
Mobilitätsbefragung Bad Kreuznach
Wir sind alle jeden Tag mobil - ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Um für Sie in den kommenden Jahren weiter zuverlässige und attraktive Mobilitätsangebote planen und umsetzen zu können, soll unser Verkehrsentwicklungskonzept fortgeschrieben werden.
Hierzu benötigen wir eine aktuelle Datengrundlage.
Daher bittet Sie Herr Oberbürgermeister Letz um Ihre Teilnahme an der Mobilitätsbefragung.
Um das Mobilitätsangebot bestmöglich zu planen, führt das Institut T.I.P. Marktforschung die Befragung zusammen mit der INOVAPLAN GmbH im Auftrag der Stadt Bad Kreuznach durch.
Die T.I.P. Marktforschung ist zwischen 9:30 Uhr und 17:00 Uhr unter 0651 94800-0 für Fragen zur Umfrage selbst erreichbar. Sie können sich auch per E-Mail an Mobilitaetsbefragung_Bad_Kreuznach@tip-web.de wenden.
Bei allen anderen Fragen zum Stand der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungskonzeptes Bad Kreuznach oder zum Projekt „Gesamtfortschreibung Flächennutzungsplan“ wenden Sie sich bitte direkt an die entsprechende Fachabteilung der Stadt Bad Kreuznach:
Stadtverwaltung Bad Kreuznach
Stadtbauamt, Abteilung Stadtplanung und Umwelt
Ursula Hawig
Viktoriastraße 13
55543 Bad Kreuznach
Tel. 0671 800-742
stadtplanung@bad-kreuznach.de
MACHEN SIE MIT!
Nehmen Sie uns einen Tag lang mit durch Ihre Alltagswege und füllen das Wegetagebuch aus. Als Dankeschön verlosen wir Gutscheine für die Bäderbetriebe und andere kulturelle Einrichtungen der Stadt.
Hier geht es zur Teilnahme:

Alternativ nutzen Sie bitte den QR-Code. Dort erhalten Sie alle Informationen zur Befragung und können sich zur Teilnahme anmelden.
Alternativ sind die Befragungsunterlagen im Rathaus in Papierform erhältlich. Wir bitten sie, die ausgefüllten Unterlagen dann entweder per Post an uns zurück zu senden oder diese alternativ im Rathaus wieder abzugeben.
Datenschutzhinweis: Ihre Daten werden ausschließlich im Rahmen der Mobilitätsbefragung genutzt und anonymisiert ausgewertet. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie auf der Befragungsseite.

Integriertes Verkehrsentwicklungskonzept (IVEK) 2016
Was ist das IVEK?
Das Integrierte Verkehrsentwicklungskonzept (IVEK) ist ein strategisches Planwerk, mit dem die Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung in Bad Kreuznach für die kommenden zehn bis 15 Jahre gesteuert werden soll. Das IVEK wurde ab 2014 federführend vom Dortmunder Gutachterbüro Planersocietät im Auftrag der Stadtverwaltung ausgearbeitet. Der über 200 Seiten starke Bericht erfasst den Ist-Zustand des Bad Kreuznacher Stadtverkehrs und beschreibt Entwicklungs- und Verbesserungsmöglichkeiten. Das IVEK wurde im Juli 2016 vom Stadtrat beschlossen und wird seitdem sukzessive von der Verwaltung umgesetzt.
Warum war das IVEK nötig?
Der bisher gültige Gesamtverkehrsplan aus dem Jahr 1997 war letztmalig 2006 fortgeschrieben worden. Seitdem haben sich die städtebaulichen und wirtschaftlichen Faktoren in der Stadt jedoch stark verändert. Zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern sollte deshalb ein neuer, ganzheitlicher und „integrierter“ Verkehrsplan entwickelt werden. „Integriert“ bedeutet, dass erstmals alle Verkehrsarten gleichberechtigt berücksichtigt werden, das heißt neben dem motorisierten Individualverkehr auch Fußgänger, Radfahrer und der ÖPNV.
Wer hat das Konzept erarbeitet?
Bei der Erarbeitung eines umfassenden Verkehrskonzepts sind viele Akteure und Interessen in Einklang zu bringen. Das Herzstück des IVEK war daher die breit angelegte Bürgerbeteiligung. Dazu gehörten in einem ersten Schritt eine Haushalts-, Kurgäste- und Touristenbefragung zum individuellen Mobilitätsverhalten. In einem zweiten Schritt folgten Workshops, in denen Bürger, Institutionen, Verbände, Behörden und die Politik gemeinsam die Ziele für die langfristige Verkehrsentwicklung in Bad Kreuznach entwickelten.
Zu welchen Ergebnissen kommt das IVEK?
Das Ergebnis der Bürgerbefragungen war wenig überraschend: Das Auto ist das bevorzugte Fortbewegungsmittel in Bad Kreuznach. Dabei sind die meisten Ziele im Stadtgebiet innerhalb eines Radius von zwei Kilometern erreichbar. Das birgt große Potenziale für den ÖPNV sowie für den Fuß- und Radverkehr. Zentrales Anliegen des IVEK ist daher die Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt hin zur stärkeren Nutzung der umweltverträglichen Verkehrsmittel. Letzteren soll bis 2030 mehr Raum im Straßenverkehr zur Verfügung stehen.

Die fünf zentralen Ziele des IVEK:
- Gleichberechtigte Teilhalbe aller Verkehrsteilnehmer
- Nahmobilität fördern
- Erreichbarkeit sichern
- Kfz-Verkehr verträglich gestalten
- Verkehrssicherheit weiter erhöhen
Insgesamt will die Stadt Bad Kreuznach mit dem IVEK einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität leisten. Dies soll vor allem durch die Verringerung der verkehrsbedingten Belastungen (Staus) erreicht werden.
Wie soll der Verkehr bis konkret 2030 aussehen?
Ein wesentlicher Teil des IVEK ist der umfangreiche Maßnahmenkatalog mit über 130 Einzelmaßnahmen, die, zusammengenommen, die Verkehrsführung und das Aussehen der Stadt in bestimmten Bereichen grundlegend verändern sollen. Folgende „integrierte“ Planfälle, die mehrere zentrale Maßnahmen kombinieren, wurden dazu als mögliche Lösungen entwickelt.
Planfall 1+: Verkehrsberuhigung der Salinenstraße und Umbau des Salinenplatzes mit intensiver Förderung des ÖPNV und des Radverkehrs
Planfall 2b: „Ost-West 2.0“ mit Verkehrsberuhigung der Salinenstraße und Umbau des Salinenplatzes
Planfall 3b: Ausbau des Kohlewegs mit Verkehrsberuhigung der Salinenstraße und Umbau des Salinenplatzes
Am positivsten bewertet wird der Planfall 2b, der die sogenannte Ost-West-Verbindung 2.0 versieht, eine optimierte, stadtverträglichere Verbindung entlang der Bahn.
Was wird aktuell getan?
Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit daran, die rund 160 Maßnahmen des Integrierten Verkehrsentwicklungskonzepts (IVEK) entsprechend einer Prioritätenliste umzusetzen. Rund ein Drittel der Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder werden gerade verwirklicht. IVEK wird dabei nicht als geschlossenes Konzept betrachtet, sondern kontinuierlich überprüft und angepasst.
Maßnahmen, die bisher verwirklicht wurden (Beispiele):
- Tempo-30-Geschwindigkeitsbeschränkungen, z.B. in der Rüdesheimer Straße/Hochstraße („Sicheren Schulwege“) und in der Ringstraße
- Sitz- und Spielrouten, z.B. vom Eiermarkt bis zum Kornmarkt
- Anschaffung von E-Fahrrädern und E-Autos für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie ein E-Car-Sharing-Parkhaus (Stadtwerke)
Maßnahmen, die 2018/2019 angegangen wurden:
a) Fußverkehr
- Bau und Ausbau von Querungsanlagen und Zebrastreifen, z.B. in der Viktoriastraße, Wöllsteiner Straße/Schabenheimer Weg sowie an Kreisverkehren
b) Radverkehr
- Anlage von Schutzstreifen, z.B. in der Planiger Straße, sowie Ausbau des Radwegenetzes, z.B. Radkomfortroute Ippesheim-Bad Kreuznach und Bad Münster-Bad Kreuznach
- Anlage von Fahrradständern, z.B. am Eingang der Fußgängerzone (Kreuzstraße/Bourger Platz)
c) ÖPNV
- Optimierung der Anschlüsse Bus-Bus und Bus-Bahn
- Barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen
d) Querschnittsthemen
- Bewohnerparken in Gustav-Pfarrius-Straße und im Bereich John-F.-Kennedy-Straße/Dürerstraße
Das prominenteste Beispiel für die Umsetzung der Ziele des IVEK ist der neue Mobil- und Infopunkt am Bahnhof. Um die Mobilitätsstation an das Radwegenetz anzubinden, entstehen derzeit Radwege in der Wilhelmstraße und auf dem Europaplatz.

