Schmökern und Surfen – Gedrucktes und Digitales:  

Stadtbibliothek entwickelt sich als Medienzentrum ständig weiter


Mediathek oder Bibliothek? Dem Leiter der Stadtbibliothek, Stefan Meisel ist das eine so lieb wie das andere. Für beides ist die Stadtbibliothek bestens ausgestattet. Die klassischen Ausleiher können unter 70.000 Medien auswählen, davon 10.000 digital. Nicht nur die Ausleihzahlen sind gestiegen um sechs Prozent auf 289.000 im Jahr 2025. Besonders erfreut ist Meisel über die steigende Zahl bei den täglichen Besuchern (530 pro Tag waren es im Vorjahr). Erst kürzlich waren es an einem Samstag 540 Besucherinnen und Besucher in den drei Stunden der Öffnungszeit. „Ein Beleg dafür, dass die Bibliotheken für viele mittlerweile der dritte Ort nach dem Zuhause und dem Arbeitsplatz sind, an dem die Menschen gerne verweilen.“ Dabei verweist er auf Untersuchungen von Soziologen. 

Seit dem Jahr 2012 mit dem Einführen der Onleihe hat sich die Bad Kreuznacher Stadtbibliothek als Medienzentrum stetig weiterentwickelt.  90.000 elektronische Titel und 170.000 Exemplare wie e-Books, e-Hörbücher und e-Learning-Programme, die abgerufen werden können. Vom Kleinkind bis zum Senior, vom Migranten, der Deutsch lernt, bis zum Professor, der Spezialliteratur bestellt, sind alle Alters- und Bevölkerungsgruppen Kunden in der Stadtbibliothek. Bibliothekskunden können das unabhängige Journalistenportal Riffreporter als seriöse Nachrichtenquelle nutzen. Schülerinnen und Schüler haben mit dem Lernportal Sofatutor kostenlos Zugriff auf Lernvideos und interaktive Übungsaufgaben. Kinder tummeln sich in der Tigerbook-App, um die Geschichten ihrer Lieblingshelden herunter zu laden. Musikfreunde haben über ihren Bibliothekausweis kostenlosen Zugriff auf Rock, Pop, Klassik, Jazz, Weltmusik und auf viele andere Musikrichtungen. Das Programm nennt sich freegalmusic. 

Kundenbindung betreiben Meisel und sein Team mit einem breit gefächerten Veranstaltungskalender (Theater, Lesungen, Vorträge, Kabarett, Bilderbuchkino etc.) 

für Erwachsenen und Kinder. An jedem letzten Dienstag im Monat bietet die Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit der vhs einen lockeren Medientreff, bei dem man sich über Fragen zur Mediennutzung und Digitalem austauschen kann. 

Stefan Meisel arbeitete in der AG Landesbibliothekzentrum am Bibliotheks-Entwicklungsplan für das Rheinland-Pfalz mit, der in 2025 abgeschlossen wurde.- Dort wurden Leitziele, Handlungsfelder und erforderliche Maßnahmenpakete beschrieben, die bis 2030 realisiert sein sollen. Die Stadtbibliothek bekommt einen zweiten „Glaskasten“, in dem in Ruhe mit Medien gearbeitet werden kann. Das nutzen z.B. Schüler für Hausaufgaben oder Gruppen wie der Kinderschutzbund für Medienprojekte. Demnächst gibt es einen „Makerspace“ in dem mit modernster Digi-Gerätschaft experimentiert werden kann: mit 3D-Drucker, mit einem Plotter, der großformatige Folien herstellt, und VR-Brillen. 

In welcher Medienwelt bewegt sich denn der Stadtbibliothekar Stefan Meisel am liebsten? „In beiden.“ Seine Zeitung liest er mittlerweile digital auf dem Tablet. Doch bei Romanen oder Sachliteratur greift er meistens noch zum Buch. 


Foto: Lesestoff in klassischer Buchform, der digitale Medienkatalog auf dem Bildschirm, der Bibliothekausweis auf dem Smartphone und die Homepage passgenau auf dem Tablet. Der Leiter der Stadtbibliothek, Stefan Meisel, präsentiert die vielfältigen Angebote seiner Einrichtung. Foto: Hansjörg Rehbein

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