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Die Geschichte des Bades
Bild: Freibad Salinental in früheren Jahren

Das neue Salinenbad

Am 12. Juli 1958 eröffnete der damalige Bürgermeister Dr. Gerhard Muhs zu den feierlichen Klängen von Verdis Triumphmarsch die „moderne Anlage zum Schwimmen und Luftbaden“ als eine der am schönsten gelegenen Badeanstalten in ganz Deutschland. Zahlreiche Bad Kreuznacher waren an diesem heißen Sommertag erwartungsfroh zur feierlichen Eröffnung gekommen, um nach dem offiziellen „Gut Nass“ das erste wirkliche Schwimmbad in der Badestadt fröhlich einzuweihen. Schon während der Feier war das Nichtschwimmerbecken bevölkert, im Schwimmerbecken wurden sportliche Wettbewerbe ausgetragen. Für Friedrich Dhein, den damaligen Leiter der VfL-Schwimmabteilung, war dies der „schönste Tag seiner sportlichen Laufbahn“.

Bild: Eröffnung Freibad Salinental 1958

„Einige Tausend schöne Tage mit viel Schwimmvergnügen, Freizeitspaß und Sonnenbaden gab es dort seither“, unterstrich Oberbürgermeister Andreas Ludwig bei der Jubiläumsfeier zum runden Geburtstag im Sommer 2007. Auch mit mehr als 50 Jahren hat das immer noch junge Freibad Salinental nichts von seiner Faszination und Anziehungskraft verloren.


Vor der Einweihung des Freibades hatte der Nahestrand an der Saline Karlshalle zum erfrischenden Bad eingeladen und die Gäste fast wie am Meer mit seiner herrlichen salzhaltigen Luft empfangen. Zunächst befand sich das Salinen-Strandbad nur auf der linken Naheseite. Weil eine Erweiterung am gleichen Ufer nicht mehr möglich war, zog man 1935 das Gelände links der Nahe vor dem Gradierhaus hinzu.

Bild: Badespaß früher am alten Nahestrand

Eine leichte, abzubauende Brücke verband die beiden Teile des Bades. Zur Erholung wurden Liegestühle, Tischtennis und russisches Billard angeschafft, auf dem Eisbrecher der Nahe entstand ein Strandcafé.

Ein Jahr später übernahm die Stadt das bislang verpachtete Bad und richtete eine 50-Meter-Schwimmbahn ein. Die hierfür benötigten Pontons stammten vom „Affekaschde“, dem mit einem Holzgatter umzäunten Nichtschwimmerbereich der ehemaligen Badesanstalt Becker am Kaiser-Wilhelm-Ufer. In den Jahren darauf wurde das Strandbad-Gelände gärtnerisch gestaltet. Es wurde eine Wasserrutschbahn angeschafft, „Wechselkabinen“ und ein Fahrradabstellplatz entstanden, und der Sandkasten am Eingang wurde zum Planschbecken umgestaltet.     

Auch nach der Eröffnung des modernen Freibads blieb der alte Teil des Bades noch einige Zeit für die Freunde des fließenden Wassers in Betrieb.

Bild: Freibad Salinental in früheren Jahren.

Das Kreuznacher Badewesen hat bereits eine lange Tradition: 1871 wurde die erste, für 30 Personen ausreichende Schwimmanstalt auf Kiskys Wörth – der heutigen Kirschsteinanlage – geschaffen, dann entstanden 1880, 1904, 1911 und 1919 weitere private Bäder, bevor das bis 1936 verpachtete und dann städtische Strandbad sowie zuletzt das große Freibad folgten.


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