Demnächst im haus der Stadtgeschichte (46)

So sah die Stadt 1912 aus: Der Pharus=Plan Radium-Sol-Bad Kreuznach


Der Pharus-Plan von Kreuznach wurde von dem in Berlin ansässigen Pharus-Verlag im Jahr 1912 herausgegeben. Das 1902 gegründete Unternehmen hatte sich von Beginn an auf zweckmäßige, klar strukturierte und übersichtliche Stadtpläne spezialisiert. Das Markenzeichen der Pläne waren perspektivische Zeichnungen, die aus den farbig gedruckten Karten realitätsnah hervortraten und das Augenmerk des Betrachters auf besondere Gebäude lenkten.

Auf dem Kreuznacher Stadtplan ist schwerpunktmäßig die Infrastruktur des Radium-Sol-Bades betont. Neben Sehenswürdigkeiten (Kirchen, Denkmäler) und öffentlichen Gebäuden (Stadtverwaltung, Bankhäuser, Theater) sind insbesondere die zentralen Kureinrichtungen der Stadt, also das Kur- und Bäderhaus, Krankenhäuser und Kinderheime wie das Kurkrankenhaus St. Marienwörth oder das Viktoriastift perspektivisch hervorgehoben. Hotels, Pensionen und Gasthäuser sind farblich unterlegt und mit Zahlen versehen. Eine Legende auf der linken Seite des Plans entschlüsselt diese und benennt Hotels und Badehotels der Stadt und deren Position auf der Karte. Dem Betrachter erleichtert diese Art der Darstellung eine schnelle Orientierung. Die Karte ist entfaltet 46 x 25 Zentimeter groß. Sie wurde im Maßstab 1:8500 angefertigt.

Der Pharus-Plan stellt ein wichtiges Zeugnis aus der Geschichte der „Badeindustrie“ vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges dar.

Jetzt noch im Stadtarchiv unter StAKH Bestand 21 Nr. 12.

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