Personal

Durch „Best practice“ voneinander lernen: OB Kaster-Meurer tauscht sich mit Betriebs- und Personalräten aus Bad Kreuznach aus


Die Themen auf der Agenda des mehrstündigen Gesprächskreises waren vielfältig. Vorstellt und diskutiert wurden etwa der „Wissenstransfer“ der Firma Allit, eine mögliche schulübergreifende Praktikumsbörse oder die Talentschmiede des Kommunalen Studieninstituts (KSI) der Stadt Bad Kreuznach. Zahlreich waren auch die Teilnehmer aus Wirtschaft, Bildungs- und Gesundheitswesen: Knapp 20 verschiedene Betriebe aus der Stadt folgten der Einladung der Oberbürgermeisterin, um sich auszutauschen, mögliche Synergien zu entdecken oder künftige Kooperationen zu entwickeln.

Dienstradleasing: Vorteil für Mitarbeiter und Betriebe

Ein besonderer Gast war sicherlich die JobRad GmbH, die mit ihrem hiesigen Partner, dem Fahrradhändler OK E-Bike, das Konzept „Jobrad“ vorstellte. Unter dem Ziel, möglichst viele Arbeitnehmer aufs (Elektro-)Fahrrad zu bringen, bietet das Freiburger Unternehmen in Kooperation mit Fahrradhändlern aus ganz Deutschland Dienstradleasing an. Profitieren können davon beide Seiten: Der Arbeitgeber hat gesündere, ausgeglichene Mitarbeiter und der Arbeitnehmer spart bis zu 40 Prozent der Kosten gegenüber einem Direktkauf. Außerdem kann er das Dienstfahrrad oder E-Bike auch privat nutzen. Konzerne wie Bosch, BMW und die Deutsche Bahn sind bereits Kunden. „Bei Interesse sprechen Sie uns an, wir verhelfen Ihnen zum passenden Dienstrad“, bilanzierte Sven Kriewald, Chef von OK Bikes.

Auf großes Interesse bei den anwesenden Schulen und Betrieben stieß das Thema schulübergreifende Praktikumsbörse. Zwar bieten alle weiterführenden Schulen in Bad Kreuznach auf die ein oder andere Art Informationsangebote zu Praktikum und Ausbildung an, doch die Vernetzung mit den Firmen vor Ort ist ausbaufähig. „Wie kommen die Betriebe an die Schüler, die ein Praktikum suchen, heran?“, stellte Oberbürgermeisterin Kaster-Meurer die zentrale Frage in den Raum. Das Praktikumsportal, das die Verwaltung zwischenzeitig angeboten hatte, wurde wegen geringer Nachfrage durch die Firmen mit dem neuen Internetauftritt eingestellt. Wunsch aller Beteiligten ist es, für freie Praktikumsplätze ein vergleichbares Angebot zur „Nacht der Ausbildung“ zu schaffen.

Stadt gut aufgestellt: Gesundheitswochen, Talentschmiede und Sprachkurse

Auch die Stadtverwaltung präsentierte während des Gesprächskreises Best practice-Beispiele zu Gewinnung, Bindung und Weiterbildung des Personals. Gut angenommen werden die 2018 eingeführten Gesundheitswochen mit Fitnessangeboten, Kochworkshops Vorträgen und Kursen rund um das Thema Gesundheitsprävention. Auch die Talentschmiede des Kommunalen Studieninstituts – eine Instrument zum internen Netzwerkaufbau − und die Sprachkursangebote der Volkshochschule sind „Erfolgsmodelle“ der Verwaltung, die auch andere Unternehmen für ihre Mitarbeiter nutzen können.

„Ich freue mich über die rege Teilnahme und hoffe, dass Sie die hier vorstellten Ideen in Ihre Firmen tragen“, bedankte sich Kaster-Meurer zum Abschluss für den fruchtbaren Ideenaustausch.

An der Gesprächsrunde beteiligten sich die Unternehmen KHS, Allit, Michelin, Schneider Optische Werke, Galeria Kaufhof und Innogy, die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück, das St. Franziskastift und Viktoriastift, die Kreuznacher Diakonie, Kreisverwaltung, DEULA Bad Kreuznach, der Evangelische Kirchenkreis an Nahe und Glan sowie die Schulen BBS, IGS Sophie Sondhelm und die drei Gymnasien.



Foto: Mit dem geleasten Dienstrad zur Arbeit: Ein Vertreter der Freiburger JobRad GmbH erläuterte die Vorteile der Dienstleistung für Arbeitnehmer.

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