klimapositives und stadtnahes Wohnen 

Wohnkonzept der Zukunft: Baubeginn "Solar Quartier" in den Weingärten 


Zunächst baut jedoch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU Bad Kreuznach GmbH drei in das Projekt integrierte Wohnhäuser mit Platz für insgesamt sechs Mietparteien. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zuzug junger Familien und generationenübergreifenden Hausgemeinschaften, die Wert auf eine nachhaltige Quartierslösung legen.

Leuchtturmprojekt mit Modellcharakter

„Wir freuen uns sehr, Teil dieser spannenden Entwicklung von Wohnraum in dieser Stadt zu sein“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zum Start des Baubeginns. „Als Hauptgesellschafterin der Gewobau ist es der Stadt Bad Kreuznach ein großes Anliegen, bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum in einem strukturell attraktiven Umfeld innerhalb des Stadtkerns zu schaffen.“ Die Gewobau nimmt dabei eine wegweisende Rolle ein. „Wir haben uns mit diesem Projekt dazu entschieden, als Vermieter in Bad Kreuznach einen großen Schritt voran zu gehen und dem Wohnen eine neue, nachhaltige Perspektive zu geben“, sagte Karl-Heinz Seeger, Geschäftsführer der Gewobau, zu dem Leuchtturmprojekt. Denn das „Solar Quartier“ hat Modell- und Signalcharakter, auch für Vermieter und Investoren. Für Mieter seien vor allem die günstigen Nebenkosten von Vorteil. Der Mietpreis pro Quadratmeter werde etwa 8,50 bis 9 Euro betragen.

Bereits das Konzept hatte bundesweit Aufmerksamkeit auf sich gezogen. (2. Platz beim Green Tech Award 2018). So hatte die ausführende FUTUREhaus bereits im vergangenen Jahr eine Produktionsstraße in Bad Kreuznach errichtet und lässt alle vorgefertigten Bauteile in nur zwei Kilometer Entfernung produzieren. Das spart teure Transportwege und hält den ökologischen Fußabdruck möglichst klein.

Positiver Effekt auf die CO2-Bilanzierung

Einen nachhaltigen Effekt hat auch die Vernetzung der Photovoltaikdächer der Häuser und die Einspeisung des überschüssigen Stroms in ein gemeinschaftlich genutztes Netz. Möglich wird dies durch eine Pufferbatterie, mit der Energie gespeichert bei Bedarf abgerufen und in E-Mobilität umgewandelt werden kann. Was gut für die eigene Stromrechnung ist, ist auch gut für die Umwelt: Thomas Sapper, Geschäftsführer der FUTUREhaus, rechnet mit einem deutlich positiven Effekt in der CO2-Bilanzierung. Mit Blick auf die vom Bund geplante CO2-Steuer lässt das Unternehmen von der Hochschule Darmstadt derzeit untersuchen, wann dieser Effekt eintreten wird. Sapper rechnet mit dem Break Even bereits 20 Jahre früher als bei konventionell gebauten Häusern.

Durchmischung sorgt für Akzeptanz

Zur nachhaltigen Konzeption komme das attraktive Wohnumfeld.  „Quartierslösungen dieser Art haben wegen ihrer Durchmischung eine sehr große Akzeptanz in der Bevölkerung“, so Sapper. So werden sich nicht nur junge Familien aus Rhein-Main, sondern auch ehemalige Kreuznacher im Solar Quartier ansiedeln. Besonderen Dank drückte Sapper der Stadt Bad Kreuznach in Bezug auf das Genehmigungsverfahren und dem Bauunternehmen Gerharz für Planung und Umsetzung aus. Auch beim Finanzierungspartner, der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG, bedankte sich Sapper. „Wir sind sehr zufrieden, als Kreuznacher Unternehmen eine solche Unterstützung erfahren zu haben“.

Übrigens, das nächste Projekt entsteht in Sprendlingen. Auch hier plant FUTUREhaus ein innovatives Bauprojekt mit mehreren Wohneinheiten. Die Idee ist, ein nachbarschaftliches Wohnkonzept „mit viel Raum zum Leben“ umzusetzen. Dr. Heike Kaster-Meurer und Karl-Heinz Seeger gratulieren zu diesem Schritt. Das neue Projekt knüpfe inhaltlich direkt an das Solar Quartier an.


Foto: Akteure des Solar Quartiers (v. l.): Horst Weyand, Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG (Partner Finanzierung), Thomas Sapper, FUTUREhaus, OB und Hauptgesellschafterin der GEWOBAU GmbH Bad Kreuznach Dr. Heike Kaster-Meurer, Joachim Gerharz, Planung und Umsetzung, Gerharz GmbH Bauunternehmung, Karl-Heinz Seeger, GEWOBAU GmbH Bad Kreuznach 

Text: GEWOBAU GmbH Bad Kreuznach