Ehrenamt und Digitalisierung

"Kreuznach gehört" und Jugendreporter AJK Preisträger bei Landeswettbewerb


„Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft grundlegend und bietet auch dem Ehrenamt viele neue Chancen, die es zu nutzen gilt“, so die Ministerpräsidentin bei der Preisverleihung in der Staatskanzlei. Einfache Apps könnten die Verwaltungsarbeit in Vereinen reduzieren, Chatgruppen und Videokonferenzen vereinfachten die Kommunikation der Mitglieder, die sozialen Medien machten Aktionen auch ohne großes Werbebudget öffentlich. „Diese und andere Beispiele zeigen, wie unsere Vereine und das Ehrenamt von der Digitalisierung profieren können. Solche Möglichkeiten und Ansätze möchte ich mit dem Ideenwettbewerb ‚Ehrenamt 4.0‘ sichtbar machen. Sie sollen andere ehrenamtlich Engagierte ermutigen, sich darauf einzulassen, neue Wege zu erproben und den jeweils richtigen für sich zu finden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In diesem Jahr gingen 53 Bewerbungen und Vorschläge bei der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung in der Staatskanzlei ein. Über die zehn gelungensten Projekte hat eine Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung entschieden. Die ehrenamtlichen Gruppen erhalten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro.

Alternative JugendKultur e.V., Bad Kreuznach - Projekt: Jugendreporter

Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit Juliane Rohrbacher und Detlev Staaden. Fotos: Staatskanzlei RLP/Pullkowski

Ziel des Projekts „Jugendreporter“ ist es, Jugendlichen aus eher bildungsfernen Schichten Schreibfertigkeiten, Sprachfertigkeiten und soziale Kompetenzen zu vermitteln. Während der Corona-Pandemie wurden Schulen geschlossen. Die Jugendlichen hatten jedoch großes Interesse, dass das Projekt fortgesetzt wurde. So entstand die Idee, „Quarantäne“-Interviews zu führen. Quasi aus dem „Home Office“ heraus führten die Jugendlichen Interviews, um zu erfahren, wie andere die „Quarantäne“ erleben. Durch das Projekt verbessern sich nach Aussage der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die schulischen Leistungen.

Kreuznach gehört - Projekt: Öffentliche Stadtrats- und ausgewählte Gremiensitzungen

Kreuznachgehört veröffentlicht seit Anfang des Jahres jede Stadtratssitzung und ausgewählte Gremiensitzungen der Stadt Bad Kreuznach online. Über Kapitelmarker im Video können Zuschauer ganz einfach zu den für sie interessanten Tagesordnungspunkten springen. Den Bürgerinnen und Bürgern ist es durch Kreuznachgehört möglich, die Beschlüsse des Stadtrats zeitsouverän und barrierefrei nachzuhören und sich unmittelbar zu informieren. Durch diese Form der Digitalisierung kann die „breite Masse“ von der Kommunalpolitik erreicht und die politische Partizipation gefördert werden. Ministerpräsidenten Maly Dreyer gratulierte Yuliyan Ilev und Marc Bremmer (Foto oben).


Text: Staatskanzlei Mainz