Aufwand hat sich gelohnt

Jugendförderung zieht positive Bilanz: Das Kinderdorf-light war ein voller Erfolg


Zentrale Anlaufstelle war das Jugend- und Kooperationszentrum „Die Mühle“. Dank der tollen Kooperation mit dem Haus der SeniorInnen konnten die  Kinder ihre Ferien abwechslungsreich beginnen. Eine Absperrung vor dem Haus erleichterte das sorglose Bewegen in Richtung Kirschsteinanlage und ermöglichte verschiedenste Angebote vor der Mühle.

Die Kinder aus Stadt und Kreis Bad Kreuznach waren viel in der Umgebung unterwegs. Sie erkundeten die Parks, testeten Spielplätze, machten Schnitzeljagden und besuchten den Märchenwald in Bad Münster. Als kleine Abkühlung baumelten in diesem Jahr regelmäßig Kinderfüße in der Nahe.

Vor Ort ging es kreativ zu. Es entstanden unter anderem Trommeln aus Tontöpfen, Schalen und Kochlöffel aus Holz; ein Stop Motion Film „Eine magische Reise“ wurde produziert und eine Safttheke gezimmert, an der es köstliche alkoholfreie Cocktails gab. Die Kinder hatten die Möglichkeit, mit reichlich Farben zu experimentieren. Der Vorplatz wurde in Farbe getaucht und Glitzer durfte nirgends fehlen. Das neue XXL-Schach wurde vom ersten Tag an in Beschlag genommen und es gab unter den Kindern hitzige Diskussionen über die nächsten Züge und weiteren Strategien.

Tanzauftritt auf Kornmarkt bringt Spendengelder für "Sea Punks"

Unter Anleitung wurde in einer Gruppe ein Tanz einstudiert, der vor Publikum präsentiert wurde. Die Brücke an den Brückenhäusern diente als Bühne. Viele Zuschauer waren davon begeistert und es rieselten diverse Euros in eine Spendenkiste. Nach dem Auftritt überlegten sich die Kinder mit den Betreuerinnen, was sie mit den Spenden machen wollen, denn mit so viel hatten sie nicht gerechnet. Einstimmig wurde sich für zwei Kugeln Eis pro Kind entschieden. 

Die restlichen Spendengelder von sage und schreibe 90,40 Euro sollen den "Sea Punks" zugutekommen. Bei der Frage, warum das Geld an das Bad Kreuznacher Rettungsprojekt für Flüchtlinge gehen soll, antwortete zum Beispiel Julian: „Weil wir uns alle dafür entschieden haben und damit die Menschen im Meer nicht ertrinken. Und weil wir den Menschen helfen wollen.“

Bilanz der drei Wochen: Der Aufwand hat sich gelohnt! Der Eisvorrat wurde mehrfach aufgestockt, Desinfektionsmittel war ausreichend vorhanden und alle Teilnehmer kennen ihre Stadt ein wenig besser.

Ein großes Dankeschön geht an die geduldigen Nachbarn, das Haus der SeniorInnen, Stadtförster Ralph Barme, Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, das Ordnungsamt, den Bauhof und alle Beteiligten, ohne die das Kinderdorf in diesem Jahr nicht möglich gewesen wäre. 


Foto: Die Kinderdorf-Gruppe der "Avocado SeaPunks" an der Kirschsteinanlage

Text und Foto: Stadtjugendförderung Bad Kreuznach