OB Kaster-Meurer gratuliert Kreuznacher Autorin Andrea Stoll zu Goldener Kamera


„Ich gratuliere Frau Stoll und ihrem ganzen Team ganz herzlich für diesen großartigen Erfolg“, freut sich Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Die im Film aufgegriffenen Themen Emanzipation, Selbstbestimmung und Recht auf Abtreibung seien auch 40 Jahre nach der Filmhandlung aktuell und wichtiger denn je.

In „Aufbruch in die Freiheit“ geht es um Metzgersgattin Erika (Anna Schudt), die sich in den 1970er-Jahren in der Provinz mit ihren Kindern und dem Betrieb abrackert. Als ihr Arzt feststellt, dass sie erneut schwanger ist, gerät sie in Panik. Drei Kinder und die Knochenarbeit überfordern sie schon jetzt. So sieht sie keinen anderen Ausweg, als heimlich in Köln abzutreiben. Das bringt ihr Leben in Gefahr, ihre Ehe mit Gatte Kurt (Christian Erdmann) sowieso. Der zeigt weder für sie noch für ihre Kinder Verständnis.

„Gekonnt verbindet der Film das private Drama mit der Frauenbewegung der 1970er. Die originale Sprache und eine fantastisch punktgenaue Ausstattung lassen den Zeitgeist aufleben, den die Schauspieler brillant interpretieren“, heißt es in der Begründung der Jury. Das Drehbuch stammt von Andrea Stoll, Heike Fink und Ruth Olshan. Regie führte Isabel Kleefeld.

Andrea Stoll wurde 1960 bei Frankfurt geboren. Ihre Arbeiten umfassen zahlreiche Bücher, Essays und Drehbücher. In ihren Sujets wendet sie sich immer wieder gesellschaftspolitisch relevanten, biografisch sensiblen oder tabuisierten Themen zu. Ihre Filme „Und alle haben geschwiegen“ (ZDF, 2013) über das Schicksal von Heimkindern in den 1960er-Jahren und der TV-Zweiteiler „Der kalte Himmel“ (ARD, 2011), der die Geschichte eines autistischen Jungen in einem bayerischen Dorf erzählt, waren vielbeachtete Erfolge.



Foto: © Arne Weychardt/Goldene Kamera

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