Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zeichnete Preisträgerinnen aus


„Ein Kunstpreis in der Heimat ist etwas ganz besonderes“. Katharina Fischborn freute sich, dass sie als Preisträgerin in einer Reihe steht mit Ruth Clemens (1992), Gernot Meyer-Grönhof (1996), Walter Brusius (1999), Frank Leske (2002) und Ursula Reindell (2008). „Freuen Sie sich schon heute auf die Sonderausstellung der Kunstpreisträgerin 2014“, verwies Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer auf die Eröffnung am 3. März 2016. In ihrer Laudatio erinnerte die OB, dass Katharina Fischborn spät im Jahr 1999, erst nachdem ihre Kinder erwachsen waren, mit dem Studium im Fach Zeichnen begann. Als Meisterschülerin belegte sie bei Professor G. Lieser das Fach Umweltgestaltung, um ihren Blick für den größeren Raum in Innen- und Außenbereich zu erweitern. Nach ihrem Diplom im Jahr 2006 erhielt sie noch im selben Jahr den Stadtdruckerpreis der Stadt Mainz für ihre besonderen Leistungen auf dem Gebiet der Präge- und Hochdruckgrafik. „Mit dieser Auszeichnung begann ihr künstlerischer Weg mit zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Beteiligungsausstellungen“, so die OB. „In ihrem Atelier in Langenlonsheim verbindet Frau Fischborn traditionelle graphische Techniken wie den Holzschnitt mit innovativen raumplastischen Konzepten. Sie bearbeitet Hochdruckunikate mit dem Skalpell, so dass Streifen und vielfach durchbrochene Flächen und gitternetzartige Linienstrukturen entstehen. Sie schafft lichtdurchlässige Papiergebilde und raumgreifende Installationen.“

„Sie ist Kopf und Kapitän der Kunstwerkstatt“, lobte die Oberbürgermeisterin die Vorsitzende Renate Ziegler, die für ihr ehrenamtliches Engagement den Sonderpreis erhielt. „Wir alle wünschen uns, dass Mädchen und Jungen frühzeitig angeregt werden, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Dass gleichzeitig kreatives Denken, Improvisationsvermögen und Ausdrucksfähigkeit gefördert werden – Kompetenzen, die auch im späteren Leben eine große Hilfe sind. Diese Förderung der Kinder und Jugendlichen erfolgt an vielen (Bildungs-)Orten in unserer Stadt, aber an einem Ort ganz im Besonderen. In der Jugendkunstschule "Kunstwerkstatt Bad Kreuznach e.V". Renate Ziegler bezeichnete die Kunstwerkstatt als ihr „fünftes Kind“, das immer noch viel Zeit in Anspruch nehme. Sie bedankte sich bei ihrer Familie und bei allen Mitstreitern und Kursleitern für die Unterstützung.

Als Nachwuchspreisträgerin wurde Helena Krell (Lina-Hilger-Gymnasium) von Renate Ziegler und Rainer Storck (Kunstwerkstatt) vorgeschlagen. Eine mutige Zeichnerin, deren Geschichten sich am Menschen und seinen Befindlichkeiten orientieren, so die Begründung und Würdigung der 19-Jährigen, für die die Auszeichnung ein „guter Anfang für ihre künstlerische Laufbahn ist.“ Nach dem Abitur will Helena Krell Illustration studieren.

Die Preisverleihung wurde von Marc Kluschat (Gitarre) und Eva Ender (Gesang), Musikschule Mittlere Nahe, umrahmt.


Foto: Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer (2.v.r.) zeichnete die Preisträgerinnen aus: Katharina Fischborn (Mitte), Helena Krell (links) und Renate Ziegler (rechts). Es gratulierten die Leiterin des Amtes für Schulen, Kultur und Sport, Grit Gigga (2.v.l.), und Museumseiter Marco van Bel.



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