Stiller Gang zum Synagogen-Gedenkstein




„Der Saal der Concordia in der Kurhausstraße diente nach dem Zwangsverkauf an die Stadt ab 1942 als Sammellager für jüdische Mitbürger. Für mindestens 220 Männer und Frauen war dies ihre letzte Station in Bad Kreuznach. Hier begann ihr Leidensweg in die Konzentrations- und Vernichtungslager“, erinnerte Kulturdezernentin Andrea Manz.

Entlang des Weges zum Synagogen-Gedenkstein in der Mühlenstraße hatten Schülerinnen und Schüler  der IGS Sophie-Sondhelm Plakate aufgestellt, auf denen sie Persönlichkeiten für ihren Einsatz für die Menschenrechte würdigten: Nelson Mandela (Bürgerrechte in Südafrika), Malala Yousafzi (Recht auf Bildung für Mädchen in Indien), Natalia Taubina (Recht auf Meinungsäußerung in Russland) und Otto Weidt (Einsatz für jüdische MitarbeiterInnen). Mit ihrem engagierten Rollenspiel („Trau dich, Paps“) forderten sie an der Gedenktafel in der Mühlenstraße zu Zivilcourage im Alltag auf.

An der Gedenkstunde beteiligten sich:

Klasse 9a: Leon Sachse, Ömercan Özdemir, Dilek Gemi, Melek Gemi, Jeffrey Heinen, Margarita Samovefa, Levin Schneider, Noel Becker

Klasse 9b: Jan Erbert, Yannick Herriger, Isabel Odenbreit, Noah Timpe

Klasse 9c: Anna Häusler, Alexandra Maul, Marie Mußmächer, Agata Tomczak, Yeliz Özcan, Margarethe Jenemann, Frederik Vogelsang, Marvin Lüdgen, Dennis Tittes, Sven-Timo Timpe, Jonathan Reimers, Julian Sowka

Klasse 9d: Leonie Degreif, Vanessa Haschke, Elisabeth Brumm, Anna Richter, Jessica Schäfer, Ilenia Ventani

zusammen mit den Lehrerinnen Sandra Glanzmann, Natalie Szymanowski und Sabine Starke.

In ihren Ansprachen vor mehr als 150 Menschen mahnten der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, Valeryan Ryvlin, und Kulturdezernentin Andrea Manz (Foto) zu Respekt und Toleranz: „Wir sind verpflichtet, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu wahren und heutigen Generationen zu vermitteln.“


Foto: Josef Nürnberg, Oeffentlicher Anzeiger

⇒ Rede der Kulturdezernentin Andrea Manz ( pdf-Datei)