Frisch und gut: Vier neue Anbieter auf dem Bad Kreuznacher Wochenmarkt


Aus Waldböckelheim kommt die „SchinkenManufaktur“ nach Bad Kreuznach, um ihre Kunden mit hochwertigen deutschen Schinkensorten einer Erzeugergemeinschaft kleiner Bauernhöfe zu verwöhnen, die in freier Natur schwäbisch-hällische Landschweine aufziehen. Auch österreichische und Spanische Schinken sowie köstliche Würste wie Rohesser und Wildsalami gehören zum Sortiment. Claudia Wild, die davon profitiert, vielen Kunden noch aus ihrer Zeit als Leiterin der Lautenbach-Filiale in der Kreuzstraße bekannt zu sein, ist mit dem Stand ihrer „SchinkenManufaktur“ immer dienstags und freitags auf dem Kreuznacher Wochenmarkt anzutreffen.

Aus Habscheid in der tiefen Eifel bringt der Familienbetrieb „Prümtaler Mühlenbäckerei“ ihr Brot und andere Backwaren aus eigener handwerklicher Produktion an die Nahe. Die meisten der 20 Brotsorten basieren auf natürlich geführtem Sauerteig, der einen besonderen Geschmack und lange Haltbarkeit garantiert. „Unser Stand stößt hier auf reges Interesse“, freute sich Standbetreiber Helmut Hahn schon am ersten Dienstag in Bad Kreuznach. Sein Bruder betreibt etwa 30 rollende Brotgeschäfte, die auf allen wichtigen Märkten anzutreffen sind.

„Delikatessen“ steht am Verkaufswagen von Nicole und Enrico Bachmann, die aus dem rheinhessischen Albig den Wochenmarkt ansteuern. Ob 35 Sorten Käse aus Italien, luftgetrocknete Wildwürste aus Frankreich, edle Öle aus Mauchenheim und Fruchtsäfte aus eigener Produktion. Ob eingemachte Gemüse, herzhaftes Gebäck nach privaten Rezepten, frische und getrocknete Pasta sowie fertig angemischte Risottos – hier finden Feinschmecker alles, was sie für einen genussvollen Abend oder gar ein entsprechendes Wochenende brauchen. Sauerkraut, Gewürzgurken und Würste aus dem Spreewald runden das Sortiment ab. Auch passende Weine haben die beiden Genuss-Experten dabei. Sie hoffen, dass sie dienstags in Bad Kreuznach genauso viele treue Kunden finden werden wie an anderen Tagen in Bingen, Meisenheim und Bad Sobernheim. Nach ihrem ersten Tag auf den Kornmarkt waren sie jedenfalls „schon zufriedener als erwartet“.

„Ich liebe Europa“. Der Kanadier Doug Stewart wanderte von viereinhalb Jahren nach Deutschland aus und ließ sich in Odenbach nieder. Der einstige IT-Spezialist betreibt dort mit seiner deutschen Frau Isabella auf 65 Hektar „Doug`s Farm“. Begonnen hat das Paar mit einer Pferdepension, die sie mittlerweile aufgegeben haben „weil es sich nicht lohnte“. Zunächst bauten sie Obst und Gemüse für den Eigenbedarf an, gleiches galt für Fleisch und Eier. Doch dann fragten immer mehr Nachbarn an, bis das Paar sich entschied, die Erzeugnisse auf dem Markt zu verkaufen, zunächst in Meisenheim und freitags nun auch auf dem Bad Kreuznacher Wochenmarkt. Auch der Regio-Markt in der Hans-Schumm-Straße wird mittlerweile beliefert. „Uns geht es dabei um mehr als Bio“, ist Doug der Tierschutz sehr wichtig. Die schweizer Sanenziegen, die Schafe (Merino und Dorper), die Galloway-Rinder, Gänse und Hühner haben doppelt so viel Platz und Auslauf, wie von den Ökovorschriften eingefordert wird, heißt es in dem Werbeflyer. Im Angebot auf dem Wochenmarkt sind frische Bio-Eier und frische Bio-Hähnchen, Fleisch von Schwein und Gans, saisonal auch Lamm und Rind. Auf Bestellung gibt es Weihnachtsgänse und Enten.


Foto oben: Claudia Wild von der "Schinkenmanufaktur"

Helmut Hahn von der "Prümtaler Mühlenbäckerei"

Helmut Hahn von der "Prümtaler Mühlenbäckerei"

"Delikatessen" von Nicole und Enrico Bachmann

"Delikatessen" von Nicole und Enrico Bachmann

Doug Stewart mit Bio-Eiern und Bio-Fleisch

Doug Stewart mit Bio-Eiern und Bio-Fleisch