Mit gemeinsamer Kraft voran - Tourismusorganisationen verzahnen ihre Zusammenarbeit


Mit dem Inkrafttreten des Gebietsänderungsvertrages zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg stellt sich die Aufgabe, das touristische Marketing, die Gäste­betreuung und das touristische Veranstaltungswesen zu vereinheitlichen und in eine gemeinsame Organisationsform zu überführen. Bislang haben die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH für Bad Kreuznach (GuT) und der Verkehrsverein Rheingrafenstein für die Stadt Bad Münster am Stein-Ebernburg und die Mitglieder aus der Verbandsgemeinde diesen Aufgaben­bereich im Auftrag der jeweiligen Stadt wahrgenommen.

Mit dem Zusammenschluss der beiden Städte fällt der gesamte Aufgabenbereich im Stadtgebiet prinzipiell der GuT zu. Um eine weiterhin  bestehende vertragliche Regelung zwischen der Stadt Bad Münster am Stein-Ebernburg und dem Verkehrsverein zu ersetzen und zudem dessen Kompetenz in Tourismusmarketing und Veranstaltungswesen im Hinblick auf das Zusammenwachsen der beiden touristischen Destinationen dauerhaft zu erhalten, soll der Verkehrsverein zukünftig in einem Teilbereich des Tourismusmarketing als Auftragnehmer der GuT die im Vertrag detailliert aufgeführten Leistungen wahrnehmen.

Bürgermeister Wolfgang Heinrich, der Architekt des neuen Kooperationsmodells und zuständig für Kur und Tourismus, stellte mit dem Vorsitzenden des Verkehrsvereins Stefan Köhl, GuT-Geschäftsführer Dr. Michael Vesper und dessen Kollegen Frank Kaldenbach vom Verkehrsverein die neue Regelung vor, bevor die Vertreter der beiden Organisationen mit Ihrer Unterschrift den Vertrag besiegelten, der am 1.1. kommenden  Jahres in Kraft treten wird und zunächst bis zum 31.12.2019 befristet ist.

„Der Verkehrsverein“, so betont Wolfgang Heinrich, „bleibt für die Gäste und für die Leistungsträger Ansprechpartner im Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg.“ Als Dienstleister im Auftrag der GuT wird er die Tourist-Information im Stadtteil mit einer Gesamtöffnungszeit von mindestens 2000 Stunden im Jahr offen halten und das gesamte Beratungs- und Dienstleistungsspektrum einer Touristen-Information anbieten. Der Verkehrsverein ist weiterhin zuständig für die Durchführung von Veranstaltungen in seinem Stadtteil – wobei die Palette über Vorträge und Konzerte bis hin zu Großveranstaltungen reicht.

Für diese Dienstleistungen erhält der Verkehrsverein aus dem Kurtaxaufkommen in Bad Münster am Stein-Ebernburg einen auf den Personal- und Materialaufwand abgestimmten Betrag von der GuT, die für die gesamte Stadt die Kurtaxe vereinnahmt.

Der Verkehrsverein hat im Jahr 2001 die Aufgabe der aufgelösten Kurbetriebe im Bereich Tourismusmarketing und Veranstaltungswesen übernommen und die Arbeit unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt. Auf diese Weise konnten erfolgreiche Großveranstaltungen wie der Mittelaltermarkt mit Ritterturnier oder der Weihnachtsmarkt fortgeführt werden. Der neue Dienstleistungsvertrag mit der GuT ermöglicht es dem Verkehrsverein, sein Stammpersonal zu halten, ohne dass eine Organisation der Großveranstaltungen nicht denkbar ist. Bei diesen Veranstaltungen handelt der Verkehrsverein allerdings auf eigene Rechnung – die Stadt oder die GuT gehen hier nicht ins Risiko.

Alleinzuständig wird die GuT für alle Bereiche der werblichen Darstellung der Stadt Bad Kreuz­nach mit ihrem Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg sein. Dies betrifft alle Formen der Platzierung und Gestaltung von Anzeigen, Gästeservice, Buchungssysteme und alle anderen Themen, die mit dem Sektor Fremdenverkehr und Kurwesen in Beziehung stehen. Die Geschäftsleitungen der GuT und des Verkehrsvereins stimmen sich regelmäßig über die auf den Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg bezogenen Marketingmaßnahmen ab. „Es gibt keine Doppelstrukturen, der Verkehrsverein nimmt für die GuT Aufgaben wahr, die sie sonst mit eigenem Personal erfüllen müsste“, betont Wolfgang Heinrich.

GuT-Geschäftsführer Michael Vesper, Stefan Köhl und Frank Kaldenbach vom Verkehrsverein betonten, dass diese neue Organisation der Arbeit im Tourismussektor eine konsequente Fortsetzung eines Weges sei, den die beiden Tourismusagenturen der Heilbäder schon vor Jahren beschritten hätten: die immer engere Kooperation, das immer dichtere Netzwerk gemeinsamer Projekte (Gästekarte, Gastgeberverzeichnis, Veranstaltungskalender, Wanderwege usw.) sei nun zu einem förmlichen Vertragsverhältnis ausgestaltet worden. Den noch bestehenden Vertrag mit der Stadt Bad Münster am Stein-Ebernburg, der auch nach der Fusion weiter wirksam ist, kündigte der Verkehrsverein im Zuge der Vertragsunterzeichnung vorzeitig zum 31.12.2014.

(Quelle: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH, 11.7.2014)