Abbruch des Gebäudebestandes Ecke Wilhelmstraße / Pfeiffergasse


  • Wilhelmstraße 27-29 (Eigentümer: Stadt Bad Kreuznach),
  • Pfeiffergasse 4 (Eigentümer: Robeer Scherer),
  • Pfeiffergasse 6 (Eigentümer: Robeer Scherer),
  • Pfeiffergasse 8 (Eigentümer: Stadt Bad Kreuznach),
  • Pfeiffergasse 10 (Eigentümer: Robeer Scherer),
  • Müllergasse 1 (Eigentümer: Robeer Scherer),
  • Müllergasse 3 (Eigentümer: Stadt Bad Kreuznach)

Über den Abbruch des maroden Gebäudebestandes wurde eine Vereinbarung mit Herrn Robeer Scherer getroffen. Die Gesamtkosten für die Abbruchmaßnahme betragen 46.500 €.

Die Stadt bricht alle Gebäude ab und Herr Scherer erstattet die anteiligen Kosten.

Die Entrümpelung der Gebäude und der Ausbau von Fenstern und Leitungen haben bereits begonnen.

Die Gebäude sind Teil des Programmgebietes „Soziale Stadt - Pariser Viertel“.

(Weiter Informationen zum Thema finden Sie auf der städtischen Homepage bad-kreuznach.de unter: „Wirtschaft und Wohnen » Stadtentwicklung und Umwelt » Soziale Stadt“)

Der Name „Pariser Viertel“, …, ist Ausdruck des typischen Bad Kreuznacher Humors. Seit der Jahrhundertwende ist dieser Begriff gebräuchlich beziehungsweise taucht seitdem in Presseveröffentlichungen auch auf (vorher wurde das Viertel „Pfeifferviertel“ genannt, nach dem Erbauer/Planer des Viertels). Das Viertel zwischen Planiger Straße und Bahnhof war schon immer sehr kleinteilig und von Arbeiterwohnungen gekennzeichnet.

Diesen Umstand nahmen die Bad Kreuznacher (vermutlich in der Fastnacht) auf die Schippe und sprachen mit einem Augenzwinkern vom „Pariser Viertel“, also von genau dem Gegenteil. Statt weitläufiger Boulevards und Gründerzeitlichen Villen gab es hier enge und kleinteilige Strukturen. …

Das „historische Pariser Viertel“ … erinnert mit seiner kleinteiligen und engen Bebauung an ein mittelalterliches Quartier. Der Großteil der Bebauung stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auffällig ist, dass einige der Gebäude die komplette Grundstücksfläche einnehmen, so dass diese Gebäude keine private Freifläche besitzen. Vor einigen Gebäuden haben die Bewohner deshalb hölzerne Beetkästen aufgestellt und bepflanzt. Die Bausubstanz ist im Pariser Viertel insgesamt in einem schlechten Zustand (bedingt auch durch das Hochwasser aus den 1990er-Jahren). Bei einigen Gebäuden, deren unmittelbar angrenzende Nachbarhäuser abgerissen wurden, weisen die ehemaligen, jetzt ungeschützten Zwischenwände, schon erhebliche Schäden auf. Dieser Bereich des Pariser Viertels ist durch einen relativ hohen Leerstand gekennzeichnet. In der Pfeiffergasse stehen einige Häuser leer, die in einem sehr schlechten Zustand sind. Eine Häuserreihe mit vier Gebäuden wurde in der Müllergasse bereits abgerissen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist eine Brachfläche zu finden, die ebenfalls einmal bebaut war.

(Auszüge aus: Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt – Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“: Vorbereitende Untersuchung und Integriertes Entwicklungskonzept für das „Pariser Viertel“ in Bad Kreuznach, 2010)

Bestand vor dem Abbruch: Wilhelmstr.

Bestand vor dem Abbruch: Pfeiffergasse

Bestand vor dem Abbruch: Müllergasse