Bahnhofsumbau erst im August 2014 abgeschlossen


Als die Bauarbeiter die Personenunterführung aufgruben, stießen sie auf eine böse Überraschung. Unter den Seitenwänden gab es weit weniger Fundamente als in den Plänen von 1936 eingezeichnet war. „Das führt zu großen Standsicherheitsproblemen“, so Höflich. Die Personenunterführung, die bis zur Bosenheimer Straße verlängert wird, muss daher komplett neu gebaut und nicht, wie ursprünglich geplant, nur tiefer gelegt werden.

Die Oberbürgermeisterin geht davon aus, dass die Deutsche Bahn von der Stadt eine Beteiligung an den Mehrkosten in Höhe von rund zehn Prozent fordern wird. Das wären nach ersten Schätzungen rund 300.000 Euro.  „Wir werden juristisch prüfen lassen, ob wir die finanzielle Mehrbelastung, so wie von der Bahn gefordert, mittragen müssen. Falls ja, hoffe ich, dass sich dieser Betrag nach den Ergebnissen der Ausschreibungen für die Arbeiten noch reduzieren wird. Das ist im Interesse aller drei Vertragsparteien Bahn, Land und Stadt.“ Bislang war der barrierefreie Ausbau der Verkehrsstation mit rund zehn Millionen Euro kalkuliert.

Derzeitiger Zeitplan:

Bis Juni 2013 wird die neue Kabeltrasse am Gleis 1 verlegt.

Im Juli werden an einem Wochenende von Freitag bis Montag die Gleise 1 und 2 voll gesperrt. Mit einem Kran werden die ersten Betonteile in der Unterführung eingebracht.

Im September werden an einem weiteren Wochenende für die nächsten Betonteile die Gleise 3 und 4 voll gesperrt. Die Unterführung wird ab März 2014 bis auf Restarbeiten fertiggestellt sein.

Im Mai 2014 werden die Aufzüge eingebaut, im Juli 2014 folgen dann die letzten Teile des neuen Daches sowie Beläge und Ausstattung.

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer fordert die Bahn auf, die Beeinträchtigungen, die für die Bahnreisenden durch die 14 Monate Verzögerung entstehen, auf ein Minimum zu reduzieren. „Als Kurstadt können wir weder unseren Bürgern noch unseren Gästen weitere 19 Monate den mühevollen Weg mit Gepäck über die provisorischen Holzbrücken ohne Hilfestellungen zumuten. Die Deutsche Bahn muss uns eine akzeptable Lösung vorschlagen“