Stadtverwaltung muss kranke Robinien fällen


Doch seit einigen Jahren verschlechtert sich der Zustand fast aller Robinien in Bad Kreuznach dramatisch, mittlerweile kann man fast von einem Robiniensterben reden. Die Ursachen hierfür sind komplex, einige Gründe sind bekannt, alle Zusammenhänge jedoch noch nicht bis ins Detail erforscht. 

Ein Problem stellt der Befall durch den sogenannten Eschenbaumschwamm dar. Dieser holzzersetzende Pilz verursacht eine Holzfäule in den stärkeren Wurzeln sowie im unteren Stamm. Hat die Fäule den Großteil des Stammquerschnittes zersetzt, ist der Baum nicht mehr standsicher und muss aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

In anderen Fällen ist das Stammholz der Robinie noch intakt, der Baum kann seine Krone trotzdem nicht mehr versorgen, und diese stirbt nach und nach ab. Hierfür kann es mehrere Gründe geben. Eine mögliche Ursache sind Pilze, die die Leitungsbahnen der Bäume befallen. Dadurch kann das Wasser und die darin gelösten Nährstoffe nicht mehr in die oberen Baumregionen vordringen, Wipfeldürre und späteres Absterben sind die Folge.

Die Robinie bildet Wurzelknöllchen und die darin befindlichen Bakterien können Luftstickstoff binden. Die Bedeutung dieser Symbiose wächst mit zunehmendem Baumalter. Auf den städtischen Standorten scheint diese Lebensgemeinschaft jedoch aus dem Gleichgewicht gebracht worden zu sein, jedenfalls wird die Störung dieser Symbiose als weiterer Grund für das Robiniensterben diskutiert.

Aus den genannten Gründen muss die Stadt im Laufe des Winters an folgenden Standorten kranke Robinien fällen:

  • Lina-Hilger-Straße: 4 Bäume
  • Freiherr-vom-Stein-Straße: 2 Bäume
  • Viktoriastraße: 1 Baum
  • Moltkestraße: 1 Baum
  • Europaplatz: 1 Baum
  • Hauptfriedhof: 1 Baum.
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