Sicherheit auf dem Bad Kreuznacher Jahrmarkt


Dafür hat die Stadt Bad Kreuznach ein eigenes Sicherheitskonzept mit Polizei und Rettungsdiensten abgestimmt. Gefahrenszenarien, Einsatzpläne, Fluchtwege, Zuständigkeiten und vieles mehr wurden in einem Arbeitskreis bis ins letzte Detail besprochen und festgelegt. „Da wurde neben Sachverstand viel Fleißarbeit in das Konzept gesteckt“, bedankt sich Ordnungsdezernent Udo Bausch bei allen Beteiligten von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Ordnungsamt, die sich im Zeitraum vom Mai 2012 bis Juli 2013 in drei Workshops und zusätzlichen Treffen mit dem Thema Sicherheit auf dem Jahrmarkt befassten. Als neutraler Moderator und Berater war der TÜV Rheinland zur Unterstützung des Arbeitskreises und zur Steuerung des Prozesses beteiligt.

Die wesentlichen Punkte des Sicherheitskonzeptes für die Besucher sind die Fluchtwege:

  • Die Hauptfluchtwege befinden sich in östlicher Richtung, zum Friedrich-Moebus-Stadion.

  • Ein Fluchtweg befindet sich direkt am Luftkutscherplatz. Es handelt sich hierbei um ein etwa 10m breites Tor, welches sich rechts vom Kölschstand befindet. Über dieses Tor würden die Besucherinnen und Besucher nach rechts, entlang des dort eingerichteten Schaustellercampingplatzes bis auf die Freiflächen des Friedrich-Moebus-Stadions geleitet werden.

  • Ein weiterer Fluchtweg befindet sich im mittleren Bereich des Friedrich-Möbus-Stadions, welchen die Besucher über den Kreuzungsbereich der Schoppestecherstroß/Jakob-Thon-Stroß, entlang des dort platzierten Autoscooter-Betriebes erreichen. Bei diesem Tor handelt es sich um ein etwa 8,5 m breites Tor, welches die Flucht in den Stadionrundweg nach rechts, bzw. nach links ermöglicht.

  • Der Haupteingang und die Johrmarktsbrick können neben den reinen Fluchtwegen auch zur Entfluchtung des Geländes genutzt werden.

  • Die Bahnunterführung des Naheuferwegs wird nicht als Fluchtweg zugelassen, da der Weg sehr unübersichtlich und eng ist und Absturzgefahr in die Nahe besteht. Stattdessen wird auf dem Naheuferweg in Richtung Johrmarktsbrick eine Sammelfläche eingerichtet.

  • Hinter dem Festzelt Jost ist ein weiterer Fluchtweg, welcher in erster Linie zur Flucht, der sich im Zelt befindlichen Besucher dient. Die zuvor genannten Tore sind ständig offen zu halten, bzw. über einen dort eingesetzten Sicherheitsdienst in einer Gefahrensituation unverzüglich zu öffnen. Die Tore dürfen über den gesamten Veranstaltungszeitraum nicht verschlossen werden.

  • Die Fluchtwege zum Stadion werden den Besuchern mittels Fluchtwegbanner deutlich gemacht. Die Fluchtwegbanner werden gut sichtbar über den Straßen auf dem Veranstaltungsgelände angebracht.

Polizei, Ordnungsamt und erstmals ein privater Sicherheitsdienst sind auf dem Jahrmarktsgelände mit Streifengängen verstärkt präsent. Das städtische Jugendamt, unterstützt durch Polizei und Ordnungsamt, beteiligt sich zudem an Jugendschutzkontrollen.

Das Sicherheitskonzept des Kreuznacher Jahrmarkts basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung und wird jedes Jahr neu überarbeitet und fortgeschrieben.

 


Grafik: Festgelände mit den eingezeichneten Fluchtwegen