Wurzeln schlagen im Interkulturellen Garten


Es handelt sich hierbei um die Initiativ-Gruppe „Interkulturelle Gärten“, die im Jahr 2004 im Rahmen der Lokalen-Agenda-Bewegung ins Leben gerufen wurde und heute noch von der Vereinsvorsitzenden Leonore Knoche für die Agenda koordiniert wird. „Die Gartenarbeit hilft den Menschen, in ihrer neuen Heimat Wurzeln zu schlagen.“ Außerdem fördere das Miteinander das Erlernen der deutschen Sprache. Für Eleonore Knoches Stellvertreterin, Maryam Faramarzi (Iran), hat der Garten auch „therapeutische Wirkung“. Er helfe dabei, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.

 Motiviert wurde man damals von der Erfolgsschichte des internationalen Gartens in Göttingen. Unterstützt wurde die Gruppe von Siggy Pick, evangelischer Pfarrer für Ausländerarbeit. Im Juni 2005 wurde der gemeinnützige Verein gegründet und das  Grundstück  von der kreuznacher diakonie pachtzinsfrei gepachtet. Am 15.Oktober 2005 wurde der Garten in 25 Parzellen geteilt. 25 Familien begannen das Gelände zu kultivieren. Seither gab es viele Wechsel, es ist ein Kommen und Gehen Jede darf auf ihrer Parzellen  beliebig pflanzen und säen, nach ökologischen Richtlinien. Zurzeit sind folgende Nationalitäten im Verein „Interkulturelle Gärten“ vertreten: Deutschland, Kamerun, Chile, Iran, Irak, Afghanistan, Türkei, Marokko,

 Außerdem steht eine Gemeinschaftsfläche zur Verfügung. Hier sitzen die unterschiedlichen Hobbygärtnerinnen und –gärtner, grillen und feiern gemeinsam. In den ersten Jahren fand dort die Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Wochen  statt.

 In Gemeinschaftsarbeit wurde vieles erreicht: Die Wasserleitung vom Brunnen des Franziska-Stifts  in den Garten verlegt, den Platz befestigt, den Geräteschuppen aufgestellt, entrostet und gestrichen sowie die von Stefen Herde aus Guldental gestifteten Obstbäume gepflanzt Zu den Arbeiten gehört auch das Schneiden der Sträucher und Hecken.                                                          

Aktuell wünscht sich der Verein „Interkulturelle Gärten“ ein Schutzdach als Unterstand. Wer den Verein dabei finanziell unterstützen will, kann dies mit einer Spende auf das Vereinskonto 3208106 bei der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück, BLZ 560 900 00

 Foto: Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer besuchte den Interkulturellen Garten am Tannenwäldchen. Zweite von rechts Leonore Knoche, 3.v.r. Maryam Faramarzi