Förderpreis Kunst und Kultur an Randfall Productions verliehen

Sei es die Palastwache, der Alienjäger,  Prinzessin Tallulah oder Wendy, das Mädchen vom Ponyhof: Kulturdezernentin Andrea Manz begrüßte im Ratskeller eine illustre Gesellschaft. Für die Verleihung des mit 2500 Euro dotierten Förderpreises für Kunst und Kultur schlüpften die Schauspielerinnen und Schauspieler von Randfall Productions in Kostüme, die sie in verschiedenen Theateraufführungen trugen

„Die Theatergruppe Randfall kann als Glücksfall für die Amateurtheaterszene der Stadt angesehen werden“, begann Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer ihre Laudatio. Randfall hat in den mehr als zehn Jahren seit Bestehen „in allen Phasen Mut, Improvisations- und Wandlungsfähigkeit bewiesen.“  Die Oberbürgermeisterin zitierte die Jury-Entscheidung: „Für ausdauerndes Engagement in herausragenden Inszenierungen voller Eigensinn und Spielfreude. Das Ensemble, das auch den kulturellen Austausch mit dem Theaterverein ToB der Partnerstadt Neuruppin lebt und pflegt, ist eine wertvolle Bereicherung für die Kulturszene der Stadt“, gratulierte und dankte die OB  im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Kreuznach.

 Zum Repertoire von Randfall gehören Stücke aus der klassischen Literatur (z. B. das von Dürrenmatt umgeschriebene Shakespear-Stück „König Johann“), aber auch außergewöhnliche Stoffe, wie etwa Quentin Tarantinos-Film „Four-Rooms“ oder das Helge-Schneider-Drama „Mandy- das Wusical“. Erfolge feiert Randfall im Übrigen auch mit Vorstellungen landesweit.

 Randfall-Gründer Stefan Butz, als singender Polizist gekleidet,  bedankte sich im Namen der Truppe und sprach von einer „großen Ehre“. Als nächste Premiere kündige er eine Weltaufführung an. „Mehr will ich noch nicht verraten.“ Kulturdezernentin Manz schloss ihre Begrüßung mit  einem Zitat von Quentin T arantino: „Wenn Du einem Film machen willst, dann mach ihn. Warte nicht auf einen Geldzuschuss, warte nicht auf die perfekten Verhältnis, mach ihn einfach!“  

 Die Randfaller: Stefan Butz, Eva Blaschke, Manfred Kalbitzer, Kurt Voll, Julia Riecken, Jens Rudershausen, Xenia Orben, Ole Rieth, Torsten Lüttger, Philipp Dietrich, Kai Sieben, Yvette Scheid, Gregor Feld, Simon Maurer, Tina Steitz, Melanie Khalid, Beate und Dominik Franzkoch, Guido Stephan, Alexandra Backes und Mareike Rau.

 Die Jury: Karin Eitel-Hertmanni, Gernot Meyer-Grönhof, Maria Janta, Ewald Kirschner, Inge Rossbach und Hans-Georg Sawatzki.

 Für 2011 wird in diesem Jahr der Förderpreis Kunst und Kultur in der Sparte „Literatur“ vergeben.