Haus der Stadtgeschichte

Partner - ohne sie geht es nicht

  • Stiftung Haus der Stadtgeschichte

    Das städtische Archiv in Erweiterung und Pflege zu unterstützen. Außerdem die Erforschung von Geschichte in Bad Kreuznach mit und durch das Archiv zu fördern. Gleiches gilt für Veranstaltungen des Archivs. Das hat die Stiftung im Haus der Stadtgeschichte als Zweck in ihrer Satzung festgeschrieben. In einem feierlichen Festakt wurde die Stiftung am 2. Februar 2009 aus der Taufe gehoben. Der Verein für Heimatkunde für Stadt und Kreis Bad Kreuznach brachte 60.000 Euro Stiftungskapital ein, Geld, das die Sparkasse Rhein-Nahe dem Verein zu diesem Zweck spendete.

    Zum Vorsitzenden des Stiftungsrates wurde Bernd Peter Räpple, zu seinem Stellvertreter Rolf Schaller gewählt. Der zehnköpfige Stiftungsrat wählte Oberbürgermeister Andreas Ludwig zum Stiftungsvorsitzenden und Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann zu seiner Stellvertreterin. Seit 2011 ist Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer die Stiftungsvorsitzende.

    Die Stiftung engagiert sich in vielfältigster Weise für das Stadtarchiv und die Historie der Stadt. Sie finanziert Dokumentationen wie die Fotoserie von Matthias Luhn über das Fachgeschäft "Hut Vetter" in der Neustadt, sie fördert Digitalisierungen bedeutsamer Archivalien wie des Eisernen Buches der Stadt und bietet in ihrer Regie Vortragsreihen an.

    Der Geschichts- und Kunstworkshop "Guckkästen mit Jahrmarktsmotiven" (Foto) begeisterte mit großem Erfolg  Kinder und Jugendliche für die Stadtgeschichte, ein zentrales Ziel der Stiftungs-Arbeit.

  • Förderverein Bürgerarchiv im Haus der Stadtgeschichte

     Im Februar 2014 gründete sich der Förderverein Bürgerarchiv im Haus der Stadtgeschichte. Das Vorstandsteam mit Georg Böcking, Werner Fuchs, Birgit Kossmann, Cyrill Reiniger und Gerhard Schläfer konnte eine Reihe mittelständischer Privatpersonen und Unternehmen, die ihrer Heimatstadt treu verbunden sind, als Sponsoren gewinnen. Nach fünf Jahren waren Spenden in Höhe von rund 300.000 Euro gesammelt. Ein stolzes Ergebnis, wofür sich Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann herzlich bedanken.

    Der Förderverein und die Sponsoren leisten einen wesentlichen Beitrag, das archivwürdige kommunale Schriftgut (kommunales Archiv) zusammen mit der archivwürdigen bürgerschaftlichen Überlieferung (Bürgerarchiv) im Haus der Stadtgeschichte zu einem Gedächtnis der Stadt zu vereinen. Im Mittelpunkt steht dabei der Leitgedanke „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

  • Verein für Heimatkunde in Stadt und Kreis Bad Kreuznach e.V.

    Der Verein für Heimatkunde für Stadt und Kreis Bad Kreuznach e.V.“ gilt als der Urheber der „Stiftung der Haus Stadtgeschichte Bad Kreuznach“ Gegründet wurde er im Jahr 1856 als „Antiquarisch-historischer Verein für Nahe und Hunsrück. Die Umbenennung erfolgte im Jahr 1918.  Damals war sein Ziel „dass Zerstreute gesammelt, Untergehende gerettet und Dunkles gelichtet würde“. Heute beschreibt er seine Zielsetzung mit der Formel „Heimat erleben, Heimat erforschen, Heimat erhalten.“

    1925 übertrug er seine Sammlung der Stadt, mit der Bedingung, für deren angemessene Aufbewahrung und Präsentation zu sorgen. Zunächst im Karl-Geib-Museum (1933) und dann seit 1985 und 1986 haben sie in der Römerhalle und im Schloßparkmuseum eine adäquate Bleibe gefunden.

  • Arbeitsgemeinschaft "Erinnerungskultur"

    Unter der Federführung von Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer wurde im März 2019 die Arbeitsgemeinschaft „Erinnerungskultur“ ins Leben gerufen. Ihr gehören Vertreter von Bad Kreuznacher Schulen, der katholischen und evangelischen Kirche, der jüdischen Gemeinde, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der muslimischen Gemeinden Ditib und Ahmadiyya sowie des Stadtarchives an.  Die AG hat sich zum Ziel gesetzt die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Bad Kreuznach zu fördern als Mahnung vor den Gefahren des wieder offenen Antisemitismus, Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft.

    Fünf Stolpersteine für die fünf NS-Opfer der Familie Baruch vor dem Haus in der Hochstraße 38

    Das erste Projekt der AG übernahmen die Integrierte Gesamtschule Sophie-Sondhelm und das Lina-Hilger-Gymnasium. Vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Baruch in der Hochstraße 38 wurden fünf "Stolpersteine" verlegt, die an die Ermordung durch die Nationalsozialisten erinnern. Eine weiterer Stolperstein liegt zur Erinnerung an Auguste Oppenheimer in der Römerstraße vor dem Haus Nummer 2.

    Die Verlegung von Stolpersteinen an den Orten, an denen NS-Opfer selbst gewählt zuletzt lebten, ist ein Projekt des Künstlers Günter Demnig. Mittlerweile liegen in 1265 Kommunen Deutschlands und in 21 Ländern Europas diese Gedenktafeln aus Messing in Bürgersteigen.

    Die AG "Erinnerungskultur" will neben weiteren Stolpersteinverlegungen Veranstaltungen über die Gedenkarbeit organisieren, beispielsweise Aktionen in der Fußgängerzone, mit denen vor allem auch junge Menschen angesprochen werden.

    Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Erinnerungskultur" sind:  Gymnasium am Römerkastell, Gymnasium an der Stadtmauer, Lina-Hilger-Gymnasium, Integrierte Gesamtschule (IGS) Sophie Sondhelm, Die Realschule plus am Rotenfels, die Jüdische Kultusgemeinde Bad Kreuznach /Birkenfeld, Bildungswerk Heinz Hesdörffer e.V., Katholische Stadtpfarrei Heilig Kreuz, Evangelischer Kirchenkreis An Nahe und Glan, Don-Bosco-Schule, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bad Kreuznach. Für die Stadtverwaltung Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann und Hansjörg Rehbein (Öffentlichkeitsarbeit, Haus der Stadtgeschichte).

    Im Jahr 2021 wird es weitere Stolpersteinverlegungen geben. Darüber wurde die AG Erinnerungskultur in der Sitzung am 7. Dezember 2020 informiert. Tina Engelberger (IGS Sophie-Sondhelm) hat vom Künstler Günter Demnig den September 2021 für die Terminplanung genannt bekommen.

    Die IGS übernimmt die Vorarbeit für Josef-Richard Michel, das Lina-Hliger-Gymnasium für die ehemalige Schülerin Lilli Heymann. Die Stadtarchivarin informierte über initiativen aus Planig, die Stolpersteine für die Familie Wolf und für Berta Eilerich haben möchten.

    Dieter Koch-Schumacher, Leiter IGS Sophie-Sondhelm bedauerte es, dass wegen der Corona-Schutzbestimmungen kein Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht am 9. November möglich war. Die Auschwitz-AG der IGS fährt im nächsten Sommer zu Gedenkstätte Auschwitz, besucht Krakau und spricht dort mit Zeitzeugen.

    Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer erklärte, dass man jetzt noch nicht absehen kann, ob das Gedenken am 27. Januar 2021 möglich ist. Denkbar ist eine kleine Veranstaltung mit Schülern, die aufgezeichnet und im Internet zu sehen wäre.

    Für die katholische Kirche erklärte Gemeindereferent Bernhard Dax, dass es im kommenden Jahr wieder eine Firmung gibt und es ein grundsätzliches Interesse bestehe, diese Gruppe in die Gedenkarbeit mit einzubinden.

    Dennis Köppl, Bildungsreferent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V, Landesverband Rheinland-Pfalz, stellte das Projekt „Lernort Friedhof“ vor.  Die Ehrengrabfelder für die Opfer der Kriege sind für junge Menschen erklärungsbedürftig und müssten Schülern erlebbar und zugänglich gemacht werden. Der VdK mache mit seinen Tagesfahrten für Schülerfahrten zu den Kriegsplätzen Verdun und in der Normandie gute Erfahrungen.

    Der VdK strebt eine Zusammenarbeit mit Bad Kreuznach an, da auf den hiesigen Ehrengrabfeldern nahezu alle Opfergruppen vertreten sind und mit dem ehemaligen Gefangenenlager in Bretzenheim eine weitere Gedenkstätte in unmittelbarer Nähe liegt.

    Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann erklärte dazu, dass schon seit geraumer Zeit die Anfragen von Angehörigen der Kriegsopfer zunehmen und erst kürzlich eine Liste der russischen Soldaten, die als Gefangene im Ersten Weltkrieg in Bad Kreuznach starben, an die russische Botschaft weitergeleitet wurde.

    Das Stadtarchiv hat mit den Arbeiten an einer Datenbank „Opfer der Kriege“, die über die Homepage Haus der Stadtgeschichte abrufbar sein soll, begonnen. Diese Plattform steht künftig auch für Projektarbeit offen. Über eine Zusammenarbeit mit dem VdK wird bei einem Termin Anfang des nächsten Jahres gesprochen.

    Wie kann ich mehr junge Menschen für die Gedenkarbeit erreichen? Zu dieser zentralen Frage soll es ggf. im Februar 2021 ein gesondertes Treffen mit weiteren Beteiligten geben.

    Die nächste reguläre Sitzung der AG ist für den März 2021 geplant.

  • Freies Internetradio FM Gässjer

    Beim Aufbau der Mediathek im Haus der Stadtgeschichte haben wir uns professionelle Unterstützung geholt. Für die Podcasts mit Betroffenen der Corona-Pandemie haben wir Yuliyan Ilev und Marc Bremmer vom freien Internetradio Bad Kreuznach GässjerFM engagiert. Sie zeichnen auch die Sitzungen vom Stadtrat und von Ausschüssen in „Kreuznach gehört“ auf

  • Pädagogisches Landesinstitut  Rheinland-Pfalz

    Im Haus der Stadtgeschichte schlummert großes Lern-Potenzial. Die gute Zusammenarbeit mit den Schulen will Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann mit Unterstützung des des Pädagogischen Landesinstitutes Rheinland-Pfalz (PL) weiter ausbauen. Das PL ist für Lehrer eine zentrale Fortbildungsstätte.  Möglich sind daher in Kooperation mit dem PL bei Fortbildungen für Lehrer mit den Schwerpunktthemen "Das Haus der Stadtgeschichte als historischer Lernort",  "Zeitzeugen", "Gedenkstättenarbeit" etc. F. Ferner können sich Lehrer im Haus der Stadtgeschichte über die archivspezifischen und geschichtlichen Angebote des PL informieren.

  • Landesstelle Bestandserhaltung für Rheinland-Pfalz

    Das älteste Ratsbuch der Stadt von 1509 sowie Ratsprotokolle bis 1612 konnten mit Fördermitteln der Landesstelle Bestanderhaltung Rheinland-Pfalz restauriert und somit vor weiteren Schäden bewahrt werden. Für knapp 20.000 Euro wurden u.a. Schimmel und Risse beseitigt, Seiten trocken gereinigt und nachgeleimt. Für den Umzug in das neue Haus der Stadtgeschichte finanzierte die Landesstelle unter anderem Archivkartons in denen die Archivalien fachgerecht gelagert werden.

    Der Vergleich Vorher(oben) und Nachher. Die Arbeiten an den Ratsprotokollen  wurden von der Diplom-Restauratorin Ricarda Holly ausgeführt.

    Im Haus der Stadtgeschichte, dem Gedächtnis der Stadt Bad Kreuznach, gibt es eine Reihe von amtlichen Dokumenten, die für die Darstellung der Geschichte der Stadt von herausragender Bedeutung sind. Eine wichtige Quelle sind die Ratsprotokolle, die seit dem Jahr 1509 geführt und im Stadtarchiv sowie zum Teil im Landeshauptarchiv Koblenz aufbewahrt werden. Der älteste Eintrag ist der Treueschwur zu „unserem lieben Herrn Herzogk Johannsen und seinen Erben“.  „Ihm allzeit ….. getreu, hold, gehorsam und verbunden zu sein“. Herzog Johann II. von Simmern hatte das Halbteil der vorderen Grafschaft von Sponheim geerbt.

    Die Stadtschreiber-Amtsprotokolle aus der Zeit von 1707 bis 1796 sind Zeugnisse der Verflechtungen zwischen dem kurpfälzischen Oberamtsbezirk Kreuznach und der Stadt Kreuznach. Die Papiere geben interessante Einblicke in den Alltag unserer Vorfahren vor drei-  bis fünfhundert Jahren. Wie sehr die Bevölkerung unter der Last der „Durchmärsche, Einquartierungen. Requisitionen französischer und kaiserlicher Truppen“ im kurpfälzischen Oberamtsbezirk Kreuznach leiden mussten, zeigen die im Detail aufgeführten Kosten für die Jahre 1734/35. So heißt es dort: „Deren durch Monsieur de la Croix königlich frantzösischen Obristen und Chevallier mit bey sich gehabten Trouppes in hiesiger Stadt Creutznach vom 18t biß 21t für laufenden Monaths May inklusive nicht nur gemachter Zehrung und verursacher unkösten, , sondern dass er noch 400 Mann zu pferdt einrücken Laßen wolte auf das Oberambt und Stadt erprester geldter….“. Um noch größeres Unheil für die Stadt und Bürger abzuwenden hat das Oberamt die Forderungen erfüllt. Aufgelistet sind geliefertes Fleisch, Bier, Brandwein, Brot, Salz, Heu und Stroh, Kerzen mit dem Wert in Franken und Creutzer.

    Seit 2019 werden vom Land Rheinland-Pfalz Maßnahmen zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes gefördert. „Schriftliches Kulturgut ist ein wichtiger Teil des kulturellen Gedächtnisses und damit sinn- und identitätsstiftend für die Gesellschaft. Digitalisierung trägt auch zum Schutz des schriftlichen Kulturguts bei, kann das Original aber nicht ersetzen“, ist auf der Homepage zu den Zielen und Aufgaben der Landestelle lesen. Die Bestandserhaltung drängt auch in Rheinland-Pfalz, wenn schriftliches Kulturgut erhalten und benutzbar bleiben soll. Durch Verpackungs- und Reinigungsmaßnahmen, aber auch die korrekte Lagerung können große Teile der Bestände nachhaltig geschützt werden. Dazu bietet die Landestelle Fortbildung, Workshop und Beratung für Archive, Bibliotheken und Museen an „Wir werden auch für dieses Jahr wieder einen Förderantrag stellen“, so Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann. Allein mit eigenen Haushaltsmitteln wäre diese große Aufgabe nicht zu leisten.  

  • Ehrenamt - Wir suchen Sie!
    Tausende von Fotos sind zu ordnen und digitalisieren. Dabei könnten Sie uns helfen.

    In unserer Stadt gibt es viele Menschen, für die Heimatgeschichte eine Herzenssache ist. Daher sind wir sehr zuversichtlich für unser Haus der Stadtgeschichte  auch ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen.  Die elektronische Erfassung von Beständen, zum Beispiel von Fotos, Postkarten und Briefen aus Schenkungen und Nachlässen, ist eine aufwändige, aber auch sehr reizvolle Aufgabe.

    Ihr ehrenamtliches Engagement könnte einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Historie des öffentlichen Lebens in Bad Kreuznach in all seiner Vielfalt für die nächsten Generationen in unserer Stadt zu erhalten und zu sichern.

    Falls wir Ihr Interesse geweckt haben sollten, wenden Sie sich doch bitte an Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann Telefon: 0671/800131

  • Mahnmal Koblenz - Hugo Salzmann

    Für die Arbeiten an der Ausstellung „Hugo Salzmann (1903-1979) – Kommunist – Gewerkschaftler - Künstler  aus Bad Kreuznach“  haben Julianna Salzmann, Tochter von Hugo Salzmann, und Joachim Henning im Stadtarchiv viel Unterstützung gefunden. Dort haben sie zwei Ausgaben der „Leuchtrakete“ entdeckt, eine Zeitung, die Hugo Salzmann selbst gestaltet und herausgegeben hat. Diese und andere Exponate von und über Hugo Salzmann sind  im Internet zu sehen. Henning, ehemaliger Richter am Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, engagiert sich als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus mit Sitz in Koblenz.