Haus der Stadtgeschichte

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Gartenkonzerte  als Antwort auf die Corona-Schutzregeln

Heldentenor zwischen Hühnerstall und Plastikstühlen


Den großen Teich haben sie trockengelegt. Dort entstehen soll eine kleine Freiluftarena, „Piccolo Colosseo“ (kleines Kolosseum). Die Sitzreihe aus Stein steht schon. Bis Ende August soll alles fertig sein, denn für September ist ein Gartenkonzert mit einem befreundeten Musiker geplant.

 In Corona-Zeiten ist viel Kreativität und Solidarität mit unseren Künstlern und Musikern gefragt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesem Jahr Großveranstaltungen mit vielen tausend Konzertbesuchern über die Bühne gehen. Dazu ist die Sorge vor einer zweiten Welle, die schon jetzt befürchtet wird, zu groß.

Wie es auch aus der Not geboren ein paar Nummern kleiner geht, aber nicht minder anspruchsvoll und unterhaltsam, zeigen auch der Heldentenor Stefan Vinke und seine Ehefrau Sabine, Sopranistin. Auf den Bühnen der Opernwelt unterwegs, gaben sie zuletzt Zuhause in Hargesheim ein dramatisches Gartenkonzert und sangen u.a. die Kerkerarie aus der Beethoven-Oper „Fidelio“. Das Gartenkonzert war ein Geschenk für alle, die Kultur so lange vermisst haben, schreibt Josef Nürnberg in seinem Bericht im Oeffentlichen Anzeiger. Auch das Operetten-Picknick im Museumsgarten Römerhalle fand einen großen Anklang.  

 Stefan Vinke weltberühmt als der Nibelungen-Held Siegfried lud zudem zu Wagnerfestspielen zwischen Plastikpool und Hühnerstall ein. Das Konzert wurde im Radio übertragen.

gez. Hansjörg Rehbein, 31. Juli 2020

 Foto: Josef Nürnberg