Haus der Stadtgeschichte

Corona-Koffer im Haus der Stadtgeschichte
Unser Corona-Koffer steht allen offen


Unser Corona-Koffer vor dem Eingang zum Haus der Stadtgeschichte ist Blickfang vieler Passanten. Seit Wochen sammeln wir Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse in Zeiten der Corona-Krise in unserer Stadt und bewahren diese Dokumente für die Nachwelt auf. Uns haben mittlerweile viele Zusendungen erreicht, von denen wir eine Reihe in dieser Rubrik veröffentlichen. Weitere Fotos, Berichte und andere Dokumente nehmen wir weiterhin entgegen unter stadtarchiv@bad-kreuznach.de  Sie dürfen auch gerne Ihre Materialien in unseren Corona-Koffer legen.  

Die Straße ist eine Bühne – Beobachtungen in Corona-Zeiten
Abschied von der Bühne. Inge Rossbach räumt den Theater-Fundus auf dem Dachboden der Grundschule in der Hofgartenstraße. Foto: Heike Rehbein

Im kulturellen Leben der Gesellschaft nennt man Grande Dame eine ältere Künstlerin, die wegen ihrer Lebensleistung, ihres Erfahrungsschatzes und ihrer inspirierenden Dynamik eine eigene Institution und ein unverwechselbarer Charakter geworden ist. So lautet die Erklärung in Wikipedia. Und Inge Rossbach ist die Grand Dame des Bad Kreuznacher Theaterspiels. Nach 52 Jahren wurde die VHS-Theatergruppe „arte vor ort“ 2019 aufgelöst, der Fundus auf dem Dachboden der Grundschule in der Hofgartenstraße geräumt. In den Corona-Koffer vor dem Haus der Stadtgeschichte hat sie einen Umschlag mit einem Gedicht gelegt. „Für mich war jetzt die Straße Bühne – was man da so alles sieht“, schreibt sie:

Ein Blick vom Fenster, dazu ein Gedicht:

Ich sehe niemand, keiner in Sicht.

Leer ist der Nahe-Uferweg.

Ach, da stehen ja drei Leute auf der Brücken

Sonderbar – sie wollen nicht zusammenrücken

Sie verstehen sich sicher kaum, das ist klar;

Es nehmen die Personen skeptisch wahr.

 

Da, einer guckt im Handy, wandelt auf und ab,

er schweigt, er sucht. Was sich ihm wohl ergab?

Sein Handy tippt ein Dritter, eilt dann ab.

 

Die Frau da; ach spaziert mit großem Hund!

Gekleidet ist sie bunt; gut rund.

Der Jagdhund findet das wohl nett,

er schnüffelt heftig, einfach keck.

 

Nun kommen zwei; umarmt voll Liebe!

Doch Küssen geht nicht, das gäb Hiebe.

Ein Ordnungshüter sorgt für Ruh – Huhu!

Er kommt stracks auf die beiden zu:

„Wo ist die Maske?“ fragt er freundlich;

„Wir tragen sie im Rucksack – sicherlich“

 

„Er glaubt uns nicht, hier ist ein Bild!“

„Und das da hab ich hier: ein Tier Muh …!

Der Ordner schmunzelt, lässt nur keine Ruh!

 

„Gebt acht, wir mimen das sogleich!“

„Nur damit werden wir nicht reich.“

Es ist die Kunst der Straße. „Holdri ho!“

 

„Ich hab hier eine Krone, die wirkt – So!“

„Corona unterm Schal, unsichtbar wie ein Geist.“

„Na, und wir spielen mit Abstand wie es heißt.“

„Mit Hygiene – unsere Maskerade!“

 

„Doch Lug und Trug ist das hygienisch Wort.

Und deshalb eile ich von hier gleich fort.“

„Mit macht das gar nicht aus:

Ich schreite würdig in das Königshaus.“

 

„Das zelebriere mal mit deiner Krone.

Ich hab diesen Schal, bin oben ohne!

Und habe damit keinen Kummer!!“

 

„Das war´s! Ist doch ´ne große Nummer!“

„Na, los denn, macht mal alle mit;

Lacht, amüsiert, euch mit dem Hit.“

 

(Beide mischen sich unters Volk mit Abständen als zwei lustige Personen, mit den Theatermasken, Ordnungshüter guckt zu)

 

Notiert von Inge Rossbach bei Beobachtung am Fenster in Bad Kreuznach 2020.

 

Der Mond ist aufgegangen….

„In Ebernburg haben wir gesungen – vom 18. März bis vorerst zum 5. Juli, zusammen an 107 Tagen. Ob wir wieder anfangen liegt an Corona; nach den Sommerferien werden wir darüber nachdenken“, schreibt Klaus Dieter Härtel, Pfarrer i. R., an das Haus der Stadtgeschichte. Wir drucken seinen Brief aus dem „Corona-Koffer“ ab:

„Erste Januar 2020. Da wurden Pläne fürs neue Jahr gemacht… am Sonntag Palmarum wird unser Sohn konfirmiert werden … Sommerpläne wurden geschmiedet… wo wird der nächste Urlaub sein?

Ab März wurde alles anders. Die Corona-Pandemie hatte uns erreicht. Das Wort „Pandemie“ war den meisten fremd. Schulen wurden geschlossen, ebenso Kindergärten. Gottesdienste wurden verboten. Das hatte es in Deutschland noch nie gegeben; selbst in der Nazi-Diktatur waren die Kirchen offen.

Du darfst nicht mehr zum Gottesdienst in deine Kirche gehen, Gott loben, danken, bitten …. Wenn du Gottesdienst feiern willst, eine Predig hören willst, dann schalte am Sonntag-Vormittag den Fernseh-Gottesdienst ein.

Von der Evangelischen Kirche in Deutschland ging im März eine Idee aus. Vereine mit den Nachbarn täglich ein Abendsingen z.B.

„Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen

 Am Himmel hell und klar

Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget

Der weiße Nebel wunderbar.

Sehr ihr den Mond dort stehen“ Er ist nur halb zu sehen

Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen,

die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehen.“

Die Nachbarn wurden gefragt Mit den Bewohnern vom Burgblick 3,4,5 und 6 haben wir erstmals am Mittwoch, dem 18. März, zu neunt gesungen. Die Glocken der katholischen Kirche läuteten um 19 Uhr und wenn wir mit dem Singen und Beten endeten, läuteten die Glocken noch 20 bis 30 Sekunden… Zeit zum Hören, zum Stille sein…

Wir sangen jeden Abend, wir wurden mehr, Nachbarn kamen dazu. Ebenso weitere Lieder: „Kein schöner Land in dieser Zeit“, „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“, „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier und siehe wie sie dir und mir sich ausgeschmücket haben. Mach dir in deinem Geiste Raum, dass ich dir wird ein guter Baum und lass mich Wurzeln treiben. Verleihe, das zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanzen möge bleiben.“

Wir standen auf dem Balkon, auf der Haustreppe, auf dem Bürgersteig und mittenmang dabei Maja, die Katze. Immer drei Strophen, dann wurde ein Gebet gesprochen, ein Gedicht vorgetragen oder ein Gedanke vorgestellt.

„Gott, wir haben Angst vor dem, was wir nicht kennen. Zugleich sind wir uns nah und vertraut.

Wir halten zusammen, wenn wir auch fremd sind. Wir achten aufeinander, auch ohne uns die Hände zu reichen. Wir können lachen und doch trauern um die Kranken und Sterbenden. O ist im Schlimmen auch dein Segen. Hab Du Dank dafür, Gott“

Gemeinsam beteten wir das Vaterunser, und jeden Abend endeten wir mit „So legt euch Schwestern, Brüder in Gottes Namen nieder, kalt ist der Abendhauch. Verschon uns Gott mit Strafen und lass uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbarn auch.“

Karfreitag kam, Ostern kam: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“

Die Kirchen blieben geschlossen. Nicht abgesagt das Gebet. Das Flüstern mit Gott: Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name….

Leandra, 13 Jahre jung, spielte die Melodien auf der Querflöte und halb uns damit beim Singen Herzlichen Dank!

Geburtstage wurden gefeiert. Vier von uns wurden ein Jahr älter: „Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen. Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei!“

Nun kam Pfingsten. Der Geburtstag der Kirche. Einige Kirchen öffneten, längst nicht alle. Mundschutz musste angelegt werden. Zehn Quadratmeter, dann waren gerade mal acht Besucher zugelassen, und Singen war nicht erlaubt (wegen Corona). Aber wir sangen weiter: Eines unserer Lieblingslieder kommt aus Irland. Da heißt es in der 3. Strophe:

„Hab unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; seit über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt: du bist schon tot. Und bis wir uns wiedersehen, halte Gotte dich fest in seiner Hand; und bis wir uns wiedersehen: Friede über dich und unser Land.“

Töchter, Enkel, die die Großeltern besuchten, und Freunde sangen abends mit. Zeitweise waren wir 20 auf Balkon, Vorgärten und Bürgersteigen. Und dazu Lilli: „Es ist so schön jeden Abend!“

Vom 15. März bis 5. Juli haben wir fünfzehneinhalb Wochen gesungen. 3 Tage fielen wegen Regen aus. So kommen 107 Tage zusammen.

Herzlichen Dank allen, die mitgesungen und gebetet haben. Danke für euer Lachen, eure Ideen und eure Kreativität.

Wir hören Dirks Bitte: „Bleibt virenfrei und behütet“

Und bis wir uns wiedersehen, „halte Gott dich fest in seiner Hand. Fried über dich und unser Land“

Gez. K.D. Härtel, Pfarrer i.R., 5. August 2020

 

Freunde aus Pouilly-sur-Loire mussten ihren Besuch absagen
 von links nach rechts: Mme Francoise Maîtrepierre, Vorsitzende des Cercle d'Amitié Franco-Allemand von Pouilly-sur-Loire, Herrn Dr. Mackeprang (Vorsitzender des DFFK BME), Herrn Jean-Jacques Lété, Maitre von Pouilly-sur-Loire und Frau Dr. Mackeprang (Ortsvorsitzende von Bad Münster am Stein-Ebernburg) bei der Übergabe des Gastgeschenkes von unseren französischen Freunden bei unserem letzten Besuch in Pouilly im letzten Jahr.

Das 52. Treffen des Deutsch-Französischen Freundschaftskreises (DFFK) Bad Münster am Stein-Ebernburg mit Mitgliedern des Cercle d’Amitié Franco-Allemand, einer Yogagruppe und der örtlichen Feuerwehr von Pouilly-sur-Loire musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Virus Pandemie ausfallen und soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. Dies Mitteilung hat uns Astrid Böhm für unsere Corona-Dokumentation geschickt.

Für dieses Jahr hatte der Vorstand des DFFK für den Besuch des Comité de Jumelage des Cercle d’Amitié Franco-Allemand von Pouilly-sur-Loire, der örtlichen Yogagruppe und Feuerwehr an Himmelfahrt schon ein interessantes Programm zusammengestellt, z.B. mehrere Yoga-Sitzungen im Bad Münsterer Kurpark, ein Ausflug zum Niederwalddenkmal und ein Besuch des Bad Sobernheimer Barfußpfades. Am letzten Abend des Treffens sollte ein deutsch-französisches Partnerschaftskochen unter der Leitung des bekannten Kochs Franz-Xaver Bürkle im Café Vielfalt stattfinden.

Es wurden Einladungen an die französischen Freunde geschickt, die ein positives Echo fanden.

Dann wurden Anfang März die Allgemeinverfügungen zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen aufgrund des Aufkommens von SARS-CoV-2-Infektionen erlassen.

Ein befreundetes Ehepaar aus Pouilly-sur-Loire teilte uns mit, dass in Frankreich die Sicherheitsvorschriften besonders streng wären. Es wurde ihnen sogar verboten, Spaziergänge an der nur wenige Schritte von ihrer Wohnung entfernten Loire zu unternehmen.

Pouilly-sur-Loire ist eine Gemeinde in der Nièvre auf dem rechten Ufer der Loire im Herzen des Naturschutzgebietes des Loire-Tals, zwischen dem Burgund und Berry.

Der Ort ist bekannt für seine guten Weine. Rund 120 Weingüter produzieren mit dem Pouilly Fumé und dem Chasselas, dem Pouilly – sur – Loire, hochwertige Spitzenerzeugnisse.

Das größte Weingut ist das Château Du Nozet des Barons de Ladoucette. Manchmal kann man im Rahmen einer Führung das eindrucksvolle Weingut mit seiner modernen Kellertechnik besichtigen und die erlesenen Weine verkosten.

Werden wir nach der Corona-Krise im Corona-Müll versinken?

Sie liegen auf dem Bürgersteig, auf der Straße, am Brückenaufgang, am Bahndamm. Sie wehen mit ihren Bazillen am Zaun dem Vorübergehenden ins Gesicht. Man sieht sie in Parkanlagen und in der Natur: gebrauchte, kaputte, nicht mehr benötigte Corona-Masken. Selbst Einweghandschuhe kann man jetzt entdecken.
 Werden wir nach der Corona-Krise im Corona-Müll versinken?, fragt Elisabeth Büttner, die zur Veranschaulichung einige Hinterlassenschaften im Stadtgebiet fotografiert hat.

Sie schreibt außerdem: Heute kann man hinzufügen, dass Masken und Handschuhe vom Wind getrieben in Bäche und Flüsse gelangen und anschließend ins Meer. Denn laut Medienberichten treiben immer mehr Schutzmasken sowie Latexhandschuhe im Meer und werden bereits weltweit an Stränden angespült.

Im Denk- und Tanzlabor beschäftigen sich Jugendliche mit Corona

Wie zerbrechlich und fragil ist unser Planet? Neben der Klima-Krise, den ungerechten und umweltschädlichen Lieferketten kommt nun auch die Corona-Pandemie dazu. Dazu gibt es nun ein Denk- und Tanzlabor mit dem Titel „Fragil oder die Parabel vom Angelus Novus“ für Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren. Dies Pressemitteilung von Josef Brantzen, katholisches Dekanat Bad Kreuznach, haben wir aus unserem „Corona-Koffer“ geholt. 

In inhaltlichen Workshops und in digitalen Meetings mit den Choreographen werden sich die Teilnehmenden mit diesen Inhalten auseinandersetzen, dazu Texte schreiben und Tanzbewegungen einüben. Diese sollen in Szenen aufgenommen und zu einem Film geschnitten werden, der am Ende öffentlich gezeigt wird.

Das interkulturelle Projekt findet jährlich statt – eigentlich in Begegnung, dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten zeitgleich: Bad Kreuznach, Saarbrücken, Frankreich, Spanien, Rumänien und Bosnien. Zum ersten Mal wird eine Gruppe aus dem Landkreis Bad Kreuznach mit dabei sein. Hier wird unter anderem auch eine Peer-Guide-Ausbildung zum konsumkritischen Stadtführer angeboten.

Das Projekt läuft vom 5. bis 19. Juli und wird zum Teil online, zum Teil in der Katholischen Erwachsenenbildung, Bahnstraße 26, stattfinden. Unterstützt wird es von dem Jugend- und Kooperationszentrum „Die Mühle“ und der Linksjugend Solid Bad Kreuznach, gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Veranstalter sind die katholischen Dekanate Bad Kreuznach und Saarbrücken sowie einige außerkirchliche Träger.

Corona zum Trotz – „Fissematente“ sorgte  für bunte Kultur auf dem Eiermarkt

Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir ziehen an einem Strang.  Corona zum Trotz belebte die frisch gegründete Neustadt-Initiative „Fissematente“ den Eiermarkt. Rund um den Michel Mort formierte sich ein Mix aus Bildender Kunst, Kunsthandwerk; Darstellender Kunst, Kunst und Literatur. Die Besucherinnen und Besucher nahmen es dankbar und begeistert an. Daher erfüllen wir gerne die Bitte der Veranstalter und nehmen das zugemailte Foto in unseren „Corona-Koffer“ auf.

Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Einschränkungen zum Schutz vor dem Corona-Virus ist auch für die Menschen in Handel, Gewerbe, Dienstleistung und Industrie eine große Belastung. Hier zwei Beispiele, wie sich Unternehmen bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. So hat Schneider Kreuznach Banner auf dem Werksgelände anbringen lassen. Die Firma Michelin gibt "Ihrer Familie oder guten Freunden" die Gelegenheit  "beispielsweise unseren MICHELIN CrossClimate+ für ganzjährig sorgloses Fahren zu sichern. Je Gutscheincode erhalten Sie oder Ihre Liebsten auf bis zu vier beliebige MICHELIN PKW-Reifen", heißt es in einer Firmenmitteilung. 

Currywurst und Pizza gehen immer

Ob Schwein oder Rind, die Currywurst, 1949 von Herta Heuwer in Berlin erfunden, gehört zu den Leibspeisen der Deutschen, die Pizza, ein Importschlager aus Italien und Kulturerbe der Menschheit, ebenfalls. Auch zu den härtesten Corona-Lockdown-Zeiten musste darauf nicht verzichtet werden, wie die Fotos von Gerhard Schmitt dokumentieren.

Herzlichen Glückwunsch - Anneliese Groth feierte 100. Geburtstag

Am 29. April durfte Anneliese Groth im Seniorenheim St. Antoniushaus in Bad Münster am Stein-Ebernburg ihren 100. Geburtstag feiern. Am Nachmittag stieß sie im Garten des St. Antoniushauses mit Einrichtungsleiter Volker Specht mit einem Gläschen Traubensaft an. Eine ganz besondere Überraschung hatten ihre beiden Töchter Ina-Sibylle Karo und Dagmar Groth mit ihren Familien für sie vorbereitet. Sie standen mit drei Posaunenchorbläsern aus Bad Kreuznach am Zaun des Gartens und grüßten aus der leider notwendigen Distanz. Fünf wunderschöne Lieder spielten sie für die Jubilarin. Beim bekannten geistlichen Lied „Nun danket alle Gott“ sang die Jubilarin textsicher mit und war sehr gerührt über das Geburtstagsständchen.


Ruth Lederle, Referentin Unternehmenskommunikation im Krankenhaus St. Marienwörth


Den Helden der Corona-Zeit bringt die Bevölkerung viel Dank entgegen. Ein ensprechendes Plakat auf dem Schaufenster des Backhauses Baumann in der Manheimer Straße hat Sabine Friedrich fotografiert und uns die Aufnahme geschickt,









Das Hamstern von Klopapier wurde mit dieser Oster-Postkarte auf die "Rolle" genommen, die uns Cornelia Tiemann und das Gästehaus Mohr zugeschickt haben.

Blütenpracht, blauer Himmel und Pizzen der Solidarität

Margit Förster und Manfred Kirsch stellten uns für die Corona-Dokumentation viele Fotos zur Verfügung, die sie in den ersten Wochen nachdem  Lockdown gemacht haben. Ein Schwerpunkt bilden dabei die vielen Spaziergänge, die  Motive von strahlend blauem Himmel und der bunten Frühlingsblumenpracht. Solidarisch zeigten die beiden sich mit ihrem Lieblingsitaliener in der Nachbarschaft, bei dem sie regelmäßig Pizzen to go bestellen. 

In der Rüdesheimer Straße duftet es nach Jahrmarkt

Der Duft von gebrannten Mandeln liegt in der Luft. „Dem konnte mein Mann nicht widerstehen“. Elle Schaller freute sich über das Tütchen, das er ihr mitbrachte. Rolf Schaller hatte auf dem Betriebsgelände der Firma Gräff den Verkaufswagen voller Süßigkeiten wie den Klassiker Popcorn entdeckt. Die Stadt hat den Gräffs den Straßenverkauf genehmigt, natürlich unter Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen. So bekam Schaller wegen der Abstandregelung seine Tüte mit einer Stange gereicht.

Elle Schaller machte für die Corona-Dokumentation des Stadtarchivs mehrere Fotos, u.a. auch von den drei „Maskierten“ Peter, Marlon-Peter und Tamara Gräff. Über die gute Resonanz bei den freuen sich die Gräffs, die aus einer alten Bad Kreuznacher Schaustellerfamilie stammen. „Meine Eltern, Eitel und Ursula Gräff, haben uns dies erst ermöglicht, in dem sie uns dieses Grundstück an der Rüdesheimer Straße überließen“, bedankt sich Sohn Peter auf diesem Wege.

Den Jahrmarkt haben sie noch nicht abgehakt. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so Tamara Gräff.

 

Der Verkaufstand ist von montags bis freitags, 15 bis 18 Uhr, und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.