Bauhof

städtische Friedhöfe
Die einzelnen Friedhöfe
  • Hauptfriedhof Mannheimer Straße 249

    Bis zum Jahr 1827 lag der Hauptfriedhof mitten in der Stadt, rund um die Pauluskirche. Der neue Friedhof entstand im Südosten der Stadt zwischen Mannheimer und Alzeyer Straße und umfasst nach mehreren Erweiterungen eine Gesamtfläche von ca. 16 ha.

    Die heutige alte Friedhofskapelle wurde 1865 gebaut und dient nach ihrer Sanierung im Jahr 2002 mit ihrer Urnenwandanlage als Kolumbarium. Hinter der alten Kapelle entstand im Jahr 2006 eine Erweiterungsanlage der Urnenwand.
    Die neue Friedhofskapelle/Trauerhalle wurde 1975 gebaut. Ihr angeschlossen sind die Friedhofsverwaltung, Fahrzeughalle, Geräteräume sowie Leichenzellen und Abschiedsraum.

    Den Hauptfriedhof säumen zahlreiche Denkmäler und viele unter Denkmalschutz stehende Grabanlagen. Die meisten sind von Mitgliedern der berühmten Bildhauerfamilie Cauer geschaffen worden. Besonders zu benennen ist auch die 1895 von Ludwig Becker erbaute Puricelli-Kapelle. Diese ist auch in der Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland erwähnt. Hierbei handelt es sich um einen einschiffigen Bau aus Rotsteinsandquadern. Dieser ist in Form einer spätgotischen Kapelle ausgeführt. Seitliche angesetzte Flügel dienen als Zugang in die Gruft und als eine Art Sakristei.

    Die Kapelle wurde von der Industriellenfamilie Puricelli errichtet, der u. a. das Anwesen gehörte, in dem heute die Museen im Rittergut Bangert angesiedelt sind.

    Weitere Besonderheiten des Hauptfriedhofs sind:
    - Kriegsgräberstätte 1870/71
    - Kriegsgräberfeld 1914/18
    - Ehrenfriedhof 1939/45
    - Ehrengräberfeld für Opfer des Faschismus
    - Französisches Ehrengräberfeld
    - Anonyme und Rasengrabfelder für Erd- und Urnenbestattungen
    - Rasengräber für Särge und Urnen
    - Baumfeld für Urnenbeisetzungen

    Ehrenbürger/Ehrengräber:
    - Jean Winckler (Grab 56/56)
    - Joseph Schneider (Grab 56/10)
    - Hans Staab (Grab 122/30)
    - Alex Jacob (Grab 18/15)
  • Friedhof Winzenheim

    84 ar, 18 qm groß, größtenteils mit Bruchsteinmauer eingefriedet. Leichenhalle mit Leichenzelle und Geräteraum. Gemischte Belegung, 2002 Errichtung einer Urnenwand, 2014 erfolgte ein Erweiterungsbau. 2006 wurde ein Turm mit einer Glocke errichtet, die die evangelische Lukaskirchengemeinde spendete. Ein Rasengrabfeld für Urnen und Särge gibt es seit 2015.


  • Friedhof Bosenheim

    49 ar, 92 qm groß, mit Bruchsteinmauer eingefriedet, Bau der Friedhofskapelle 1971/72, eine Urnenwand ist vorhanden. 2015 wurde ein Belegfeld als Rasengrabfeld für Särge und Urnen angelegt.


  • Friedhof Ippesheim

    31 ar, 50 qm groß, alter Teil mit Bruchsteinmauer umgeben.
    1977 Einrichtung einer kleinen offenen Halle, 1990 Anbau einer Leichenhalle. 2015 wurde ein Rasengrabfeld angelegt.


  • Friedhof Planig

    89 ar, 76 qm groß, mit Bruchsteinmauer umgeben, Friedhofskapelle in Zeltdachform mit altem Anbau. 1976 Errichtung eines Kriegerdenkmales von Bildhauer Steiner. Baumbestand hauptsächlich Fichten. Alte Grabfelder gemischt, neue Felder getrennt in Wahl-, Reihen- und Kindergräber. Eine Urnenwand ist vorhanden. 2015 wurde zusätzlich ein Belegfeld als Rasengrabfeld für Särge und Urnen angelegt.

    Ehrenbürger/Ehrengrab:
    - Jakob Semus (Grab 2/12/1)


  • Bad Münster

    Ca. 6,6 ha groß. Das Gelände ist zum Teil mit Bruchsteinmauer und Maschendrahtzaun umgeben. Friedhofskapelle mit Sozial- und Pfarrraum inkl. Kühlanlage. Baumallee mit Platanen eingereiht. Alte Grabfelder zum Teil gemischt, neue Felder in Wahl-, Reihen- und Kindergräber.

    Ehrenbürger/Ehrengrab:
    - Ehepaar Kuna
    - Heinrich Lorenz


  • Ebernburg

    Ca. 15,3 ha groß. Das Gelände ist zum Teil mit Bruchsteinmauer, Maschendrahtzaun und Thujahecke umgeben. Der Friedhof ist in mehrere Distrikte aufgeteilt und durch Wege abgegrenzt. Die Friedhofskapelle mit Sozial-, Pfarr-, Kühlraum sowie Toilettenanlage ist als Besonderheit anzusehen. Die ganze Kapelle ist mit Basaltstein gemauert. Die Kapelle ist durch die hochgezogene Fensteranordnung lichtgeflutet. Alte Grabfelder zum Teil gemischt, neue Felder in Wahl-, Reihen- und Kindergräber. Zentral für die Gemeinde Ebernburg und Bad Münster gibt es hier ein anonymes Urnenfeld sowie ein Rasengrabfeld für Urnen und Särge.


  • Jüdischer Friedhof

    Das Gelände für den Friedhof hat die jüdische Gemeinde im Jahr 1661 erworben. Mehr als 1000 Menschen wurden dort seither bestattet.

    Zurvor wurden die jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen auf Friedhöfen am Fuße der Kauzenburg im heutigen Schloßpark oder im Mittelalter im Bereich des heutigen Stadtzentrums Wilhelmstraße/Salinenstraße begraben.

    Die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Leichenhalle gilt als einmalig. Sie steht unter Denkmalschutz und wurde 1987 restauriert. Zu den Besonderheiten zählt auch die Gedenkplatte, die die jüdische Gemeinde für die 16 Gefallenen des Ersten Weltkrieges anfertigen ließ.

    Zu den Toten gehören auch Söhne der einst bekannten jüdischen Familien Rothschild und Schloss.

    Am Eingang der Trauerhalle befindet sich auch die Gedenktafel für die in der Nazizeit deportierten und ermordeten Kreuznacher Juden.
    Nach Worms gilt der Bad Kreuznacher Friedhof als der bedeutendste im Land.

    Weitere Informationen gibt es bei der:
    Jüdischen Kultusgemeinde Bad Kreuznach/Birkenfeld
    Alzeyer Str. 63
    55543 Bad Kreuznach
    Telefon 0671 26991


  • Ehrenfriedhof Lohrer Wald

    Für die gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges wurde in den Jahren 1951 bis 1953 im Lohrer Wald ein Ehrenfriedhof mit 2265 Einzelgräbern angelegt. 1300 Kriegstote wurden aus dem ehemaligen Lagerfriedhof Galgenberg und weitere 965 aus dem regionalen Raum umgebettet.

    Die Pläne für den Ehrenfriedhof entwarf der Münchner Architekt Robert Tischler im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

    Die Eingangshalle erhebt sich über ovalem Grundriss und ist nach dem Friedhof mit einer Säulenstellung geöffnet.

    Der Fußboden ist mosaikartig mit Kieselsteinen ausgelegt. Über dem Portal ist ein Tympanon mit reliefierten Engeln, die ein Schild mit Friedhofskreuzen halten.
    Die Gedenkplatte im Fußboden trägt die Zahlen 1939-1945. Eine Wandnische mit vergoldeter Auskleidung zeigt ein Adlerrelief. Kreuz aus Naturstein. Namenssteine aus Keramik. Bepflanzung Vinca minor, Waldsteinia sowie Festuca glauca.

    Die Friedhofsverwaltung unterhält ein namentliches Verzeichnis aller dort beigesetzten Verstorbenen und gibt gerne weitere Auskünfte.
Die korrekte und vollständige Funktion unserer Dienste setzt Cookies voraus. Mit einem Klick auf die Schaltfläche [OK] willigen Sie ein, dass unsere Internetdomäne Cookies verwendet.