Offenes Ohr für Kinder, Eltern und Lehrer

In der Corona-Krise wichtiger denn je: Die Schulsozialarbeit an den Grundschulen von Bad Kreuznach


Das Büro der Schulsozialarbeiterin in der "MaLuKi"-Grundschule.

Es gibt Grundschulen, an denen der Beratungs- und Gesprächsbedarf für Schüler und Eltern sehr hoch ist, an anderen eher der von Lehrern. Schulleitungen müssen jetzt noch größere organisatorische Aufgaben stemmen und sind dankbar für die vielfältige Entlastung durch und den Austausch mit den Schulsozialarbeiterinnen. Diese können zwar aktuell aus dem Homeoffice arbeiten, der Bedarf nach festen Bezugspersonen, die helfen, ist aber genauso da wie vor den Schulschließungen. Daher sind die Schulsozialarbeiterinnen in der aktuellen Situation länger für die Eltern erreichbar, auch Gesprächstermine in den frühen Abendstunden sind möglich. Die Kontakte finden sich auf den jeweiligen Schulhomepages.

Viertklässler üben mit Hilfe von Bodenmarkierungen Anstand. 

Die meisten Kinder vermissen „ihre Schule“ sehr. An der Dr. Martin-Luther-King Grundschule hat sich die Schulsozialarbeiterin Isabell von Harder-Roth daher etwas einfallen lassen. Wöchentlich gibt es nun „CORONAchrichten“ für die Kinder zuhause, kurze Filme, die die aktuellen Geschehnisse an der Schule zusammenfassen und den „Ort“ Schule ins heimische Wohnzimmer bringen (www.maluki.org).

Mit der Rückkehr der vierten Klassen an die Grundschulen sind die Schulsozialarbeiterinnen und das schulische Personal vor weitere Herausforderung gestellt: Nach der langen Zeit zuhause müssen sie die Verunsicherung und Ängste der Kinder in der „neuen“ Schule gemeinsam abbauen, Erlebtes während der Zeit der Schulschließung verarbeiten. Ziel ist eine „neue Normalität“, damit die Mädchen und Jungen aus der Krise gestärkt hervorzugehen.

In den Klassenräumen wurden die Tische "auseinandergezogen". 

Großes Fotos: Corona-Regeln stehen an einer Tafel in der "MaLuKi"-Grundschule.